Max-Jäger-Schule

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Max-Jäger Schule im Frühjahr 1967

Die Max-Jäger-Schule war eine Hauptschule mit Werkrealschule in Rastatt-Zay.

Geschichte

Die Max-Jäger-Schule wurde am 26. Juni 1956 eingeweiht. Oberbürgermeister Max Jäger, nach dem sie benannt ist, hatte sich sehr für die Volksschule eingesetzt, konnte aber ihre Eröffnung nicht mehr miterleben, da er am 13. Juli 1955, kurz nach dem Richtfest, verstarb. Anfangs war die Schule gut belegt, bereits 1960 wurde ein Nebengebäude mitbenutzt.

Rektoren bis 2007 waren Karl-Liepold Hitzfeld, Georg Schmehling, Ernst Josef Stracke, Franz Weisenburger und Gerhard Weber. 2007 wurde Norbert Haller, der bereits seit 1997 Konrektor war, zum Rektor.

1993 verließen die ersten Absolventen mit Mittlerer Reife die inzwischen angegliederte Werkrealschule. Es gab regen Schüleraustausch und Fußballturniere mit der tschechischen Myslbeka-Schule in Ostrov sowie Teilnahmen am Comenius-Programm[1].

Nach einem Beschluss von 2006 sollte die Schule 2010 geschlossen werden, ein Blick auf sinkende Schülerzahlen gab den Ausschlag. 2008 wurde bekannt, dass bereits ein Jahr früher das Ende kommen wird. Die Pläne für eine Umwandlung in eine Ganztagesschule, die das Überleben der Schule bedeutet hätte, lagen bereits in der Schublade, wurden aber aus finanziellen Gründen nie realisiert. Zuletzt gab es hier noch 130 Schüler und zwölf Lehrer.

Am 29. Juli 2009 war der letzte Schultag, Rektor Norbert Haller wechselte an die Merkurschule in Gaggenau-Ottenau.

Seit Dezember 2009 war der historische Klang der Turmuhr (steht unter Denkmalschutz und war ursprünglich ein Teil der Bundesfestung) verstummt, da sich ein Anwohner in seiner nächtlichen Ruhe gestört fühlte. Die Stadt investierte 1.000 Euro für eine elektrische Jalousie, die sich abends verschließt und morgens öffnet. Dadurch kann die Uhr seit Ende März 2010 wieder läuten.

Nachnutzung

Das Gebäude wurde nach Schließung der Schule für verschiedene Zwecke zur Verfügung gestellt: Die Gustav-Heinemannn-Schule nutze die Räume, genauso wie der Kindergarten von Maria-Königin und das Rote Kreuz. Im Obergeschoss probten einige Vereine.

Im Herbst 2013 wurde ein Teil des Geländes an einen Bauträger verkauft. Hier wird bis 2016 die integrative Kindertagesstätte Pünktchen der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal entstehen.

Adresse

Max-Jäger-Schule
Rosenstraße 56
76437 Rastatt

Dieser Ort im Stadtplan:

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Comenius-Programm“