XIV. Armeekorps

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Das Gebäude des Generalkommandos in der Hans-Thoma-Straße, 2004
Das Gebäude des Generalkommandos in der Hans-Thoma-Straße, 2004
Detail: Informationstafel
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Das (Königlich Preußische) XIV. Armeekorps, kurz XIV. AK, war das badische Armeekorps innerhalb der Königlich Preußischen Armee. Der Sitz des Generalkommandos[1] war Karlsruhe, die Hauptstadt des Großherzogtums.

Kontingentsherr des XIV. AK war der Großherzog von Baden, der auch Chef seiner Leibregimenter war.

Palais von Werder, Bismarckstraße 2, Sitz der Kommandierenden Generale des XIV. AK
Palais von Werder, Bismarckstraße 2, Sitz der Kommandierenden Generale des XIV. AK

Erster Kommandierender General des XIV. Armeekorps war August von Werder (1808–1888).

Die Akten des XIV. AK lagern im Generallandesarchiv.

Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung/Schreibweise

Obwohl Armeekorps mit römischen Zahlen[2] bezeichnet wurden, tritt vereinzelt auch die Schreibweise mit arabischen Zahlen auf, so beipielsweise im 1898 erschienenen Stadtführer „Karlsruhe“ im siebten Kapitel („Das Militär“) auf Seite 47.

Gliederung

Stand 1914

Einheiten

Das XIV. Armeekorps umfaßte (Stand 1914) folgende selbständigen Truppenteile:

Infanterie

Fahnenträger der „Hohenzollernfüsiliere“
Fahnenträger der „Hohenzollernfüsiliere
Infanterist des Ersten Weltkriegs in Felduniform, am Rathausturm in Ettlingen
Infanterist des Ersten Weltkriegs in Felduniform, am Rathausturm in Ettlingen

Kavallerie

Artillerie

Pioniere und Train

Uniformierung

Die Uniformierung entsprach ganz der übrigen preußischen Armee, es gab jedoch bei den badischen Truppenteilen (das Preußische Füsilier-Regiment Nr. 40 preußische Uniform) als Besonderheit den badischen Greif als Helmzier; auch wurden zusammen mit der preußischen Kokarde[3] bzw. der Reichkokarde (ab 1897 eingeführt anlässlich des 100. Geburtstags des Reichsgründers Kaiser Wilhelms I.) eine in den badischen Farben getragen.

Allgemeine Besonderheiten bei den badischen Truppenteilen waren ferner bei den Offizieren: in Portepeeriemen, Schärpenband und Feldbinde befand sich zusätzlich ein roter Längsfaden; es wurden Säbel nach besonderer badischer Probe (Badischer Infanterie Offiziersäbel M 56; Badischer Kavallerie Offiziersäbel) mit silbernem Bügelgriff getragen, Löwen- bzw. Greifen-Kopf gestattet. Vizefeldwebel und Feldwebel (Portepée-Unteroffiziere mit dem Recht die Offizierseitenwaffe zu tragen), trugen jedoch preußische Degen, also den IOD 89 mit dem preußischen Adler zum Helm (der berühmten "Pickelhaube") mit dem badischen Greif! Die Paradeüberdecken hatten in der hinteren Ecken den "Stern der Treue" in Silber gestickt mit rotem Ordenskreuz in goldenem Mittelfeld (Foto).

Geschichte


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Aufstellung, Auflösung/Abwicklung nach dem Ersten Weltkrieg

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Während der großen Herbstübungen war im September 1885 Prinz Wilhelm von Preußen (der spätere Kaiser Wilhelm II.), damals Major, zur Dienstleistung beim Generalkommando des XIV. Armeekorps kommandiert.[4] Er selbst erinnerte sich später in seinen Memoiren „Aus meinem Leben“ daran und schrieb:

„Während des Kaisermanövers wurde ich zum Stab des Generals v. Obernitz, Kommandierendem General des XIV. Armeekorps, kommandiert. In dem abwechslungsreichen Gelände zwischen Karlsruhe und Ettlingen zeigten sich die Truppen in bester Verfassung. Die von Oberst Edler von der Planitz, dem späteren Generalinspekteur der Kavallerie, kommandierte Kavalleriebrigade zeichnete sich durch schneidige Attacken besonders aus. Auf der Höhe von Ettlingen erhielt ich am 16. September, dem letzten Manövertage, die Allerhöchste Kabinettsorder mit der Ernennung zum Kommandeur des Garde-Husarenregiments unter Beförderung zum Oberst. Planitz war der erste, der mir gratulierte.
[...] Ich begleitete dann meinen Großvater zu den Kaisermanövern des XIII. Armeekorps nach Stuttgart.“
(Seite 210 f.)[5]

17 Jahre lang garnisonierte im Gebiet des XIV. Armeekorps auch das Infanterie-Regiment Keith (1. Oberschlesisches) Nr. 22, das von 1871 bis 1888 in Rastatt stationiert war.[6]

Literatur

zeitgenössische/Quellen

  • „Korps-Verordnungs-Blatt für das XIV. Armeekorps“, 1908 bis 1919[7]
  • „Karte zum Kaisermanöver des 14. und 15. Armeekorps 1893“, Maßstab 1:200.000, Bruchsal (Katz) 1893[8]
  • „Unser Korps 1914/15“ (Untertitel: „Ein Erinnerungsbuch!“), „Feld-Ausgabe“, im Auftrag des Generalkommandos herausgegeben von Hauptmann a.D. v. Hugo, Stuttgart und Karlsruhe (Franckh'sche Verlagshandlung W. Keller & Co.)

Weblinks

Fußnoten

  1. Allgemein zu dieser Institution siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Generalkommando“
  2. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Römische Zahlen“
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Kokarde“
  4. Kapitel Der Chef der Armee: Kaiser Wilhelm II. (Seiten 5–9), in: Klaus v. Bredow und Ernst v. Wedel: Historische Rang- und Stammliste des deutschen Heeres, Berlin (Scherl) 1905
  5. zitiert nach der 6. Auflage (Kaiser Wilhelm II.: „Aus meinem Leben 1859–1888“, Verlag von K.F. Koehler, Berlin und Leipzig, 1927)
  6. Rainer Wollenschneider: Schlesische 22er-Soldaten als Fotostars, in: BNN Ausgabe Rastatt/Murgtal, Nr. 257 vom Freitag, 6. November 2009, Seite 20
  7. in der Badischen Landesbibliothek (BLB) vorhanden: die Jahrgänge von 1916 bis 1919 (lückenhaft): OZB 389
  8. in der BLB vorhanden: 60 A 2361
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