Pfinz

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Die Pfinz ist ein nicht schiffbarer Fluss und ein Gewässer erster Ordnung.[1]

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Sie entspringt bei Straubenhardt-Langenalb im nördlichen Schwarzwald. Von Osten aus dem Pfinztal kommend, durchfließt er die Karlsruher Stadtteile Grötzingen und Durlach. Nach 60 Kilometern mündet sie bei Dettenheim-Rußheim in den Rhein.

Zum Hochwasserschutz wird in Grötzingen am Hühnerlochwehr dafür gesorgt, dass immer die gleiche Menge Wasser in die Pfinz fließt, der Rest des Wassers wird in den Pfinz-Entlastungskanal abgeleitet.

Geschichte

Schon im 15. Jahrhundert wurde die Pfinz, die im Bett der heutigen Alte Bach floß, von Grötzingen aus nach Durlach umgeleitet um dort Mühlen anzutreiben und Wasser für den Stadtgraben zu liefern. Sie diente weiterhin der Fischerei und dem Transport von Gütern. In Durlach lagen mit der Obermühle, Mittelmühle und Untermühle bis zur Pfinzverlegung drei Mühlen an der Pfinz.

1926/1927 wurde im Zuge der Notstandsgesetze die Pfinz, die bis dahin entlang der Pfinzstraße floß nach Norden verlegt. Durch diese Verlegung lag nur noch die Obermühle an der Pfinz. Während die Mittelmühle abgerissen wurde blieb das Gebäude der Untermühle erhalten.

Angrenzend an die Obermühle wurde 1930 das Pfinzkraftwerk zur Stromgewinnung errichtet.

Aufgrund des immer wiederkehrenden Hochwassers wurde im Rahmen der Pfinz-Saalbach-Korrektion der Pfinz-Entlastungskanal von 1934 bis 1936 angelegt; erst 1962 waren alle Arbeiten beendet.

Ab 1958 bekam die Pfinz bei Berghausen ein neues Bett. Dieser Vorgang für die 3 500 Meter dauerte zehn Jahre. Dadurch wurde die Gefahr von Hochwasser gebannt; die Pfinz trat 1824, 1851 und zuletzt am 7. Mai 1931 in Berghausen über die Ufer.

Bis 1998 war das Wasserwirtschaftsamt Karlsruhe für die Pfinz zuständig.

Name

Die Namensherkunft „Pfinz” ist umstritten, sowohl keltischer als auch römischer Ursprung werden genannt. Der von den Römern stammende Begriff - „Pontus” würde auf „Sumpf” also Supfbach hindeuten, was zumindest für den Unterlauf über viele Jahrhunderte zutraf. Die Schreibweise variierte von Pfüntz (1381) über pfincze (1397), Pfuntz (1448) bis Pfintzbach (1708).

Die ersten 30 km verzeichnet die Pfinz einen Höhenunterschied von 140 Metern, die restlichen 30 km haben nur noch 20 Meter Gefälle. Nach dem Eintritt der Pfinz in die Rheinebene bei Grötzingen, finden sich entlang des Flusses viele Flurbezeichnungen wie Bruch, Bruchäcker, Bruchwiesen, Bruchwald und in den Dörfern Straßennamen wie Bruchweg, Bruchgasse, Bruchstraße, was auf die verbreiteten Feuchtgebiete hindeutet. Erst durch die Rheinkorrektur durch Tulla im 19. Jahrhundert, die zu einer erheblichen Grundwassersenkung führte, wurden viele zu Staunässe neigenden Pfinzauen landwirtschaftlich nutzbar. Die römische Handelsstraße von Hochstetten nach Stettfeld, die mit einer "steten Furt" die Pfinz kreuzte, führte zur Gründung von Schloß und Dorf Staffort; auch gab es zur Römerzeit mindestens zwei steinerne Brücken („Ad pontem”: bei den Brücken).

siehe auch

Bilder

Literatur

  • Wilhelm Hauck: Staffort - Schloß und Dorf an der steten Furt (Ortschronik). Gemeinde Stutensee 1993
  • Hanna Heidt: Erinnerungen an die Vergangenheit. Eigenverlag, Schwanen Stutensee-Staffort 2003

Weblinks

Fußnoten

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