Bulach

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Bild:Disambig-50px.png Dieser Artikel bezieht sich auf das Stadtviertel Bulach im Stadtteil Beiertheim-Bulach in Karlsruhe. Für andere Bulach siehe Bulach (Begriffsklärung).

Stadtteilplan Beiertheim-Bulach
Stadtteilplan Beiertheim-Bulach

Bulach ist ein Stadtviertel im Südwesten Karlsruhes. Zusammen mit Beiertheim bildet es den Stadtteil Beiertheim-Bulach. Die Postleitzahl lautet einheitlich 76135.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Der alte Kern von Bulach ist der Bereich zwischen dem Bahnbetriebswerk, der verlängerten Brauerstraße Richtung Ettlingen und der Südtangente. Im Industriegebiet zwischen der Südtangente und der Maxaubahn Hauptbahnhof - Westbahnhof erstreckt es sich weiter nach Westen bis zur Junker-und-Ruh-Straße. Im Süden schließt es Gut Scheibenhardt ein.

Geschichte

Der Wäscherinnenbrunnen preist Bulachs Ruhm als Dorf der Wäscherinnen.
Der Wäscherinnenbrunnen preist Bulachs Ruhm als Dorf der Wäscherinnen.

Erste urkundliche Erwähnung am 18. Mai 1193: In einer päpstlichen Urkunde wird eine Mühle zu Bulande erwähnt.

Am 21. Dezember 1837 wird die St. Cyriakus-Kirche von Baumeister Heinrich Hübsch eingeweiht, der Volksmund nennt sie „Dom der Hardt“. Sie ist in Karlsruhe weithin sichtbar, z.B. vom Lauterberg, vom Turmberg oder von Mann Mobilia.

Bereits 1907 bemühte sich die Stadt Karlsruhe um die Eingemeindung Bulachs, das damals eine wohlhabende Landgemeinde war.

Eingemeindung

Bereits vor dem 1. Weltkrieg gab es Bestrebungen der Stadt, den Ort Bulach einzugemeinden. Da Bulach aber recht finanzkräftig war, gelang dies nicht. Wegen des Ersten Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise geriet die Gemeinde in finanzielle Schwierigkeiten, die Folge war die Eingemeindung am 1. April 1929. Im Eingemeindungsvertrag wurde die Anbindung an das Karlsruhe Straßenbahnnetz (nie realisiert) und der Bau einer Turnhalle (in den 80ern gebaut) vereinbart. Zum Zeitpunkt der Eingemeindung hatte Bulach eine Fläche von 529,42 ha und 2.450 Einwohner.[1]

Industriegebiet Bannwaldallee

Die Stadt kam so zu dem Industriegebiet in der Bannwaldallee. Hier war unter anderem die Nähmaschinen- und Gasherdfabrik Junker und Ruh mit 1200 Beschäftigten ansässig, sie wurde 1968 geschlossen.

Weitere Ausdehnungsmöglichkeiten ergaben sich im Gewann Oberreut und Feldlage.

Familienkunde

Häufige Bulacher Namen: u.a. Axtmann, Bohner, Braun, Becker, Dillmann, Feininger, Fitterer, Fichttaler, Gartner, Lauinger, Martin, Richter, Schätzle, Weber, Zöller

Heute

Daten und Statistik

Fläche: 234,19 ha (01.01.2003)

Einwohnerzahl: 2.600 Einwohner (01.01.2003)
Einwohnerdichte: 11,10 Wohnbevölkerung/ha (01.01.2003)

Die Mobilitätsziffer (Zu- und Wegzüge je 100 Einwohner) liegt mit 19,8 (2004) deutlich unter dem Wert Beiertheims von 28,4 und der Gesamtstadt von 30,4.[2]

In Bulach gibt es viele alte Fachwerkhäuser wie dieses von 1782.
In Bulach gibt es viele alte Fachwerkhäuser wie dieses von 1782.

Gemeindeleben in Bulach

Das Bulacher Rathaus, entworfen von Hugo Slevogt, erbaut  1905
Das Bulacher Rathaus,
entworfen von Hugo Slevogt, erbaut 1905

Bürgerverein

siehe Bürgerverein Bulach

Bulacher Maibaum 2004
Bulacher Maibaum 2004

Die Vereine

In der Arbeitsgemeinschaft Bulacher Vereine sind die in Bulach ansässigen Vereine zusammengefasst. Vorsitzender ist Klaus Alteg, Litzenhardtstraße 47, Telefon: (0721) 86 17 60.

Eugenie Stobbe, Laurentiusstraße 5, Telefon: (0721) 86 54 13
Wachthäusle: Litzenhardtstraße 64
große Gartenbahnanlage Spurweite 5 Zoll: im DB-Werk, Karlsruhe Hbf., Petergraben
Angela Geiger, Hohenzollernstraße 38, Telefon: (0721) 81 67 07
Wachthäusle: Litzenhardtstraße 64
Arno Butz; Petergraben 9, Telefon: (0721) 86 13 72
Rathaus Bulach, Grünwinkler Straße 10
Heinz Hänel, Wilhelm-Leuschner-Straße 61, 76189 Karlsruhe, Telefon: (0721) 86 31 72
Gasthaus Traube, Litzenhardtstraße 101, Telefon: (0721) 86 17 68
Hugo Braun, Litzenhardtstraße 90, Telefon: (0721) 86 14 56
Peter Huber, Pappelweg 86, 76275 Ettlingen, Telefon: (07243) 1 61 45
Rathaus Bulach, Grünwinkler Straße 10, Offizielle Webpräsenz

Kirchengemeinden in Bulach

Feuerwehr

Nicht mehr bestehende Vereine

Naturfreunde Bulach, nach dem Verbot durch die Nazis 1933, Wiedergründung 1945 als TV Die Naturfreunde Ortsgruppe Karlsruhe

Kindergärten

Schule

Unternehmen

Ansicht der Litzenhardtstraße von den Gleisen Richtung Norden
Ansicht der Litzenhardtstraße von den Gleisen Richtung Norden

Trivia

  • Die Bulacher haben den Spitznamen "Nachtwächter", da der Stundenruf des Nachtwächters in Bulach am längsten erhalten geblieben ist.
  • Ihr Stadtviertel nennen die Bewohner selbst „Bulich”.
  • Bubenspruch;
Der Pfarrer von Bulach
der fiel in e Kuhlach
ham sen rauszoge
ischer widder neigfloge.

Literatur

Herbert Maisch: „Bulacher Ortschronik. Vom Kirchdorf am Wald zum Stadtteil an der Autobahn“ Zu 800 Jahre Bulach 1193-1993, Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe-Bulach

Lage

Fußnoten

  1. Quelle: Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung
  2. Quelle: Karlsruhe, Amt für Stadtentwicklung
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