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Grafen von Eberstein
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Die Grafen von Eberstein waren ein Adelsgeschlecht, das zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert im badischen Raum über Besitzungen verfügte. Den Grafentitel führten erstmals die Brüder Eberhard IV. († 1263) und Otto I. († 1278) in ihren Siegeln.
Bis 1085 hatten sie ihren Wohnsitz in der Rheinebene, wo ihnen Besitzungen zwischen Sinzheim und Ottersweier gehörten. Sie werden erstmals urkundlich in einer Schenkungsurkunde des Klosters Reichenbach erwähnt. Zu dieser Zeit verlegten sie ihren Wohnsitz auf die Burg Alteberstein.
Im 12. Jahrhunderts legten sie sich vor allem im Murgtal Besitztümer zu, während ihre Gegner, die Markgrafen von Baden, sich eher auf das Oostal konzentrierten.
Berthold IV. von Eberstein stiftete 1149/1150 das Zisterzienserkloster Bad Herrenalb. 1180 gründete Bertholds Sohn Eberhard III. von Eberstein das Kloster Frauenalb.
Ab dem 13. Jahrhundert ging es mit der Herrschaft der Ebersteiner bergab. Durch Überschuldung gingen ihnen Besitztümer verloren. Sie mussten Alteberstein veräußern und ihren Sitz nach Neu-Eberstein (heute Schloss Eberstein) verlegen. Ab Ende des 14. Jahrhunderts verfügten sie über keinerlei Besitzungen mehr. Mit dem Tod von Graf Kasimir im Jahr 1660 starb das Geschlecht im Mannesstamm aus.
Inhaltsverzeichnis |
Siedlungsgründungen im 12. Jahrhundert
- Gernsbach
- Kuppenheim
- Neuburg am Rhein, ursprünglich rechtsrheinisch gelegen
- Bretten
- Gochsheim, heute Stadtteil von Kraichtal
Sagen
Ursprung des Rosenwappens
"Als Kaiser Otto seine Feinde geschlagen und die Stadt Straßburg bezwungen hatte, lagerte er vor der Burg der Grafen Eberstein, die es mit seinen Feinden hielten. Das Schloß stand auf einem hohen Fels am Wald (unweit Baden in Schwaben), und dritthalb Jahr lang konnte es das kaiserliche Heer immer nicht bezwingen, sowohl der natürlichen Festigkeit als der tapfern Verteidigung der Grafen wegen. Endlich riet ein kluger Mann dem Kaiser folgende List:..." (weiterlesen bei Projekt Gutenberg)
Grafensprung
Weitere Sagen befassen sich dem legendären Grafensprung. Von Feinden derart in Bedrängnis gebracht, dass er sich keinen anderen Ausweg mehr wusste, soll Graf Wolf von Eberstein mit seinem Pferd von seinem Schloss Eberstein senkrecht bergab in die Murg gesprungen sein. Ob Pferd und Reiter das überlebt haben, da gehen die Erzählungen auseinander.
Ehrungen
Nach den Grafen von Eberstein sind verschiedene Straßen und Gebäude benannt.
- Ebersteinhalle in Gernsbach
- Wolf-Eberstein-Halle in Muggensturm
- Ebersteinstraße, Hohenwettersbach
- Graf-Eberstein-Straße, Rüppurr
- Graf-Eberstein-Straße (Ettlingenweier)
- Graf-Eberstein-Schloss, Gochsheim, Stadtteil von Kraichtal
Siehe auch
- Kraichtal-Neuenbürg
del.icio.us
Mr.Wong
