Karlsruher Schloss

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Lageplan Schloss Karlsruhe
Das Schloss im Juni 2011 aus der Luft mit dem Schlossgarten und dem Schlossplatz sowie dem Karlsruher Fächer
Das Schloss und der westliche Schlossplatz im Jahr 1896

Das Karlsruher Schloss ist das Zentrum des Karlsruher Fächers. Es wurde zwischen 1715 und 1718 im Auftrag des Markgrafen Karl Wilhelm von Baden-Durlach errichtet und war bis 1918 Residenzschloss des jeweils regierenden Landesherrn (Markgrafen, später Großherzogs, von Baden).

Vor dem Schloss liegt der Schlossplatz. Direkt hinter dem Schloss beginnt der Schlossgarten. Das Schloss samt Platz und Garten gehört nicht der Stadt Karlsruhe, sondern dem Land Baden-Württemberg. Es beherbergt das Badische Landesmuseum und das Schlosscafé.

Vom Schlossturm aus hat man einen guten Blick in den Karlsruher Fächer. Dafür muß man 158 Stufen überwinden.

Schloss-Panorama

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglicher Bau 1715

Baumeister des zwischen 1715 und 1718 gebauten Schlosses war der Ingenieur-Leutnant Jakob Friedrich von Batzendorf. Teile des Gebäudes wurde auch aus Holz errichtet.

Sanierung und Umbau ab 1746

Ab 1746 musste das Schloss grundlegend saniert werden. In der Zeit zwischen 1752 und 1785 wurde es nach mehrfach geänderten Plänen Balthasar Neumanns von Albrecht Friedrich von Kesslau (um 1728-1788), dem damaligen Baudirektor am badischen Hof, und von seinem Nachfolger Wilhelm Jeremias Müller im Stil des Barock vollständig aus Stein umgebaut. Dabei wurde das Schloss auch im Inneren mehrfach verändert und neu möbliert.

Im Jahr 1846 wurden die Schlossräume sowie der Schlossplatz und die südlich daran angrenzenden Ministerien erstmals mittels Stadtgas und Gaslaternen beleuchtet.

Badisches Parlament

Der Gartensaal war 1819 der Tagungsort der Zweiten Kammer des badisches Parlaments.

Badische Revolution 1848/1849

1849 wurde Großherzog Leopold von badischen Revolutionären zeitweise aus dem Schloss vertrieben.

20. Jahrhundert

Aufzug der Schlosswache (1. Bad. Leibgren.-Regt № 109); colorierte Aufnahme vor dem Weltkrieg 14/18

Bis zum Tod Großherzog Friedrichs I. im Jahr 1907 wohnte dieser auch im Schloss. Nach dem Tod Friedrichs I. zog dessen Gemahlin Großherzogin Luise nicht auf einen Witwensitz, sondern blieb bis zum Ende der Monarchie 1918 im Schloss; ihr Sohn, nun Großherzog Friedrich II., wohnte weiterhin im Erbgroßherzoglichen Palais (heute Sitz des BGH).

1921 wurden in der ehemaligen Residenz die Sammlungen für Altertums- und Völkerkunde und die Bestände des Kunstgewerbemuseums als Badisches Landesmuseum zusammengeführt.

Im Zweiten Weltkrieg erhielt das ganze Schloss einen dunklen Tarnanstrich, um eine Zielerfassung aus der Luft zu erschweren. Im September 1944 wurde das Karlsruher Schloss durch Bombenangriffe dennoch total zerstört. Es wurde wiederaufgebaut – trotz zwischenzeitlicher Überlegungen, die Ruine für die Schaffung neuen Wohnraumes abzureißen – und die historische Fassade wiederhergestellt. Beim Wiederaufbau wurden den neuesten museumstechnischen Bedingungen entsprechende Säle gestaltet.

Maryland State House

Der Turm des State House in Annapolis, Maryland (USA) sieht dem Turm des Karlsruher Schlosses so ähnlich, dass spekuliert wird, dass dieser eine Nachbildung ist.[1]

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

(H)  nächste Haltestelle: Marktplatz   
(H)  nächstes Parkhaus oder Tiefgarage: Parkhaus Schlossplatz    

Literatur

Weblinks

Fußnoten

  1. Maryland State Archives. „The Story of the Maryland State House and Its Dome“
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