Eisernes Kreuz

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auf dem Durlacher Kriegerdenkmal
D. Emil Frommel (1828–1896) mit dem EK am weißen Band (Gemälde von Anton v. Werner, 1883)
Prinz Friedrich Karl mit dem EK II am „normalen“ (d.h. „schwarzen“) Band

Das Eiserne Kreuz (abgekürzt EK) ist ein preußischer Orden, der nur in Kriegszeiten verliehen wurde.

Heute ist das Eiserne Kreuz das Symbol der Bundeswehr und als solches Bestandteil der Verbandsabzeichen von Truppenteilen und auch im Wappen des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRdBw, auch kurz Reservistenverband) sowie einzelner Reservistenkameradschaften.

Geschichte

EK 1813

In den Befreiungskriegen gegen Napoléon Bonaparte wurde das Eiserne Kreuz als militärische Tapferkeitsauszeichnung geschaffen: Der seit 1797 regierende König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770–1840) stiftete es am 10. März 1813, dem Geburtstag seiner 1810 verstorbenen Frau, Königin Luise[1] (1776–1810), einer Gegnerin Napoleons (sowie Großmutter der gleichnamigen preußischen Prinzessin und badischen Großherzogin).

Die drei Eichenblätter auf der Rückseite (nach diesem Schema: _|_ angeordnet) sollen ein (doppeltes/gespiegeltes) L für Luise darstellen, in Form eines Spiegelmonogramms.

Ritter des EK 1813 mit Artikel im Stadtwiki:

EK 1870

Friedrich I. mit dem EK II an der Ordensspange
Kaiser Wilhelm I. mit dem Großkreuz, sowie dem EK II und dem EK I (Foto: Hofphotograph Kuntzemüller, 1884)

Erneuert 1870 von König Wilhelm (I.) von Preußen am 19. Juli, dem Todestag seiner 1810 verstorbenen Mutter. Die Vorderseite zeigt mittig das königliche Monogramm W und darüber im oberen Kreuzarm die Krone. Die Rückseite erinnert an die Stiftung 1813.

Im Deutsch-Französischen Krieg verliehen.

Der Maler Ludwig Dill (1848–1940) erhielt es als Leutnant im Leib-Grenadier-Regiment.

Der Sanitätsoffizier Dr. Adolf Hoffmann erhielt das EK Zweiter Klasse. Der Kommandeur der badischen Feldartillerie Berthold v. Freydorf erhielt beide Klassen.

EK 1914

Erneuert 1914 von König Wilhelm II. von Preußen am 5. August:

„Angesichts der ernsten Lage, in welche das teure Vaterland durch den ihm aufgezwungenen Krieg versetzt worden ist, und in dankbarer Erinnerung an die Heldentaten unserer Vorfahren in den großen Jahren der Befreiungskriege und des Kampfes für die Einigung Deutschlands, wollen wir das von unserm in Gott ruhenden Urgroßvater gestiftete Ordenszeichen des Eisernen Kreuzes abermals wieder aufleben lassen. Das Eiserne Kreuz soll ohne Unterschied des Ranges und des Standes an Angehörige des Heeres, der Marine und des Landsturmes, an die Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege und sonstige Personen, die eine Dienstverpflichtung mit dem Heere oder der Marine eingehen, oder als Heeres- oder Marinebeamte Verwendung finden, als Belohnung eines auf dem Kriegsschauplatz erworbenen Verdienstes verliehen werden. Auch solche Personen, die daheim Verdienste um das Wohl der deutschen Streitmacht und einer Verbündeten sich erwerben, sollen das Kreuz erhalten.“ (Volle, S. 60)

Die Vorderseite zeigt mittig das königliche Monogramm W II und darüber im oberen Kreuzarm die Krone.

Im Ersten Weltkrieg verliehen.

Edgar Feuchtinger (1894–1960), später Generalleutnant, 1914 als Fahnenjunker ins Badische Fußartillerie-Regiment Nr. 14 eingetreten, war mit diesem an der Front und erhielt beide Klassen des Eisernen Kreuzes.

EK 1939

Neustiftung 1939 als deutscher Orden von Adolf Hitler. Im Zweiten Weltkrieg verliehen. Das Tragen im Original (d.h. mit Hakenkreuz) ist verboten.

Das EK und die Region Karlsruhe

Ritter

Wilhelm I. mit EK 1813 im Knopfloch
Badens Thronfolger mit Band des EK II von 1914 im Knopfloch
Batteriechefs der Feldartillerie mit EK

(Auswahl)

Personen mit Artikel im Stadtwiki (bzw. Personen aus Truppenteilen mit Stadtwiki-Artikel), die Ritter des Eisernen Kreuzes waren:

Träger

des EK 1939 mit Artikel im Stadtwiki:

auf Denkmalen und Gedenktafeln

am (älteren) Leibgrenadierdenkmal in der Moltkestraße
auf dem Auer Kriegerdenkmal
Feldartilleriedenkmal mit EK auf dem untersten Segment der Stele

Abbildungen des Eisernen Kreuzes befinden sich in der Region Karlsruhe auf mehreren Krieger- und Gefallenendenkmalen, insbesondere dem

Ferner auf den Grabsteinen auf mehreren Gräbern auf dem Karlsruher Hauptfriedhof. Auf manchen Familiengräbern dort erinert auch eine Inschrift mit Eisernem Kreuz an Vermisste und Tote, die nicht dort bestattet sind.

Abbildungen des Eisernen Kreuzes in nur stilisierter Form – d.h. eines Kreuzes in der Form des Eisernen Kreuzes, jedoch ohne Krone und Stiftungsjahr – befinden sich auf dem

sowie auf dem Gedenkstein für die Gefallenen des Karlsruher Schwimmclub Neptun 1899 und auf einer Platte an der Gedenkstätte Bw Karlsruhe Rangierbahnhof. Am Feldartillerie-Denkmal (Rastatt) befand sich bis in die 2000er Jahre eine kleine Zusatztafel für die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen der II. Abteilung des Artillerie-Regiments 35, die mittlerweile fehlt.

(Anmerkung: auf dem Kriegerdenkmal Neureut ist wohl auch ein Eisernes Kreuz, aber das lässt sich auf den Fotos hier im Stadtwiki nur schwer erkennen.)[2]

Bilder: 1870/71 und Erster Weltkrieg

„Germania“-Gedenkstein mit Eisernem Kreuz
Stilisiertes EK auf dem Gedenkstein für die Gefallenen des 1. Durl. Schwimmvereins 1906 e.V. auf dem Turmbergbad-Gelände

Ritter des Eisernen Kreuzes sind namentlich mit der Auszeichnung aufgeführt auf dem

Zweiter Weltkrieg

Kriegsgräber

an Feldzeichen

EK in der Fahnenspitze der Hohenzollernfüsiliere
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siehe z.B. Feldzeichen des 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109

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Literatur

Eisernes Kreuz („Landwehrkreuz“), mit für Baden modifizierter Inschrift „Mit Gott für Fürst und Vaterland“, auf Festprogramm des Militärvereins Beiertheim zur 2. Fahnen-Weihe 1904
  • Henning Volle: „Orden und Ehrenzeichen“ (= „Die Sammlungen des Wehrgeschichtlichen Museums im Schloss Rastatt, Band 1), Freiburg (Militärgeschichtliches Forschungsamt) 1977, Seiten 57 bis 63 sowie Abbildungen auf Tafeln 5 (Großkreuz 1914) und 6 (Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern und Brillanten) [Standortnummer 90 A 993 in der BLB]

In der Badische Landesbibliothek [mit Standortnummer]:

  • Ralph Winkle: Der Dank des Vaterlandes: eine Symbolgeschichte des Eisernen Kreuzes 1914 bis 1936, 1. Auflage Essen 2007 ISBN 3-89861-610-X und ISBN 978-3-89861-610-2 [108 A 2215]
  • Michael Berger: Eisernes Kreuz und Davidstern: die Geschichte jüdischer Soldaten in deutschen Armeen, 1. Auflage Berlin 2006 ISBN 3-89626-476-1 [107 A 4701]

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten

  1. zur Person siehe die Webpräsenz www.Koenigin-Luise.com von Dipl.-Ing. Hans Dieter Müller, Bruchsal
  2. Unter dem Rundbogen, vgl. Bild:NRT Kriegerdenkmal ev Kirche Nord2.jpg (nur bei voller Bildgröße erkennbar!). Auf besserem (größerem/schärferen) Foto Bild:Denkmal_01.JPG leider im Schatten und deshalb gar nicht zu sehen.