Fastnacht

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Fasnetsbändel in Ettlingenweier
Ein Fastnachtsband in der Litzenhardtstraße in Karlsruhe-Bulach
Ein Tanzgarde auf einem Wagen einer Karnevalsgesellschaft während des Karlsruher Fastnachtsumzugs 2011

Karneval? Fassenacht? Fasnacht? Fasnet? Fasching? In Karlsruhe wird Fastnacht (auch: Fasenacht) gefeiert. Einiges in Karlsruhe erinnert eher an den rheinischen Karneval, anderes an die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Man könnte also sagen: Karlsruhe liegt mitten in der närrischen Übergangszone...

Dauer der Fastnacht

Sie beginnt am 11. November eines Jahres um 11:11 Uhr und endet am Fastnachtsdienstag. Auf den Fastnachtsdienstag folgt der Aschermittwoch, mit dem die so genannte, etwas mehr als sechs Wochen dauernde Fastenzeit beginnt, die an Ostern am Karsamstag endet.

Da sich der Osterzeitpunkt nach dem ersten „Frühlingsvollmond“ richtet[1], richtet sich das Ende der Fastnacht also nach dem jeweiligen Zeitpunkt von Ostern im jeweiligen Jahr.

Im Jahr 2011 endete am 8. März die längste Fastnachtszeit im 21. Jahrhundert.

Karlsruher Fastnachtsumzug

Seit 1952 organisiert und veranstaltet den Karlsruher Fastnachtsumzug, der am Fastnachtsdienstag stattfindet, der Organisations-Ausschuss Karlsruher Fastnachtsumzug (kurz: OAF), der ein Unterausschuss des Festauschusses Karlsruher Fastnacht ist. Der erste Karlsruher Fastnachtsumzug ist bereits 1841 belegt.

Weitere Fastnachtsumzüge in der Region

Neben dem Karlsruher Fastnachtsumzug (200.000 bis 300.000 Besucher) gibt es einige Umzüge im Umland, die aber nicht an die Größe des Karlsruher Umzugs herankommen. Solche Umzüge finden unter anderem in Au am Rhein, Baden-Baden-Oos, Gaggenau-Hörden, Iffezheim und Rastatt statt. Nachtumzüge gibt es unter anderem in Ettlingen-Spessart und am „Schmutzigen Donnerstag“ in Ötigheim.

Im Norden vom Landkreis Karlsruhe ist die Hochburg der Straßenfastnacht. Die größten Umzüge sind dort der Fastnachtsumzug Wiesental und die Umzüge in Philippsburg.

Daneben gibt es in Karlsruhe noch den Durlacher Fastnachtsumzug am Fastnachtssonntag, den das OKDF organisiert.

2013 fand zum ersten Mal in Neureut ein Fastnachtsumzug statt.

Bis 2012 gab es den Grötzinger Nachtumzug, den einzigen Umzug in Karlsruhe nach schwäbisch-alemannischer Art.

Den Daxlander Umzug am Fastnachtssamstag gab es bis 2015.

Karnevalsgesellschaften

Die älteste Karnevalsgesellschaft in Karlsruhe ist die Karnevalsgesellschaft Badenia 1900 e.V. Sie veranstaltete regelmäßig ihre große Prunksitzung im Weinbrenner-Saal der Stadthalle Karlsruhe, ist jetzt aber auf das Südwerk (gemeinsam mit dem KCC) in der Südstadt ausgewichen. Zur Karnevalsgesellschaft Badenia 1900 e.V. gehört auch die älteste Karlsruher Tanzgarde Die Tulpengarde. Die Karlsruher Fastnacht ist aber wesentlich älter, der erste Umzug ist bereits 1841 nachgewiesen. Der sogenannte "politisch-literarische Sitzungskarneval" entstand in der Vormärzzeit aus vorrevolutionären Stimmungen und lehnte sich im Gehabe an die französische Revolution an. In Karlsruhe gab es bereits vor 1900 Karnevalsvereine, die aber nicht mehr bestehen. 1902 gründete sich die GroKaGe (Gründungspräsident war Fritz Römhildt), welche ursprünglich den Karlsruher Umzug organisierte. In Durlach kamen 1904 die KaGe 04 Durlach und 1908 die dortige GroKaGe hinzu. Zwischen den beiden Weltkriegen gründeten sich 1925 die KGO, 1928 die Stra-Ba-Ka (Straßenbahner-Karnevalsgesellschaft) und ebenfalls 1928 die KG Humoristika. Alle anderen der nun über 25 Gesellschaften sind nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Die Vereine haben sich 1952 im Festausschuss Karlsruher Fastnacht zusammen geschlossen, der vor allem den Umzug und neuerdings am Samstag vor Fastnachtssamstag einen Narrenmarkt in der Innenstadt organisiert.

Adresse

OAF, Geschäftsführer M. Armbruster
Haid-und-Neu-Straße 74
76131 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 61 61 72
Telefax: (07 21) 61 61 72

Kalender

Siehe auch

Literatur

  • Peter Pretsch: „Geöffnetes Narren-Turney. Geschichte der Karlsruher Fastnacht im Spiegel gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen”, Badenia Verlag, Karlsruhe 1995, Veröffentlichung des Stadtarchivs, Band 16

Fußnoten

  1. Der Frühlingsvollmond ist der erste Vollmond nach dem astronomischen Frühlingszeitpunkt, der um den 21. März eines jeden Jahres liegt. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Osterdatum“

Weblinks