Lorscher Codex

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Der Lorscher Codex ist eine Dokumentensammlung des Klosters Lorsch aus dem 12. Jahrhundert. Das handschriftliche Buch enthält Abschriften oder Kurzfassungen von Rechtsvorgängen wie zum Beispiel Kaufverträgen, Schenkungsurkunden und Ähnlichem. Diese Vorgänge wurden aufgezeichnet, um die Rechte und Besitztümer des Klosters Lorsch zu einer Zeit zu dokumentieren, als das Kloster bereits an Macht verlor. Von den Originalurkunden sind heute keine mehr vorhanden.

Der Lorscher Codex wird im bayerischen Staatsarchiv in Würzburg aufbewahrt.

Oftmals stellt die Eintragung in diesen Codex die früheste urkundliche Erwähnung eines Ortes dar.

Seit 2002 gibt es eine Faksimilehandschrift.

Literatur

  • Minst, Karl Josef: Lorscher Codex : deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch / nach d. lat. Text d. Urschrift wiedergegeben von Lamey (1768-1770) und Glöckner (1929-1936), ins Dt. übertr. von Karl Josef Minst. - Lorsch : Verlag Laurissa; (dt.) Original: Codex Laureshamensis (6 Bände)
(In der Badischen Landesbibliothek vorhanden)
  • Codex Laureshamensis. Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch. Faksimileausgabe der Handschrift im Staatsarchiv Würzburg, herausgegeben von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und dem Kuratorium Weltkulturdenkmal Kloster Lorsch e.V., Bd. 1: Faksimile, Neustadt a.d. Aisch, Verlag Degener & Co., 2002, ISBN 3-7686-5185-1

Weblinks