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Stadtbahn
Die Karlsruher Stadtbahn vereinigt die Systeme Straßenbahn und S-Bahn.
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Allgemein
Im Gegensatz zum reinen Straßenbahnbetrieb existieren hier Überleitungen auf Strecken, die sehr weit ins Umland hinausfahren. (So ist die Linie S4 rund 150 Kilometer lang, alle Straßenbahnlinien haben hingegen Längen zwischen 5 und 20 Kilometern.) Dabei werden Strecken der AVG und der DB benutzt (Karlsruher Modell). Hierfür sind über hundert Fahrzeuge (Nummern 8xx und 9xx) mit unterschiedlichen Zugsicherungsanlagen und Stromsystemen mehrfach ausgestattet.
Vorteile des Systems sind umsteigefreie Direktverbindungen vom Umland in die Städte. Nachteile sind, dass langsame und im Verhältnis zum Platzangebot sehr teure Fahrzeuge mit begrenztem Komfort auf sehr langen Distanzen eingesetzt werden und teilweise sehr hohe Investitionen in Infrastruktur erforderlich sind (Elektrifizierung, Überleitungen). Auf dem DB-Netz gibt es viele Einschränkungen wegen der Leichtbauweise der Zweisystemfahrzeuge. Im Straßenbahnbereich sorgen die schweren Zweisystemer für erhöhten Streckenverschleiß.
Zu den Stadtbahnen zählen hier der einfachen Darstellung halber auch Kurzläufer-Fahrten der S2 innerhalb Karlsruhes zwischen Reitschulschlag und Rheinstrandsiedlung und die im reinen DB-Betrieb verkehrende S3 . Diese ist jedoch keine Stadtbahn, sondern eine S-Bahn. Ein Verlassen des KVV-Verbundgebiets spielt für die Abgrenzung keine Rolle. In Bietigheim-Bissingen gibt es außer der S5 auch die gleichnamigen Linie der S-Bahn Stuttgart. Hier besteht Verwechslungsgefahr.
Linien
Der Kraichgau-Sprinter und einige S4 S41 EILZÜGE verkehren auch von / nach Karlsruhe Hbf. „Remchingen“ S5 heißt bei der Regionalbahnlinie R5 noch immer „Wilferdingen-Singen“.
Streckenbezeichnungen
- S1 S11 Albtalbahn und Hardtbahn
- S4 Kraichgaubahn
- S41 Murgtalbahn
- S51 S52 Speyerer Linie
- S6 Enztalbahn
Betreiber der Linien
- S2 : Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK)
- S3 S33 S4 : DB Regio
- S5 : Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), zwischen Pforzheim und Bietigheim-Bissingen (DB)
- S1 S11 S31 S32 S4 S41 S51 S52 S6 S9 : Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG)
Fahrzeuge
Einsystem-Hochflur-Stadtbahnwagen
verkehren auf S1 S11 S2 . Kein ebenerdiger, rollstuhlgerechter Einstieg möglich. Dieser Wagentyp wird nicht mehr neu beschafft, sondern langfristig durch die folgenden Niederflurer abgelöst. Siehe auch GT8-80C
Niederflur-Straßenbahnwagen
können auf S1 S11 S2 ebenfalls eingesetzt werden, verkehren jedoch derzeit nur vereinzelt auf der Linie S2. Mit ihnen wäre auf den Außenästen der beiden Linien weitgehend ein ebenerdiger, rollstuhlgerechter Einstieg möglich. Seit der Verlängerung der Linie S2 nach Friedrichstal und Spöck fahren mehr Niederflurbahnen auf dieser Linie, da die älteren Einsystem-Hochflur-Stadtbahnwagen nicht mehr beschafft werden und somit deren Anzahl nicht ausreichend ist. Siehe auch GT6-70D/N.
Zweisystem-Hochflurwagen
verkehren auf S31 S32 S4 S41 S5 S51 S52 S6 S9 (Auf S41 nur bis Forbach, da keine Steilstreckenzulassung). Kein ebenerdiger, rollstuhlgerechter Einstieg möglich. Dieser Wagentyp wird nicht mehr neu beschafft. Er läuft bei der Deutschen Bahn als Baureihe 450. Siehe auch GT8-100C/2S.
Zweisystem-Mittelflurwagen
Verkehren auf S31 S32 S4 S41 S5 S51 S52 S6 S9 . Ebenerdiger, rollstuhlgerechter Einstieg an 55 cm hohen Bahnsteigen. Siehe auch GT8-100D/25-M. Auch dieser Fahrzeugtyp wird nicht mehr neu beschafft. Er kann mit den Zügen der ersten Generation gekoppelt werden.
Elektro-Triebwagen (ET) von Bombardier (Baureihe 425 der DB)
Verkehren auf der S3 S33 und S4 . Ebenerdiger, rollstuhlgerechter Einstieg möglich an Bahnsteigen mit 76 cm Höhe. Mit Einführung der S-Bahn RheinNeckar wurden praktisch alle Haltestellen jenes S-Bahn-Netzes auf diese Bahnsteighöhe umgebaut. Verkehren mit geringfügig anderer Ausstattung auch auf den Linien R2 und R5 . Auf der R5 (RE-Züge) kommen nur Fahrzeuge mit Hublift zum Einsatz (1.Tür), dadurch ist Einstieg an allen Stationen möglich, die entsprechende barrierefreie Zugänge besitzen. Die Fahrzeuge auf der Linie R2 besitzen teils Hublifte und teils Rampen (wie auch S3). Alle Fahrzeuge dieser Baureihe besitzen eine behindertengerechte Toilette sowie Notrufeinrichtungen in jedem Einstiegsbereich. Siehe auch ET 425.
Neue Fahrzeugtypen
In „der Weichenbengel“ 1/06 des Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe ist auf Seite 27 & 28 zu lesen, dass mit der Auslieferung der letzten Serie Niederflurwagen (Wagen 251-265) und der letzten Serie Zweisystemwagen (Wagen 900-922) die Fertigung dieser Wagentypen für Karlsruhe endete. Die Option von 5 weiteren Niederflurwagen (Wagen 266-270) wurde nicht in Auftrag gegeben und es sind im Moment auch keine Bestellungen von weiteren Fahrzeugen bereits gebauter Typen geplant. Der Artikel spricht von einem Generationenwechsel der Stadtbahnfamilie. Wie eventuell in Zukunft geplante Serien aussehen werden, darüber gibt es keine Angaben. Laut dem Artikel ist mit der Auslieferung des letzten Wagens 922 am 26.08.2005 die Fahrzeugfamilie der Generation 1983-2005 komplett und es wird keine weiteren Wagen dieser Art mehr geben.
Bei den Zweisystem-Wagen wurden 2009 neue Bombardier Flexity Swift bestellt.
Bilder
Siehe auch
- Portal:Schienenverkehr
- Karlsruher Modell
- Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe
- Fahrrad-Mitnahme (Bahn)
- Stadtbahnwanderweg
- Schienenfahrzeug/Bilder
Weblinks
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Stadtbahn Karlsruhe“
- Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Mehrsystemstadtbahn“
S1 Bad Herrenalb – Linkenheim-Hochstetten
S11 Karlsbad – Linkenheim-Hochstetten
S2 Stutensee – Rheinstetten
S31 Östringen – Freudenstadt
S32 Kraichtal – Achern
S4 Öhringen – Achern
S41 Karlsruhe Tullastraße – Eutingen im Gäu
S5 Bietigheim-Bissingen – Wörth Dorschberg
S51 Germersheim – Karlsruhe Hauptbahnhof
S52 Germersheim – Karlsruhe Marktplatz
S6 Pforzheim – Bad Wildbad
S9 Mühlacker – Bruchsal