XIV. Armeekorps

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:

Wechseln zu: Navigation, Suche

Das (Königlich Preußische) XIV. Armeekorps (XIV. AK) war das badische Armeekorps innerhalb der Königlich Preußischen Armee. Der Sitz des Generalkommandos war Karlsruhe, die Hauptstadt des Großherzogtums.

Kontingentsherr des XIV. AK war der Großherzog von Baden, der auch Chef seiner Leibregimenter war.

Erster Kommandierender General des XIV. Armeekorps war August von Werder.

Die Akten des XIV. AK lagern im Generallandesarchiv.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung

Stand 1914

  • 28. Division (Karlsruhe)
    • 55. Infanteriebrigade (Karlsruhe)
    • 56. Infanteriebrigade (Rastatt)
    • 28. Kavalleriebrigade (Karlsruhe)
    • 28. Feldartilleriebrigade (Karlsruhe)
  • 29. Division (Freiburg)
    • 57. Infanteriebrigade (Freiburg)
    • 58. Infanteriebrigade (Mülhausen im Elsaß)
    • 84. Infanteriebrigade (Lahr)
    • 29. Kavalleriebrigade (Lahr)
    • 29. Feldartilleriebrigade (Freiburg)

Einheiten

Das XIV. Armeekorps umfaßte (Stand 1914) folgende selbständigen Truppenteile:

Infanterie

  • Füsilier-Regiment 'Fürst Karl Anton von Hohenzollern' (Hohenzollernsches) Nr. 40, Rastatt
  • 1. Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109, Karlsruhe
  • 2. Badisches Grenadier-Regiment 'Kaiser Wilhelm I.' Nr.110, Mannheim und Heidelberg
  • Infanterie-Regiment Markgraf 'Ludwig Wilhelm' (3. Badisches) Nr. 111, Rastatt
  • 4. Badisches Infanterie-Regiment 'Prinz Wilhelm' Nr. 112, Mülhausen i. E.
  • 5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113, Freiburg
  • 6. Badisches Infanterie-Regiment 'Kaiser Friedrich III.' Nr. 114, Konstanz (und Wachtkommando auf Burg Hohenzollern)
  • 7. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 142, Mülhausen i.E. und Müllheim
  • 8. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 169, Lahr und Villingen
  • 9. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 170, Offenburg und Donaueschingen

Kavallerie

Artillerie

Pioniere und Train

Uniformierung

Die Uniformierung entsprach ganz der übrigen preußischen Armee, es gab jedoch bei den badischen Truppenteilen (das Preußische Füsilier-Regiment Nr. 40 preußische Uniform) als Besonderheit den badischen Greif als Helmzier; auch wurden zusammen mit der preußischen Kokarde bzw. der Reichkokarde (ab 1897 eingeführt anläßlich des 100. Geburtstags des Reichsgründers Kaiser Wilhelms I.) eine in den badischen Farben getragen.

Allgemeine Besonderheiten bei den badischen Truppenteilen waren ferner bei den Offizieren: in Portepeeriemen, Schärpenband und Feldbinde befand sich zusätzlich ein roter Längsfaden; es wurden Säbel nach besonderer badischer Probe (Badischer Infanterie Offiziersäbel M 56; Badischer Kavallerie Offiziersäbel) mit silbernem Bügelgriff getragen, Löwen- bzw. Greifen-Kopf gestattet. Vizefeldwebel und Feldwebel (Portepée-Unteroffiziere mit dem Recht die Offizierseitenwaffe zu tragen), trugen jedoch preußische Degen, also den IOD 89 mit dem preußischen Adler zum Helm (der berühmten "Pickelhaube") mit dem badischen Greif! Die Paradeüberdecken hatten in der hinteren Ecken den "Stern der Treue" in Silber gestickt mit rotem Ordenskreuz in goldenem Mittelfeld (Foto).

Weblinks

Persönliche Werkzeuge