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Friedrich II. von Baden

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Friedrich II.
(in der Uniform des Leibgrenadierregiments)
in feldgrau während des Ersten Weltkrieges

Friedrich II. von Baden, Herzog von Zähringen, Königliche Hoheit (* 9. Juli 1857 in Karlsruhe; † 9. August 1928 in Badenweiler), Dr. iur. h.c. mult., war der letzte Großherzog von Baden.

Friedrich war Rektor der badischen Universitäten Freiburg und Heidelberg sowie Ehrendoktor der Rechte der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, der Ruperto Carola Heidelberg und der Universität zu Leipzig.

Er war Königlich Preußischer Generaloberst mit dem Rang eines Generalfeldmarschalls.

Der Großherzog war Chef Seiner beiden Leibregimenter – des 1. Bad. Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109 und des 1. Bad. Leib-Dragoner-Regiments Nr. 20 – sowie des 5. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 113, des Feld-Artillerie-Regiment 'Großherzog' (1. Badisches) Nr. 14, des Königlich Sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 103, des 8. Königlich Württembergischen Infanterie-Regiments 'Großherzog Friedrich von Baden' Nr. 126. Er war Inhaber des Kgl. Bayerischen 8. Infanterie-Regiments 'Großherzog Friedrich II. von Baden' und des K.u.k. österreichischen Infanterie-Regiments Nr. 50.

Er stand à la suite des Kgl. Preußischen 1. Garde Regiments z.F. und des 1. Garde-Ulanen-Regiments sowie des Kaiserlichen I. Seebataillons.

Der Großherzog war Ehrengeneral der schwedischen Armee.

Er war Ritter des Schwarzen Adler-Ordens, des Andreas-Ordens, Annunciaten-Ordens, St.-Hubertus-Ordens, Elephanten-Ordens und des Seraphinen-Ordens sowie weiterer Orden.

Als Großherzog (ab 1907) war er Ordensherr der badischen Orden.

Leben

„Ehrenpforte“ auf dem Marktplatz (1885)
„Reiterbildnis Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs“ , Radierung von Wilhelm Trübner

Friedrich wird am 9. Juli 1857 als erstes Kind des regierenden Großherzogs Friedrich I. von Baden und Großherzogin Luise geboren. Er erhält die Namen Friedrich Wilhelm Ludwig Leopold August. Als erstgeborener Sohn ist er Erbgroßherzog von Baden.

1862 bzw. 1865 werden seine beiden jüngeren Geschwister: Seine Schwester Prinzessin Victoria († 1930) und sein Bruder Prinz Ludwig Wilhelm († 1888), für den das Mausoleum im Hardtwald erbaut wird, geboren.

Nach dem Schulbesuch in Karlsruhe studiert Friedrich in Heidelberg und Bonn. Danach hörte er noch Vorlesungen in Leipzig und Freiburg.

1885 heiratet er am 20. September auf Schloß Hohenburg Prinzessin Hilda von Nassau. Zum festlichen Einzug in der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe wurde an der „Ehrenpforte“ auf dem Marktplatz das Allianzwappen der Frischvermählten angebracht.

Das Paar lebt im Erbgroßherzoglichen Palais.

Friedrich stirbt am 9. August 1928 im südbadischen Badenweiler. Seine sterbliche Hülle wurde am Abend des 15. August von Freiburg nach Karlsruhe überführt. Dort wurde der Verstorbene in der evangelischen Stadtkirche am Marktplatz aufgebahrt und am 16. August in der Fürstlichen Grabkapelle bestattet. Die badische Staatsregierung war bei der Beisetzung vollständig vertreten. Von 11 bis 12 Uhr läuteten alle Karlsruher Glocken.

In Heidelberg fand am 17. August 1928 eine öffentliche Trauerfeier in der Stadthalle statt.

Wirken

Aufgrund einer schweren Erkrankung seines Vaters führt er vom November 1881 bis zum Oktober 1882 für diesen die Regierungsgeschäfte.

Er übernimmt die Regierung am 28. September 1907 von seinem Vater. Nach dem Ersten Weltkrieg dankt er am 22. November 1918 ab. Aus dem Großherzogtum Baden wird die Republik Baden.

In seiner Abdankungsurkunde schreibt er:

"Ich will kein Hindernis derjenigen Neugestaltung der staatsrechtlichen Verhältnisse des badischen Landes sein, welche die verfassungsgebende Versammlung beschließen wird. Ich wünsche ..., dass die Beamten im Interesse der Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit ihren Dienst weiterführen und dass niemand sich durch Rücksicht auf meine Person oder die Treue und Anhänglichkeit für mich und mein Haus abhalten läßt, die Anordnungen der neuen Regierung zu befolgen. Gott schütze mein liebes Badner Land!"

militärische Laufbahn

Erbgroßherzog Friedrich in kleiner Uniform (Überrock)
  • 1875 Sekondeleutnant
  • 1881 Premierleutnant
  • 1882 Hauptmann
  • 1884 Major
  • 1888 Oberstleutnant
  • 1889 Oberst
  • 1891 Generalmajor
  • 1893 Generalleutnant
  • 1897 General der Infanterie
  • 1905 Generaloberst mit dem Rang eines Generalfeldmarschalls

Literatur/Quellen

  • „Beisetzung des Großherzogs“, in: Karlsruher Tagblatt (Rubrik „Aus der Landeshauptstadt.“) vom Dienstag, 14. August 1928
  • „Die Beisetzung Friedrichs II.“, in: Karlsruher Tagblatt (Aus der...) vom Mittwoch, 15. August 1928
  • „Der Tag der Beisetzung“, in: Karlsruher Tagblatt (Aus der...) vom Donnerstag, 16. August 1928
  • „Trauergottesdienst in der Stadtkirche “, in: Karlsruher Tagblatt (Aus der...) vom Samstag, 18. August 1928
  • Danksagungsanzeige im Auftrag der Großherzogin, im Karlsruher Tagblatt vom Sonntag, 19. August 1928
  • „Die Trauerfeier für Großherzog Friedrich II. im Landtag, in: Badische Presse (Morgen-Ausgabe) vom Donnerstag, 13. September 1928
  • „Geschichte: Mit Wasser aus dem Jordan getauft“, in: Stadtzeitung vom 29. Juni 2007

Einordnung



Weblinks

Photos


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militärischer Werdegang; Regierungszeit

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