Helmsheim

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Das Wappen

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Helmsheim, Ortsansicht
Lage von Helmsheim in Bruchsal

Helmsheim ist ein Stadtteil von Bruchsal mit 2.246 Einwohnern (Stand: 30.12.2016).

Profil

Früher besaß der zwischen den Stadtteilen Heidelsheim und Obergrombach liegende Ort eine Burg[1], an die jedoch nur noch der Straßenname „Burggrundstraße“ erinnert. Da der Ort mit seinen knapp 2.000 Einwohnern klein ist, ist er viel mit dem benachbarten Heidelsheim verbunden (z.B. durch gemeinsame Vereine und Kirchengemeinde), wobei sich Helmsheim mittlerweile mit einem eigenen Netto- und Aldi-Markt eine eigene Grundversorgung geschaffen hat.

Der größte Teil des Ortes liegt westlich der Bundesstraße 35, die durch den Ort führt. Hier befindet sich auch ein kleines Gewerbegebiet und der Ortskern mit dem Rathaus und ein paar kleine Geschäfte, sowie eine Arztpraxis. Östlich der Bundesstraße liegen noch ein paar Straßen, sowie die Stadtbahnhaltestelle des Ortes, der Saalbach und ein Radweg. Nach Obergrombach ist Helmsheim der zweitkleinste Stadtteil von Bruchsal.

Geschichte

Die Tatsache der ersten schriftlichen Erwähnung des Dorfes im Jahre 769 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Helmsheimer Gemarkung schon mehr als zweieinhalb Jahrtausende vor diesem Zeitpunkt besiedelt war. Zeugnis hierfür sind Bodenfunde, die unmittelbar westlich der Waldstraße, etwa 2 km südwestlich des Ortes im Jahre 1901/1902 gemacht wurden. Diese, vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz zusammengesetzten Tonscherben, sind seither im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe zu besichtigen. Hügelgräber aus der "Schnurkeramik"-Zeit sind ebenso vorhanden, wie auch bronzene Pfeilspitzen jüngeren Datums. Während in den umliegenden Dörfern Belege aus dem späten 6. Jahrhundert zu finden sind, hat man diese in Helmsheim nicht gefunden.

So ist Helmsheim durch vier Erwähnungen im Lorscher Codex erstmals belegt: 769 zweimal, 784, 854 und noch einmal in Jahr darauf. Der Name "Helmolvesheim" deutet auf die Gründung eines Gutshofes durch einen nicht näher bekannten Helmolf hin. Nenneswerte Urkundliche Nennungen stammen zudem aus den Jahren 1207 und 1216.

In ersterer sind mit Lutfriedus und Erkenbertus de Helmudisheim erstmals konkrete Namen des Ortsadels genannt. Um 1299 ist dieser im Besitz des Helmsheimer Waldes, der Mühle, der Allmende und der Gerichtsbarkeit. In diesem Jahr ist die Helmsheimer Burg erstmals erwähnt, letztmalig genannt wird sie in einem Dokument des Jahres 1348. Über die Grafen von Württemberg kamen die Landschad von Steinach in Besitz Helmsheims. Diese residierten in Gondelsheim und gerieten zunehmend in Geldnot, weswegen sie den Ort der Kurpfalz als Lehen gaben. 1771 kam Helmsheim an die Markgrafschaft Baden.

Der "Schloßbuckel", der nach dem Verfall der Burg zunächst mit Bäumen bewachsen war, wurde im Lauf der Jahrhunderte gerodet und zu Ackerland. 1862 beschloss die Gemeinde, die Überreste der Burg (innerer und äußerer Ringwall, Turm und Nordeingang waren teilweise noch erkennbar) zu beseitigen. Eine maßstabsgetreue Zeichnung, die in diesem Zusammenhnag angefertigt wurde, ging später verloren. Auch fand man bei den Arbeiten einen Wappenstein und einen Brunnenstock mit der Jahreszahl 1596, die ebenfalls verloren gingen. Bei der Besiedlung des Geländes in den 1970er Jahren fand man noch ein paar Fundamente.


1969 wurde die 1200-Jahr-Feier begangen, 1972 fand die Eingemeindung zu Bruchsal statt.

Sehenswürdigkeiten

Kirche

Feste

Vereine

Weblinks

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Burg Helmsheim“
Bruchsaler Stadtteile
Bruchsal, Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Obergrombach und Untergrombach sind die Stadtteile Bruchsals.