Bundesautobahn 5
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Die Bundesautobahn 5 (kurz A 5 genannt) beginnt am Hattenbacher Dreieck in Nordhessen und führt über Frankfurt, Mannheim und Karlsruhe nach Basel. Ihre Gesamtlänge beträgt 445 km.
Inhaltsverzeichnis |
Anschlussstellen der A5 im Raum Karlsruhe
- Nr. 41 Anschlussstelle Kronau
- (keine Nr.) Rasthof Bruchsal West / Rasthof Bruchsal Ost
- Nr. 42 Anschlussstelle Bruchsal
- Nr. 43 Anschlussstelle Karlsruhe-Nord (seit 5. März 2007)
- Nr. 44 Anschlussstelle Karlsruhe-Durlach
- Nr. 45 Karlsruhe-Mitte
- Nr. 46 Autobahndreieck Karlsruhe (Verknüpfung mit der A 8 in Richtung Stuttgart und München)
- Nr. 47 Anschlussstelle Ettlingen
- Nr. 48 Anschlussstelle Karlsruhe-Süd
- Nr. 49 Anschlussstelle Rastatt
- Nr. 50 Anschlussstelle Rastatt-Süd (seit 28. April 2008)
- (keine Nr.) Rasthaus Baden-Baden West mit Autobahn-Hotel Baden-Baden und Autobahnkirche
- mit Möglichkeit zur Auf- und Abfahrt in beide Richtungen.
- Nr. 51 Anschlussstelle Baden-Baden
- Nr. 52 Anschlussstelle Bühl
Geschichte
Historisch ist die heutige A5 Teil der Planungen des 1926 gegründeten HaFraBa-Vereins, einer Autobahn von Hamburg über Frankfurt nach Basel. Der Abschnitt vom Hattenbacher Dreieck nach Hamburg ist heute Teil der A 7, die Deutschland auf seiner gesamten Nord-Süd-Ausdehnung von Flensburg nach Füssen durchmisst und die längste deutsche Autobahn ist. Als einer der „Väter“ der HaFraBa gilt der frühere Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Ludwig Landmann, der diese Planungen bereits in den 1920er-Jahren voran trieb. Angesichts des Umstandes, dass in Teilen der Bevölkerung die Idee zum Autobahnbau immer noch Adolf Hitler zugeschrieben wird, soll in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass Landmann sich zum jüdischen Glauben bekannte und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt war. Die Voraussetzungen für den Bau der Autobahn wurden 1933 geschaffen. Als Rechtsgrundlage diente das „Gesetz über die Errichtung des Unternehmens Reichsautobahn“. 1937 wurde das Gelände südlich von Karlsruhe geebnet und Brücken gebaut. Der Abschnitt Karlsruhe-Bruchsal soll am 1. Oktober 1937 eröffnet worden sein.
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Zwischen 1946 und 1951 wurde auf dem Autobahndreieck mit der A 8 das Karlsruher Dreiecksrennen ausgerichtet.
Nach der kriegsbedingten Baupause wurde am 26. August 1956 das Teilstück zwischen Bruchhausen und Baden-Baden eröffnet. 1960 wurde die Autobahn bis Offenburg fertiggestellt. Am 20. Juli 1962 wurde dann das letzte Teilstück bis Basel für den Verkehr freigegeben.
Die Autobahntankstelle in Karlsruhe wurde Anfang 1970er aufgeben.
Vergangene Baustellen
Vom 17. August 2009 an wurde die Fahrbahndecke, die noch aus den 1970er-Jahren stammte, in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen den Anschlussstellen Karlsruhe-Nord und Bruchsal (etwa in Höhe von Büchenau und Untergrombach) auf einer Länge von insgesamt etwa 3,4 Kilometern erneuert. Dabei wurde auch die Querneigung der Fahrbahn auf 2,5 Prozent für einen besseren Regenabfluss erhöht. Eine Betonmischanlage wurde hierzu auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Göll am Büchenauer Baggersee unweit der Autobahn installiert. Die Bauarbeiten wurden Ende Oktober 2009 beendet. Mobile Stauwarnanlagen wurden montiert, um Unfällen an Stauenden vorzubeugen. Die Kosten von etwa 4,9 Millionen Euro übernahm der Bund.
Fahrbahnsanierung in Höhe Untergrombach |
Mobile Betonmischanlage in Büchenau |
Privater Ausbau zwischen Baden-Baden und Offenburg
Das 41,5 Kilometer lange Teilstück der Rheintalautobahn zwischen Baden-Baden und Offenburg wird sechsspurig ausgebaut. Da die staatlichen Mittel aber knapp sind, wurde sowohl der Ausbau als auch der Betrieb für die nächsten 30 Jahre einem Konsortium um den französischen Baukonzern Vinci übertragen. Der Ausbau soll innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen werden. Die Baukosten werden auf ca. 250 Millionen Euro geschätzt. Das Konsortium erhält von der öffentlichen Hand eine Anschubfinanzierung und für die nächsten 30 Jahre einen Teil der Einnahmen aus der LKW-Maut zwischen Malsch und Offenburg. Zu den Betriebsaufgaben zählen unter anderem Ausbesserungs- und Instandhaltungsarbeiten, der Winterdienst, die Müllabfuhr sowie die Pflege der an der Teilstrecke befindlichen Rastplätze.
Die Umbauarbeiten haben im Mai 2009 begonnen. Da auf der Strecke einige Brücken über die Autobahn erneuert werden müssen, kommt es während der Bauarbeiten immer wieder zu Vollsperrungen. Auch mit erhöhtem Stauaufkommen ist baustellenbedingt zu rechnen.
Durch den vergleichsweise harten Winter 2009/2010 und starke Niederschläge im Frühjahr 2010 sowie die baustellenbedingte Umleitung des Verkehrs entstanden im Frühjahr 2010 große Schlaglöcher, die zu massiven Verkehrsbehinderungen führten und zeitaufwändig geflickt werden mußten, was nur mit Schwierigkeiten gelang. Ursache hierfür war auch die stark belastete, alte und lange Zeit nicht erneuerte Substanz des Fahrbahnbelags.
siehe auch
Weblinks
- Eine vollständige Liste aller Anschlussstellen der A 5 zusammen mit weiteren Informationen über die Anzahl der Fahrstreifen und Ausbaupläne findet sich hier.
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Bundesautobahn 5“
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „HaFraBa“
- Das Rhein-Neckar-Wiki zum Thema „Bundesautobahn 5“
- Seite des Betreibers des Abschnittes Malsch-Offenburg
- Webcams an der A 5
