Johannes Gothe

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johannes Gothe (* 27. August 1898; † 8. Mai 1979 in Oberhausen/Breisgau) war ein katholischer Priester, der als langjähriger Pfarrer in Huttenheim wirkte und Ehrenbürger des Ortes ist.

Leben und Wirken

Gothe wurde im Februar 1898 in einem Dorf in Lothringen geboren. Latein und Französisch lernte er bei seinem Dorfpfarrer, der auch seinen Wunsch, Priester zu werden, förderte. Mathematik lernte Gothe zunächst beim Vater.

Im Alter von 10 Jahren kam er nach Straßburg, wo er ein Gymnasium besuchte. Die schriftliche Prüfung legte er im Alter von 16 Jahren ab. Anschließend studierte er an der Straßburger Universität und am Priesterseminar des selben Ortes. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Bahnangestellter am Straßburger Bahnhof.

Als der Erste Weltkrieg sich hinzog, melde er sich freiwillig zum Kriegsdienst und wurde zum II. Fußartillerie-Regiment in Jüterbog zugeteilt. Kampfeinsätze erlebte er an der Westfront, wo er bei Montdidier schwer verwundet wurde.

Nach Kriegsende kam er auf eigenen Wunsch in die Erzdiözese Freiburg. Zweitweise wurde er in Bremen, Schlüchtern und Bebra eingesetzt. Nach seiner Priesterweihe 1921 verrichtete er Kaplansdienst in Plankstadt, Wiesental, Durlach, Überlingen und Freiburg.

Nach vier Jahren als Pfarrverweser in Grombach kam Gothe 1934 nach Huttenheim. Die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg verwüstete Kirche St. Peter half er mit wieder instand zu setzen, daneben bemühte er sich in Rußheim und Liedolsheim um den Bau von Kirchen, die den einwandernden Flüchtlingen dienen sollten.

Daneben wurde er im Kapitel Philippsburg zum Dekan, was er 17 Jahre lang blieb. 1969 ging er in den Ruhestand.

Er stab im Alter von 81 Jahren im Oberhausen im Breisgau.

Ehrungen

  • Ehrenbürger von Huttenheim (1969)
  • Ernennung zum Geistlichen Rat
  • Das Pfarrhaus, in dem Gothe 35 Jahre lang wohnte, trägt seit dem 30. März 1988 seinen Namen.