Knielingen

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Stadtteilplan Knielingen Überblick
Stadtteilplan Knielingen Detail

Knielingen ist der älteste urkundlich nachgewiesene Karlsruher Stadtteil.

Geschichte

Im Jahre 786 wird Knielingen erstmals als Cnutlinga im Codex des Klosters Lorsch erwähnt. Grabungsfunde verweisen auf eine Besiedlung bereits in der Bronzezeit.

Die Geschicke Knielingens waren schon immer sehr stark vom Rhein beinflusst. Tullas Rheinkorrektur ab 1817 führte zum Verlust von heute linksreinisch liegenden Flächen.

Mit etwa 2.000 ha ist Knielingen der flächenmäßig zweitgrößte Karlsruher Stadtteil.

Der Spitzname der Bewohner lautet Holzbiere, danach ist der Holzbierebuckel benannt.

Ende der Selbstständigkeit

Mit einer Anordnung des Gauleiters in Baden Robert Wagner wurde die 5.250 Einwohner zählende Gemeinde am 1. April 1935 ein Teil der Stadt Karlsruhe.

Wappen

Knielingen
Inschrifttafel-Rathaus-Knielingen

Das Wappen des ältesten, bereits 786 erwähnten nach Karlsruhe eingemeindeten Vororts zeigt ein schwarzes Pentagramm, auch Drudenfuß genannt. Spätestens seit 1568 besaß Knielingen ein eigenes Siegel mit diesem Ortszeichen, das den Heraldikern bei den Erklärungsversuchen große Schwierigkeiten bereitet. Am Knielinger Rathaus ist heute noch die Inschrifttafel mit dem Pentagramm zu sehen, die vom alten Rathaus stammt und anlässlich dessen Wiederaufbaus im Jahr 1719 angebracht wurde.

Die Wappenfarben Schwarz-Gold wurden 1895 auf Vorschlag des Generallandesarchivs vom Knielinger Gemeinderat angenommen.

Schule 1901

Auszug aus dem Schulbefehlsbuch Knielingen 1856 (im Besitz des Museumsverein Knielingen):

"Die Klassen des Hauptlehrers Wißwässer erschienen frisch und bekundeten gutes Verständnis des Gelesenen. Klasse VII verriet gute grammatische Kenntnisse und zeigte sich im Kopfrechnen ihrer Aufgabe gewachsen. In Klasse V vermissten wir doch die Gewöhnung an einen festen sicheren Gesang. Da ein ziemlicher Teil der Mädchen über die Klasse VII nicht hinauskommt, sind in dieser Klasse in Zukunft die geographischen Pensa des 7. u. 8. Schuljahres zusammenzufassen. Aus dem gleichen Grund sollte in dem Geschichtsunterricht in dieser Klasse das früher gelernte repetiert und der neueren Deutschen Geschichte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden."

Großh. Kreisschulvisitatur
Karlsruhe, den 30. März 1901

Museum

Ein lebendiges Museum (Eigenwerbung) ist das Knielinger Museum in Maxau.

Kirchen

Personen

Panorama

Das Panorama zeigt Knielingen vom Windmühlenberg dem ehemaligen Müllberg von Karlsruhe aus in nord-westlicher Richtung. Links die Pferderennbahn, unten ein Straßenbahndepot. Rechts im Bild die Fa. Siemens. Links im Hintergrund ist die Raffinerie der Fa. MiRO zu sehen. Ganz links am Ortsende die evangelische Kirche. Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche ist in der Bildmitte zu sehen.


Straßenfest und Spaßbootrennen

In Knielingen fand bis 2009 alle zwei Jahre (in den ungeraden Jahren) ein Straßenfest in der Saarlandstraße und Untere Straße . Jeweils am Samstag des Straßenfests fand von 1993 bis 2009 ein Spaßbootrennen auf der Alb zwischen Burgaubrücke und Kirchgaubrücke statt. Da das Streck an der Alb nun unter Naturschutz steht hat das Regierungspräsidium keine weiteren Spaßbootrennen erlaubt.

2009 wurde im Juli das 50-jährige Bestehen des Bürgervereins gefeiert, deshalb gab es anstelle des Straßenfests vom 10. bis 13. Juli 2009 einen Festbetrieb auf dem Festplatz beim Holzbierebuckel. Neben den Spaßbootrennen gab es ein Soccerturnier.

2015 wird es vom 10.- 12.Juli ein Straßenfest in der Reinmuthstraße geben.

Historische Gebäude

Vereine

In Knielingen gibt es ca. 40 verschiedene Vereine; die Adressen und Links zu den Homepages sind auf der Seite des Bürgerverein Knielingen unter Vereine zu finden.

siehe auch

Weblinks

Karlsruher Stadtteile