Badisches Staatstheater
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Das Badische Staatstheater ist ein Theater mit Haus am Ettlinger Tor.
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Allgemein
Das gliedert sich in drei feste Spielstätten in zwei Gebäuden.
Im Hauptgebäude des Staatstheaters befinden sich zwei sogenannte Häuser, vor der Spielzeit 2006/2007 als „großes Haus“ und „kleines Haus“ bezeichnet. Inzwischen werden diese Theatersäle mit „Opernhaus“ und „Schauspielhaus“ bezeichnet. Mit dieser Umbenennung ging auch ein konzeptioneller Umbruch einher. Während im kleinen Haus auch Ballette und – hauptsächlich zeitgenössische – Opern stattfanden und im großen Haus beliebte Theaterstücke aufgeführt wurden, wird das Schauspielhaus weitgehend dem Schauspiel und das Opernhaus dem Musiktheater vorbehalten bleiben. Ausnahmen von dieser Regelung sind Gastspiele und Stücke, die die eine oder die andere Lokalität zwingend erfordern.
In der Insel am Karlstor werden vorzugsweise moderne Theaterstücke und zeitgenössische Konzerte aufgeführt.
Das Theater scheut sich auch nicht davor an anderen, teilweise ungewöhnlichen Orten Aufführungen zu inszenieren, wie in der losen Reihe von Kleinprojekten, genannt „KA-Downtown“. Zitat aus der Homepage: „Gespielt - im Gegensatz zu aufgeführt - wird an Orten in Karlsruhe, die keiner mehr haben will oder noch nicht brauchen kann. Hotels ohne Gäste, Freibäder im Winter, Geschäfte zu Ladenschlusszeiten, Zirkusse ohne Tiere, Wohnungen ohne Bewohner, im Rohbau oder vor dem Abriss, Discotheken zwischen 20 und 22 Uhr.“
International bekannt ist das Badische Staatstheater unter anderem durch die Händel-Festspiele im Februar und März jedes Jahres. Neben einem hochklassigen Ballett- und Schauspielensemble und der Badischen Staatskapelle unterhält das Haus auch eine Abteilung für Theaterpädagogik, die beispielsweise als Ansprechpartner für Schulen dienen kann.
Insbesondere für Schüler und Studierende wird ein Jugend-Abo angeboten. Dieses präsentiert einen Querschnitt des Theaterprogramms. Auch ohne Abo gibt es ca. 50% Ermäßigung auf die normalen Preise; ausgenommen sind Premieren. Gekauft werden können die Karten auch ohne entsprechenden Ausweis, abgeholt werden nur mit.
Das Wahrzeichen des Theaters ist der Musengaul, eine vom Bildhauer Jürgen Goertz erschaffene Skulptur. Das Opernhaus fasst 1002 Zuschauer, das Schauspielhaus 330.
Geschichte
Zur Geschichte bis 1944 siehe den Artikel Hoftheater.
In der Nachkriegszeit war das Staatstheater am Festplatz untergebracht: das Große Haus (Opernhaus) im vormaligen (und heutigen) Konzerthaus, das Kleine Haus (Schauspielhaus) in einem speziell angebauten Flügel auf der Ostseite der Stadthalle (Details siehe dort).
Das heutige Gebäude des Staatstheaters wurde auf dem Gelände, wo ursprünglich der alte Hauptbahnhof und dann die Markthalle standen, von dem Architekten Helmut Bätzner von 1970 bis 1975 gebaut und 1975 eröffnet. Am 21. Juni 1973 kam es bei Dachdeckarbeiten zu einem Brand, wobei ein großer Teil der Leichtmetallverkleidung in dramatischer Weise weithin sichtbar abbrannte, der Rohbau aber ansonsten kaum zu Schaden kam.
Am 29. August 1975 wurde der Neubau mit einem Festakt und einer Aufführung der „Zauberflöte” eröffnet.
Veranstaltungen
- Von 2004 bis 2007 zeigte das Staatstheater Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. In jeder Spielzeit folgte ein Teil der Tetralogie. 2004/'05 war „Das Rheingold“ an der Reihe, 2005/'06 folgte „Die Walküre“ und 2006/07 „Siegfried“.
- Zu Beginn der neuen Spielzeit findet traditionell das Theaterfest, ein Tag der offenen Tür des Staatstheaters statt.
- Im Frühling veranstaltet das Staatstheater jedes Jahr einen großen Opernball.
- In jedem Jahr finden die Händel-Festspiele statt, in deren Rahmen einige Opern und Konzerte des Komponisten vorgestellt werden.
Konzerte
Neben mehreren Sinfonie- und Sonderkonzerten im Opernhaus werden Kammerkonzerte im Schauspielhaus und in der Insel aufgeführt. Daneben finden unter dem Namen Nachtklänge in der Insel Konzerte mit zeitgenössischer Musik statt und für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren bietet das Orchester des Staatstheaters einige Kinderkonzerte an.
Premieren in der Spielzeit 2008/2009
- André Chénier
- Lyrische Märchenoper von Antonín Dvorák
- Feuerwerk
- Musikalische Komödie von Paul Burkhard
- Radamisto
- Oper von Georg Friedrich Händel
- Tod in Venedig
- Oper von Benjamin Britten
- Don Carlos
- Oper von Giuseppe Verdi
- Ariadne auf Naxos
- Oper von Richard Strauss
- Johanna auf dem Scheiterhaufen
- Dramatisches Oratorium von Arthur Honegger
- Der Barbier von Sevilla
- Komische Oper von Gioacchino Rossini
Archiv
- Badisches Staatstheater/Programm 1980/81
- Badisches Staatstheater/Programm 1985/86
- Badisches Staatstheater/Programm 2005/06
- Badisches Staatstheater/Programm 2006/07
- Badisches Staatstheater/Programm 2007/08
Kassenzeiten und Telefon
- Tageskasse
- Montag bis Freitag: von 10:00 bis 18:30 Uhr
- Samstag: von 10:00 bis 13:00 Uhr
- Telefon: (07 21) 93 33 33
- Telefax: (07 21) 3 55 73 46
- Vorstellungskasse
- Eine Stunde vor Beginn der Vorstellung
- Telefonischer Verkauf
- Montag bis Freitag: von 10:00 bis 18:30 Uhr
- Samstag: von 10:00 bis 13:00 Uhr
- beziehungsweise bis zum Beginn der ersten Abendvorstellung
- Telefon: (07 21) 93 33 33
- Abonnementbüro
- Montag bis Freitag: von 10:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 18:30 Uhr
- Samstag: von 10:00 bis 13:00 Uhr
- Telefon: (07 21) 3 55 73 23 oder (07 21) 35 57 3 24
- Telefax: (07 21) 3 55 73 46
Adresse
- Badisches Staatstheater Karlsruhe
- Baumeisterstraße 11
- 76137 Karlsruhe
- Telefon: (07 21) 35 57 - 0
Lage
Dieser Ort im Stadtplan:
Parkplätze gibt es in der Tiefgarage des Staatstheaters (2,50 €) sowie auf dem Hof des Landratsamtes (etwa 50 Stellplätze).
Fördervereine
- Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters e.V.
- Händel-Gesellschaft Karlsruhe e.V.
- Richard-Wagner-Verband Karlsruhe e.V.
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz „Badisches Staatstheater“, mit aktuellem Programm.
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Mr.Wong
