Alfred von Degenfeld

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Freiherr Alfred v. Degenfeld (* 9. Februar 1816 in Gernsbach; † 16. November 1888 in Karlsruhe) war ein badischer General und Politiker. Freiherr v. Degenfeld war in den 1860er Jahren Kommandeur des badischen Leib-Grenadier-Regiments, Heerführer im Krieg 1870/71 und Reichstagsabgeordneter.

Leben und Wirken

Alfred Ludwig Freiherr v. Degenfeld wurde 1816 zu Gernsbach im Murgtal geboren. 1833 trat er in das 3. badische Infanterieregiment ein und wurde 1836 Offizier, 1865 Oberst und Regimentskommandeur. 1866 nahm Oberst v. Degenfeld an den Gefechten von Hunddeim, Werbach und Gerchsheim teil, 1868 wurde er zum Generalmajor und Kommandeur der 2. Infanteriebrigade befördert und führte diese 1870 im Deutsch-Französischen Krieg vom 16. August bis 27. September vor Straßburg. Am 1. Oktober 1870 wurde Generalmajor v. Degenfeld zum dem westlichen Abhang der Vogesen entsendet, um die sich dort sammelnden Freischaren zu zerstreuen; er trieb in den Gefechten bei Raon l'Etape und Nompatelize größere Abteilungen Franctireurs auseinander, vereinigte sich bei St. Die mit der Hauptmasse des neugebildeten 14. Armeekorps unter General v. Werder, schlug 22. Oktober bei Etuz am Oignon die Division des Generals Cambriels, am 26. Oktober bei Pasques unweit Dijon die Garibaldianer und vereint mit der Brigade des Prinzen Wilhelm von Baden, bei Nuits die Division des Generals Cremer. In der Schlacht an der Lisaine befehligte Degenfeld vom 15. bis 17. Januar 1871 den rechten Flügel der deutschen Stellung, verteidigte Villersexel, mußte am 16. Januar vor überlegenen Massen, die seinen rechten Flügel umfaßt hatten, zwar Cbenebier räumen, nahm jedoch am folgenden Tage die verlorene Stellung wieder ein. Am 1. Juli 1871 trat er als Kommandeur der 56. Infanteriebrigade in den Verband der Königlich-preußischen Armee, schied jedoch am 18. Oktober 1871 mit dem Charakter als Generallieutenant aus dem aktiven Dienste. Bei seinem Tode am 16. November 1888 in Karlsruhe war er Reichstagsabgeordneter für den 7. badischen Wahlkreis.

Ehrungen

postum:

Literatur

Weblinks