Großherzogliche Grabkapelle
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Die Großherzogliche Grabkapelle steht im Fasanengarten am Klosterweg und der Lärchenallee. Sie ist letzte Ruhestätte für 17 Zähringer und war nie eine Kirche.
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Architektur und Geschichte
Erbaut wurde sie im Auftrag von Großherzog Friedrich I. von Baden und seiner Gemahlin Luise nach dem frühen Tod ihres Sohnes Ludwig Wilhelm (1865-1888). Bauzeit war von 1889 bis 1896, gebaut wurde nach Plänen von Friedrich Hemberger. Die Eröffnung fand am 29. Juni 1896 statt.
An der Ausstattung waren unter anderem Hermann Volz (Grabdenkmäler), Wilhelm Sauer (Büsten der Vierungspfeiler) und Hermann Binz (Greifenköpfe in der Krypta) beteiligt. Seitlich der Grabkapelle befinden sich zwei Brunnen.
Krypta
Seit 1946, nach der Zerstörung der evangelischen Stadtkirche, liegen die ursprünglich dort beigesetzten Familienmitglieder ebenfalls in der Krypta der Grabkapelle. Insgesamt sind in der Krypta 18 Särge, siehe auch den Gruftplan für Details.
Besichtigung
Die Grabkapelle ist von April 2012 bis Oktober 2012 jeweils von Donnerstag bis Sonntag für Besucher zu besichtigen.
Sonderführungen
Es gibt mehrfach im Jahr kostenpflichtige Sonderführungen, dazu ist eine Anmeldung erforderlich bei:
- Staatliche Schlösser und Gärten Bruchsal
- Telefon (0 72 22) 93 41 70
- Telefax (0 72 22) 93 41 71
- E-Mail: Service(at)Schloss-Bruchsal.de
Tag der offenen Tür
Tag des offenen Denkmals
Am Tag des offenen Denkmals 2002 war die Grabkapelle zu besichtigen, seither ist dies bei jedem dieser Tage gewesen und soll auch in Zukunft so sein.
2006
Zum 110-jährigen Jubiläum war sie am 29. Juni 2006 von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen. Die Organisation des Tages wurde unterstützt durch die Karlsruher Bürgerwehr, die unter anderem eine Ehrenwache stellte und bereits im Vorfeld die Außenanlagen ausgebessert und gesäubert hatte.
Lage
Ausgeschildert ist die Grabkapelle als Fürstliche Grabkapelle. Dieser Ort im Stadtplan:
- Yellowmap-Stadtwikiplan (auch mit Luftbild)
- 2009er Karlsruher Onlinestadtplan (und als farbiges Orthobild von 2011)
Literatur
- Faltblatt „Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe“ (mit Übersicht über die Gruft). Text: Holger Schumacher. Herausgeber: Staatliche Schlösser und Gärten - OFD Karlsruhe, Moltkestraße 10, und Staatliches Liegenschaftsamt, Blumenstraße 2a
- Bodo Blenk: Die Großherzogliche Grabkapelle. Ein Beitrag zur Stadtgeschichte. Hohenwestedt 1985
- Kurt Andermann: Das Großherzogliche Mausoleum im Fasanengarten in: Residenz im Kaiserreich. Karlsruhe um 1890. Karlsruhe, 1990 (Seiten 63–65).
- Annegret Kalvelage M.A.: Die Großherzogliche Grabkapelle (1888–1896) in Karlsruhe. Karlsruhe 2002 (Magisterarbeit)
- dieselbe: Fernab vom Getriebe der Stadt. Die Grablege der Großherzöge Badens in: „Denkmalpflege in Baden-Württemberg“ (Nachrichtenblatt des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg), Heft 3/2003, Seite 218 ff.
2011 erschien zudem ein Kurzführer, der in der Kapelle zum Preis von 50 Cent (Stand 1. Juni 2011) an der Kasse zu erwerben ist.
Presse
(Auswahl)
- Annette Borchardt-Wenzel: Sanfte Öffnung des Mausoleums, in: Badische Neueste Nachrichten („BNN“), Ausgabe Nr. 126 vom Mittwoch, 1. Juni 2011, Seite 6
- dieselbe: Ruhe im tiefsten Waldfrieden gefunden, in: DER SONNTAG vom Sonntag, 5. Juni 2011, Seite 4
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz „Großherzogliche Grabkapelle“
- Die offizielle Webpräsenz der Stadt Karlsruhe zum Thema „Grabkapelle – offenes Denkmal 2002“
- Die Grabkapelle der Großherzöge von Baden auf der Webpräsenz des Vereins zur Pflege der Friedhofs- und Bestattungskultur
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe“
- Stammtafel mit Vermerk der Bestattungsorte auf der Webpräsenz der Landesvereinigung Baden in Europa