Rastatt

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Franzbrücke über die Murg in Rastatt, im Hintergrund die Brauerei Franz
Blick nach Westen von der Franzbrücke in Rastatt

Die Große Kreisstadt Rastatt ist mit knapp unter 50.000 Einwohnern eine mittelgroße Stadt zwischen Karlsruhe und Baden-Baden.

Geschichte

Rastatt wurde 1084 erstmals urkundlich erwähnt und bekam um 1700 Stadtrechte.

1766 gab es Pläne für eine Universität Rastatt.

Siehe auch Chronik der Augustiner Chorfrauen.

Festung

Fahnenträger der „Hohenzollernfüsiliere

Von 1842 bis 1852 wurde die Bundesfestung gebaut. Die Festungsmauern gingen damals um die ganze Stadt. Die Festung hatte fünf Zugänge, die Hauptzugänge waren das Karlsruher und Kehler Tor, das Rhein-, das Ottersdorfer und Niederbühler Tor dienten als Nebenzugänge.

Am 4. Mai 1890 unterzeichnete Kaiser Wilhelm II. die Order, Rastatt als Festung aufzugeben.

Die Festung lebt aber bis heute fort im Badnerlied in dessen zweiter Strophe: „In Rastatt ist die Festung / Und das ist Badens Glück.“

Rastatt als Garnison

In Rastatt garnisionierten

Von 1871 bis 1888 lag zudem auch das Infanterie-Regiment Keith (1. Oberschlesisches) Nr. 22 in Rastatt.

Politik

Stadtgliederung

Stadtgliederung und Nachbargemeinden

Das Stadtgebiet Rastatts besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Niederbühl mit Förch, Ottersdorf, Plittersdorf, Rauental und Wintersdorf. Die Kernstadt wird nochmals unterteilt in die Stadtviertel Mitte, Zay, Nord (mit Röttererberg und Biblis), Industrie, Süd („Siedlung“), Münchfeld, West und Rheinau.

Bürgermeister

Derzeitiger Oberbürgermeister ist seit 17. Dezember 2007 Hans Jürgen Pütsch (* 1961) von der CDU. Er wurde am 27. September 2015 bei der OB-Wahl mit 77,5% der abgegebenen Stimmen bestätigt, sein Herausforderer, Peter Kalmbacher, kam auf 18,3%.

Ehemalige Oberbürgermeister:

Wappen

Wappen von Rastatt
Das bis 1995 benutzte Wappen

Das Wappen der Stadt Rastatt zeigt in geteiltem Schild im vorderen Feld den badischen Schrägbalken und eine Weinleiter im hinteren Feld. Man deutet die Weinleiter als „redendes“ Bild für den Ortsnamen (mundartlich „Raste“ = Tragegerät für Weinbutten). 1898 bestimmte der Gemeinderat den bereits 1895 genehmigten gespaltenen Schild als Stadtwappen. Während des Dritten Reiches wurde die Verwendung von Landeswappen auf Gemeindedienstsiegeln für unzulässig erklärt. Das Stadtbauamt hat daraufhin einen Entwurf zu einem Stadtsiegel ohne Schrägbalken erstellt. Dieser gelangte jedoch nicht mehr zur Genehmigungsreife. Trotz Einwendungen des Generallandesarchivs setzte sich in der Folgezeit das Wappen allein mit der Weinleiter durch. Am 18.12.1995 beschloss der Gemeinderat in Erinnerung an die demokratische Verpflichtung der Stadt Rastatt einstimmig, wieder das traditionelle Wappen mit gespaltenem Schild (entsprechend der Genehmigung aus dem Jahr 1895) zu verwenden.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften hat Rastatt mit Fano (Italien), New Britain (USA, seit 1984), Orange (Frankreich, Département Vaucluse), Ostrov (Tschechien) und Woking (England).

Die Partnerschaft mit Orange besteht seit 1965, der damalige Oberbürgermeister von Rastatt, Klaus-Eckhard Walker, hat aber 1995 die offiziellen Beziehungen abgebrochen aufgrund der politischen Gesinnung des Bürgermeisters Jacques Bompard. 2008 nahm Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch die Kontakte zu Orange wieder auf.

Verkehr

ÖPNV

Im Bahnhof Rastatt hält stündlich ein RE der Linie Karlsruhe-Offenburg-(Konstanz). Außerdem treffen sich die Stadtbahnen aus dem Murgtal, Achern, Menzingen, Odenheim und Heilbronn. Im Berufsverkehr hält morgens und abends noch je IC der Linie Offenburg-Stuttgart.

Neben den Bahnlinien gibt es einige städtische Buslinien sowie Buslinien ins Umland, u.a. nach Kuppenheim, Baden-Baden, Rheinstetten und Rheinmünster. Vom Karlsruher Hauptbahnhof aus ist der Bahnhof Rastatt je nach benutztem Verkehrsmittel innerhalb von 12 bis 23 Minuten zu erreichen.

Straßen / Fähre

Rastatt ist über die  A5 , die B 3 und die B 36 zu erreichen.

Des Weiteren gibt es im Stadtteil Wintersdorf eine Rheinbrücke ins Elsass. Vom Stadtteil Plittersdorf führt eine Rheinfähre nach Seltz.

Sehenswürdigkeiten

Museen

Kirchen

Denkmäler

Bilder

Soziales

Kindergarten

Kinderschule Amalie Struve

Grund- und Hauptschulen

Gymnasien

Berufliche Schulen

Förderschulen

Sport

In Rastatt gibt es das Städtische Freibad, das sich in Bahnhofsnähe befindet. Des Weiteren gibt es das Alohra, ein Hallenbad mit Außenbecken.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • zweijährlich tête-à-tête (20.-25. Mai 2008)
  • Kulturnacht, im September, zweijährlich wechselnd mit tête-à-tête

Vereine

Der bekannteste Rastatter Fußballverein ist der Verbandsligist FC Rastatt 04 [10]. Die Siedlergemeinschaft Rastatt-Münchfeld [11] ist ein Bürgerverein im Süden von Rastatt.

Der älteste Rastatter Verein ist die Schützengesellschaft Waidmannslust.

Bundesweite Veranstaltungen mit der deutschen Elite (u.a. Olympiasieger Josef Neckermann) führte der Reitclub Rastatt nach dem Zweiten Weltkriege auf dem Schloßplatz durch.

Im Juli 2009 wurde der Gewerbeverein für Einwohner, Industrie und Handel gegründet.

Bereits 50 Jahre zuvor wurde 1959 die Vereinigung der Freunde des Wehrgeschichtlichen Museums Schloß Rastatt e.V. gegründet.

Personen

Gebürtige Rastatter

Bedeutende „Söhne und Töchter der Stadt“:

Ehrenbürger

Rastatter Ehrenbürger:

  • Rudolf Katzenberger (1912–1999), Gastronom
  • Dr. Richard Kunze (1913-1997) Oberbürgermeister
  • Karl Stier (1875-1965)
  • Axel Ullrich (* 1943), Biochemiker und Ehrenbürger [12]

Weblinks

Rastatter Stadtteile
Niederbühl mit Förch, Ottersdorf, Plittersdorf, Rastatt, Rauental und Wintersdorf sind die Stadtteile von Rastatt.
Orte im Landkreis Rastatt