Philippsburg

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Philippsburg liegt in der Oberrheinischen Tiefebene. Die frühere Festungstadt liegt zwischen den Großstädten Mannheim und Karlsruhe. Die Stadt ist auch durch das Atomkraftwerk auf der Rheinschanzinsel bekannt.

Zu Philippsburg gehören neben der Kernstadt mit etwa 7.500 Einwohnern die Stadtteile Huttenheim (ca. 2.500 Einwohner) und Rheinsheim (ca. 2.700 Einwohner).

Philippsburg wird im Volksmund auch Scherrburg, siehe auch Mundartlexikon.

Sehenswert ist die „Jugendspielfesthalle” in der Kernstadt Philippsburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Historische Postkarte vom alten Kriegerdenkmal (1870/71)
Historische Postkarte vom alten Kriegerdenkmal (1870/71)

Der Name der Stadt geht auf die Festung Philippsburg zurück, die 1615 von dem Speyerer Bischof Philipp Christoph von Sötern gegründet worden war. Bis zum Jahre 1623 hieß die Stadt Udenheim.

Udenheim wurde 764 zum ersten Mal in einer Urkunde des Kloster Lorsch erwähnt. Das Hochstift Speyer erwarb den Ort 1316. Ludwig der Bayer erhob Udenheim 1338 zur Stadt. Seit 1371 war es Residenz der Speyerer Fürstbischöfe. Die Gründung der Festung erfolgte, weil sich Speyer durch die umliegenden protestantischen Gebiete in seiner Macht bedroht fühlte. Im Dreißigjährigen Krieg wechselte die Herrschaft über den Ort, der große Zerstörungen hinnehmen musste, mehrfach. Aber auch nach Ende dieses Krieges gingen die Kämpfe weiter: 1644 nahmen französische Truppen die Stadt ein und erst 1676 gelang Reichstruppen nach blutigen Schlachten die Rückeroberung. Aber bereits 1688 obsiegten die Franzosen erneut. Im Frieden von Rijswijk wurde die Stadt dann wieder dem Heiligen Römischen Reich zugesprochen.

Durch die Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Philippsburg dann 1803 an das Großherzogtum Baden und wurde zunächst Sitz des Amtes Philippsburg, das 1864 im Bezirksamt Bruchsal (ab 1939: Landkreis Bruchsal) aufging.

1936 wird die evangelische Kirche und die Gewerbeschule gebaut. Am 10. November 1938 brannte auch hier die Synagoge und die jüdischen Mitbürger wurden deportiert.

Am 1. April 1945 wurde Philipsburg von den Franzosen besetzt und beendete die Diktatur. In der Folgezeit gab es ein Zuzug von Heimatvertriebenen. Von 1961 bis 1996 war Philippsburg wieder Garnisonsstadt.

1972 wurden Huttenheim und Rheinsheim bei der Verwaltungsreform als Stadtteile eingemeindet und ein große Bildungszentrum mit Gymnasium, Realschule und Sonderschule eingerichtet.

Quelle: Geschichte Philippsburg von Ekkehard Zimmermann [1]

Wirtschaft

Philippsburg ist bekannt durch sein Kernkraftwerk und die Goodyear-Reifenwerke.

Das weltweit bekannte Martin-Horn, umgangssprachlich auch Martinshorn, wird bei Max B. Martin seit 1952 in Philippsburg hergestellt.

Gastronomie

Auszeichnungen

Philippsburg ist „Kommune des Jahres 2007“, eine Auszeichnung der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Vereine

Adresse

Stadtverwaltung Philippsburg
Huttenheimer Landstrasse
76661 Philippsburg
Telefon: (0 72 56) 87 - 0
Telefax: (0 72 56) 87 - 1 19
E-Mail: info(at)philippsburg.de

Veranstaltungen

Jährlicher Frühjahrs- und Spätjahrsmarkt im Stadtzentrum von Philippsburg.

Verkehr

Der Bahnhof
Der Bahnhof

Regionalbahn

 R92  Richtung Graben-Neudorf

(H)  nächste Haltestelle: Graben-Neudorf Nord    

Bus

Hier in Philippsburg fährt der Bus 192

Weblinks

Philippsburger Stadtteile
Huttenheim, Philippsburg und Rheinsheim sind die Stadtteile Philippsburgs.
Orte im Landkreis Karlsruhe
Bad Schönborn, Bretten, Bruchsal, Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Ettlingen, Forst, Gondelsheim, Graben-Neudorf, Hambrücken, Karlsbad, Karlsdorf-Neuthard, Kraichtal, Kronau, Kürnbach, Linkenheim-Hochstetten, Malsch, Marxzell, Oberderdingen, Oberhausen-Rheinhausen, Östringen, Pfinztal, Philippsburg, Rheinstetten, Stutensee, Sulzfeld, Ubstadt-Weiher, Waghäusel, Waldbronn, Walzbachtal, Weingarten (Baden) und Zaisenhausen bilden den Landkreis Karlsruhe.

Fußnoten

  1. http://philippsburg.inmeco.de/?Info/Geschichte/Geschichte_PH&navorigin=/Info/Geschichte/Geschichte_PH
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