Hauptfriedhof

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bildergalerie: weitere Bilder zu diesem Artikel finden sich auf Hauptfriedhof/Bilder

Der Haupteingang mit Portal
Der Campo Santo
blaue Tafel
Mausoleen und Grüfte
Mein letzter Garten
Baumbestattung

Der Karlsruher Hauptfriedhof ist der größte Friedhof in Karlsruhe. Er befindet sich in der Karlsruher Oststadt mit dem Haupteingang an der Haid-und-Neu-Straße. Weitere Eingänge befinden sich in der Emil-Frommel-Straße, an der Hagsfelder Allee und am Hirtenweg. Er ist der älteste deutsche Parkfriedhof und bietet auch heute wieder moderne Bestattungsformen, wie „Mein letzter Garten“ und eine Baumbestattung.

Ferner gibt auch einen Teil für jüdische und jüdisch-orthodoxe Bestattungen.

Geschichte und Architektur

Der Friedhof wurde 1873 im damals ungewohnten Stil eines Parkfriedhofs angelegt. Der Komplex am Eingang mit Portal, Grabkapelle mit Leichenhalle und Gruftenhalle und der »Campo Santo« wurden im Stil der Neorenaissance von Josef Durm errichtet und entstand zwischen 1874 und 1876. Die erste Beerdigung fand am 16. November 1874 statt.

Dieser neue Friedhof war damals weit abgelegen, es gab erst ab 1891 die dampfbetriebene Lokalbahn. Jahre später erfolgte auch eine Anbindung an das Karlsruher Straßenbahnnetz.

Das ehemalige Krematorium, heute Kleine Kapelle, wurde 1903 von August Stürzenacker in romanisierendem Stil erbaut, es ist das erste Krematorium in mitteleuropäisch-mittelalterlichem Baustil.

Die Wartehalle der Lokalbahn wurde zur gleichen Zeit 1905/1906 von Friedrich Beichel nach Art großstädtischer Jugendstil-Verkehrsbauten errichtet. Sie wird jetzt als Friedhofsinformationszentrum genutzt.

Auf dem Hauptfriedhof befinden sich mehrere Denkmäler. So auch das Vertriebenendenkmal, an dem alljährlich zum 1. November unter anderem auch die Karlsruher Landsmannschaften und der BdV ihrer Toten gedenken.

Gräber bekannter Personen

Das Grab des großherzoglich-badischen Offiziers Herbert Winsloe (1843–1870), des ersten deutschen Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), existiert nicht mehr; es wurde in Unkenntnis seiner historischen Bedeutung eingeebnet.

Siehe auch 
Gräber bedeutender Persönlichkeiten und Kategorie: auf dem Hauptfriedhof bestattet

Gebäude

  • Kapelle mit Leichenhalle und Gruftenhalle (1874-1876)
  • Krematorium (1903)
  • Neues Krematorium (Januar 1998)
  • Bürklin'sches Mausoleum (1911-1913)

sowie Verwaltungsgebäude.

Service

Friedhofsmobil
Grablichtautomat

An einigen Eingängen befindet sich ein Grablichtautomat. Eine Kerze kostet 1,50 Euro.

Ein Friedhofsmobil, gestiftet von der Genossenschaft badischer Friedhofsgärtner, bringt Besucher, die den Weg nicht zu Fuß zurücklegen können, zu den Grabstätten. Fahrwünsche können beim Info-Center oder über Telefon: (0177) 21 34 798 angemeldet werden.

Adresse

Hauptfriedhof
Haid-und-Neu-Straße 35/39
76131 Karlsruhe

Eingänge

Haupteingang 
Haid-und-Neu-Straße 35/39
Verwaltung, große Kapelle, Info-Center
(H)  nächste Haltestelle: Hauptfriedhof   
Eingang West 
in der Emil-Frommel-Straße (Gewerbetor)
Parkplatz
Eingang Süd 
Ecke Haid-und-Neu-Straße / Hirtenweg, an der Straßenbahnhaltestelle
Taxistand „Hirtenweg“
(H)  nächste Haltestelle: Hirtenweg   
Eingang Ost 
am Hirtenweg
Parkplatz
Eingang Nord 
Ecke Hirtenweg / Hagsfelder Allee

Siehe auch

Literatur

  • Karl Zahn: „Gräber, Grüfte, Trauerstätten. Die Geschichte des Karlsruher Hauptfriedhofs“, Info Verlag, Karlsruhe 2001, 107 Seiten. Veröffentlichung des Stadtarchivs, Band 24
  • „Mentalitätsgeschichtliche und ästhetische Untersuchungen der Grabmalsplastik des Karlsruher Hauptfriedhofes“ von Anett Beckmann, erschienen 2005 im Universitätsverlag Karlsruhe (kostenlos als PDF erhältlich)
  • Gerd Otto-Rieke: „Gräber in Karlsruhe - Menschen, die uns bewegten. Geschichte entdecken auf Friedhöfen Band 4." München 2014, ISBN 978-3-938778-19-7

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

Weblinks