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Brauerei Schrempp
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Die Brauerei Schrempp war eine Karlsruher Brauerei in der heutigen Südweststadt.
Geschichte
Der Bierbrauer und Gastwirt Zum Greifen aus Oberkirch, Karl Schrempp (1846-1919), siedelte 1871 nach Karlsruhe und übernahm dort die Brauerei von Georg Schuberg in der Waldstraße 16 (später Nr.20). Zugleich erwarb Schrempp damit auch die Eiskeller Schubergs am Beiertheimer Weg (der heutigen südlichen Karlstraße).
1885 kaufte er die unmittelbar neben seinen Eiskellern gelegene Brauerei Friedrich Bischoff Witwe in der Karlstraße 65 und verlegte seine Produktion dorthin. Dieser Standort bot genügend Expansionsmöglichkeiten, so dass Schrempp 1887 hier einen modernen Neubau errichtete und die Brauerei in der Folge zu einem Industriebetrieb ausbaute. Zusammen mit dem Gelände in der Karlstraße erwarb Schrempp auch das Anwesen der alten Brauerei Bischoff in der Herrenstraße 10.
1889 wurde die Brauerei Karl Schrempp, die inzwischen einen jährlichen Bierausstoß von 62.000 hl erreicht hatte, in die Karlsruher Brauereigesellschaft vormals K. Schrempp AG umgewandelt. 1894 übernahm die Schrempp AG auch die Brauerei zum Weißen Berg von Albert Benz in der Kaiserallee 25. Die Geschichte dieser traditionsreichen Brauerei, die bis 1888 im gleichnamigen Gasthaus am Ludwigsplatz ansässig gewesen war (1958 abgerissen), reicht mit wechselnden Besitzern bis in die Anfänge der Karlsruher Bierbrauerzunft um 1818 zurück. Während die Brauerei Benz in der Kaiserallee 1893 stillgelegt wurde, betrieb man die Malzfabrik noch bis 1901 weiter. Das Wohngebäude und der Eingang zum ehemaligen Benzschen Eiskeller in der Kaiserallee 23a (westlich des heutigen Kaisergartens) sind noch heute erhalten.
Karls Sohn Karl Schrempp jr. trat 1899 in die Firma ein. In der Folgezeit dehnte er das Brauereigelände nach und nach auf fast das gesamte Areal zwischen Karlstraße, Bahnhofstraße, Mathystraße und Beiertheimer Allee aus.
1920 fusionierte die Gesellschaft mit der Brauerei Printz. Der Name Printz wurde fortan auch im Namen der Karlsruher Brauereigesellschaft mitgeführt, die sich ab 1929 schließlich nur noch Schrempp-Printz AG nannte. In der Folge konnte sie sich hinter der Moninger AG als zweitgrößte Brauerei Karlsruhes etablieren (Bierproduktion 1944: 72.000 hl).
1964 fiel der Namenszusatz Printz schließlich weg. Den Namen Schrempp AG behielt die Brauerei auch bei, nachdem 1967 die Binding AG die Aktienmehrheit an dem Unternehmen erwarb. 1968 wurde die eigene Mälzerei stillgelegt. Im Jahr 1970 übernahm Binding auch die Brauerei Fels. Ein Jahr später, 1971, wurde die Schrempp AG aufgelöst. Die Brauerei bestand als Binding-Brauerei AG Braustätte Karlsruhe mit einer neuen Verkaufsabteilung in der Mathystraße noch einige Jahre weiter, bis 1977 schließlich auch die Bierproduktion am Standort eingestellt wurde.
Danach unterhielt Binding dort nur noch eine Verkaufsniederlassung. Noch einige Jahre lang befand sich auf dem Gelände zur Beiertheimer Allee ein bekannter Karlsruher Biergarten. Nach dem Abriss sämtlicher Brauereigebäude im Jahre 1983 erinnern nur noch das neu errichtete Lokal Alter Brauhof, sowie der gleich lautende Straßenname an den ehemaligen Standort. Auf dem Gelände selbst steht heute ein neu erbauter Wohn- und Geschäftskomplex.
Standort
| Letzte Adresse (1977) Binding-Brauerei AG Braustätte Karlsruhe Karlsruhe, Mathystraße |
Quellen
- "Hopfen und Malz - Die Geschichte des Brauwesens in Karlsruhe"
- Herausgeber: Heinz Schmitt, Ernst Otto Bräunche, Band 19 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Badenia-Verlag, 1998, ISBN 3-7617-0323-6
- "Wegweiser für die Großherzogliche Residenzstadt Karlsruhe", heute "Adressbuch der Stadt Karlsruhe"
- Ausgaben ab 1818, Verlag G. Braun - verfügbar im Lesesaal der Badischen Landesbibliothek
- "Historisches Brauereiverzeichnis Deutschland"
- Herausgeber: IBV - Internationaler Brauereikultur-Verband e.V., Ausgabe 2005.
- Brauwesen-Historisch - Das große historische Brauereiverzeichnis
- http://www.brauwesen-historisch.de/Uebersicht.html
- "Karlsruher Chronik"
- Herausgeber: Manfred Koch, Band 14 der Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Badenia-Verlag, 1992, ISBN 3-7617-0260-4
- "Karlsruhe - Zwischen den Zeilen der Chronik"
- Herausgeber und Autor: Horst F. Pampel. Ohne Herausgabejahr und Bestellnummer.
- "Karlsruhe - 275 Jahre Perspektiven, Perioden und Persönlichkeiten"
- Herausgeber und Autor: Horst F. Pampel. Ohne Herausgabejahr und Bestellnummer.
- "Karlsruhe - Architektur im Blick - Ein Querschnitt"
- Herausgeber: Annette Ludwig, Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Röser Verlag, 2005, ISBN3-9805361-2-2
- "Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für das Jahr 1885"
- [Jahrgang 1] , zusammengestellt im Auftrag der städt. Archivkommission, Verlag G. Braun, Karlsruhe 1886.

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Mr.Wong
