Walter Bernhagen

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Walter Bernhagen, in Reichswehr-Uniform mit seiner alten Seitenwaffe aus der Kaiserzeit

Walter Bernhagen (* 2. Dezember 1875 in Preußen; † 5. August 1957 in Konstanz) war ein preußischer Militärmusiker und Komponist von Chorwerken sowie Märschen.

Als Nachfolger des Königlichen Musikdirektors Adolf Boettge (1848–1913) war Bernhagen Kapellmeister im 1. Badischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 in Karlsruhe.

Leben und Wirken

Der im Königreich Preußen in Danzig[1], nach anderen Angaben[2] in Karschin, Westpreußen, geborene Bernhagen begann seine Laufbahn 1895 in Danzig im Königlich-Preußischen Grenadier-Regiment "König Friedrich I." (4. Ostpreußisches) Nr. 5, einem der ältesten Regimenter der preußischen Armee. Vom 7. Westpreußischen Infanterie-Regiment Nr. 155, das in Ostrowo garnisonierte, wechselte Bernhagen 1909 nach Potsdam zum 1. Garde-Regiment zu Fuß, dem „Ersten Regiment der Christenheit“, dessen Chef Kaiser Wilhelm II. war.

Von Potsdam, wo er drei Jahre Stabshoboist[3] war, kam Bernhagen 1912 nach Karlsruhe ins 1. Badische Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109.

Im Ersten Weltkrieg wurde Bernhagen von Kaiser Wilhelm II. das Eiserne Kreuz Zweiter und Erster Klasse verliehen.

Während der Weimarer Republik war Bernhagen in der Reichswehr Obermusikmeister des 14. (Badischen) Infanterieregiments.

Zuletzt war er bei der Wehrmacht Stabsmusikmeister des Infanterie-Regiment 14 in Konstanz.

Dort starb er nach dem Zweiten Weltkrieg im Alter von 81 Jahren an einem Herzschlag.

Veröffentlichungen

Musikpartituren:

  • „Musik am Hofe Ludwig XIII. Zusammengestellt von Walter Bernhagen für Harmonie- und Blechmusik“ (frz. »Musique à la cour Louis XIII.; Arrangement de Walter Bernhagen pour Harmonie et Fanfare«), Zürich und Leipzig (Gebr. Hug & Co) 1932
  • Clössner-Marsch, Op. 21 : Für Blasmusik, um 1940
  • Prozessionsmarsch: Heilig, heilig, singen wir, Arrangement für Blasmusik von Walter Bernhagen, Adliswil bei Zürich, 1955

Auszeichnungen

(Auswahl)

Literatur

  • „Stabsmusikmeister Bernhagen / 40 Jahre im Militärdienst“, in: Mitteilungsblatt der DGfMM, M23-26
  • Ernst-Heinrich Schmidt: „Walter Bernhagen, der letzte Musikmeister der 109er“ in: „Mit klingendem Spiel“, herausgegeben von der DGfMM, 21. Jahrgang, Nr. 4 (Dezember 1998), Seiten 193 – 204

Weblinks

Datenbankeinträge:

Anmerkung: In der Personendatenbank der Landesbibliographie Baden-Württemberg gibt es keinen Eintrag zu ihm (Stand 15.11.2012).

Fußnoten

  1. Nachruf in Schweizerische Blasmusikzeitung, Band 46 (1957), Seite 412 (Auszug online bei google books) – Allgemein zur Stadt siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Danzig“
  2. musicsack.com: Eintrag Bernhagen, Walter
  3. Siehe allgemein dazu: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Stabshoboist“


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