Hilda von Nassau

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Großherzogin Hilda
Gemälde von Otto Propheter (1875–1927)

Hilda von Nassau (Hilda Charlotte Wilhelmine von Luxemburg), Königliche Hoheit (* 5. November 1864 in Biebrich bei Wiesbaden; † 8. Februar 1952 in Badenweiler), war die letzte badische Großherzogin.

Leben

Ihr Vater war Adolf I. von Luxemburg, der Begründer des Hauses Luxemburg-Nassau. Sie wurde am 10. September 1881 auf Schloss Hohenburg von H. Chr. Köhler konfirmiert und heiratete am 20. September 1885 den Erbgroßherzog Friedrich, ab 1907 als Friedrich II. Großherzog von Baden. Ab 1897 wohnten sie im Erbgroßherzoglichen Palais. 1910 beging das großherzogliche Paar die Silberne Hochzeit.

Großherzogin Hilda gehörte dem Königlich Bayerischen Theresienorden als Ehrendame an. Sie ist in der Großherzoglichen Grabkapelle bestattet.

Ehrungen

Hilda-Statue in der Hildastraße in Gernsbach

Großherzogin Hilda war Chef des 2. Badischen Dragoner-Regiments Nr. 21, das in Bruchsal garnisonierte.[1]

In Karlsruhe trägt das Hildahaus ihren Namen; in Freiburg steht auf dem Lorettoberg der 1886 erbaute Hildaturm[2]

In Furtwangen im Schwarzwald erhielt während des Ersten Weltkrieges das Städtische Krankenhaus den Namen Hilda-Krankenhaus, der aber nach 1918 nicht mehr verwendet wurde.[3]

Straßen

Nach ihr sind in Karlsruhe folgende Straßen benannt:

Außerdem die Hildastraße in Linkenheim, ferner die Hildastraßen in Heidelberg und Schwetzingen sowie weitere im gesamten Land (Siehe für die Kurpfalz den Überblick im Rhein-Neckar-Wiki unten im Abschnitt Weblinks).

Daneben sind noch weitere Straßen in Region nach ihr benannt.

Schulen

Auch mehrere Schulen tragen ihren Namen:

Das Hilda-Gymnasium in Pforzheim (seit 1908), das Hilda-Gymnasium in Koblenz im heutigen Rheinland-Pfalz (seit 1902), die Hildaschule in Durmersheim sowie die Hildaschulen in Mannheim und Schwetzingen.

Hildabrötchen

Die Hildabrötchen (seltener auch Hildaplätzchen), englisch "Hilda cookies"[4], sind ein Feingebäck.[5]

zu zweit erhaltene

„Ehrenpforte“ auf dem Marktplatz

Zum festlichen Einzug des damaligen Erbgroßherzogspaares in der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe wurde im September 1885 an der „Ehrenpforte“ auf dem Marktplatz das Allianzwappen der Frischvermählten angebracht.

Carl Weidt widmete sein Opus 97 „Zur silbernen Hochzeit“ dem großherzoglichen Paar.[6]

Das Friedrich-Hilda-Genesungsheim für Arbeiter in Oberweiler trägt beider Namen.

Literatur

  • „Feier der Confirmation Ihrer Hoheit der Prinzessin Hilda von Nassau am 10. September 1881 zu Schloss Hohenburg“, Wiesbaden 1881
  • Otto Kimmig: „Die Festlichkeiten zur Feier des Einzugs Ihrer Königlichen Hoheiten des Erbgroßherzogs Friedrich und der Erbgroßherzogin Hilda von Baden in Freiburg im Breisgau 7. bis 14. Dezember 1885. Denkschrift im Auftrage des Stadtraths verfaßt.“, Freiburg i. Br. 1885
  • „Huldigung der Mannheimer Schuljugend im Nibelungensaal des Rosengarten anlässlich der Allerhöchsten Anwesenheit S.K.H. des Großherzogs Friedrich II. und I.K.H. der Großherzogin Hilda in Mannheim am 12. Oktober 1908“, Mannheim 1908
  • „Festausstellung von Werken früherer Schüler der Grossherzoglich Badischen Akademie der Bildenden Künste zu Karlsruhe zur Feier der Silbernen Hochzeit Ihrer Königl. Hoheiten des Grossherzogs Friedrich und der Grossherzogin Hilda von Baden. 11. September bis 7. Oktober 1910“, Karlsruhe (Badischer Kunstverein) 1910
  • Wilhelm Ilgenstein und Anna Ilgenstein-Katterfeld: „Hilda – Badens letzte Großherzogin Ein Gedenkbuch“, 1. Auflage Karlsruhe (C. F. Müller) 1953 [2. Auflage 1954]
  • Ada v. Frisching: „Großherzogin Hilda und das badische Land“, in: Badische Heimat (ISSN 0930-7001), 32. Jahrgang (1952), Heft 1. Seiten 1–6
  • Helmut Bender: „Hilda – Badens letzte Großherzogin“, in: „Das Markgräflerland, Schopfheim 1977, Seiten 383 ff.
  • Walter Vetter: „Hilda von Nassau, Großherzogin von Baden, und die Geschichte Freiburgs“, in: Einwohner-Adressbuch der Stadt Freiburg im Breisgau (ISSN 0177-0519), Freiburg 1980 Seiten 44–52
  • Leonhard Müller: „Hilda von Baden, 1864–1952“, in: Blick in die Geschichte Nr. 53, Karlsruhe 2001
  • Peter Kalchthaler: „Hilda von Baden, 1864–1952“, in: „Freiburger Biographien“, 1. Auflage, Freiburg im Breisgau 2002 (ISBN: 3-923288-33-6) Seiten 204–205

Siehe auch Großherzogin#Literatur

Presse

  • Danksagungsanzeige im Auftrag der Großherzogin zu den Beileidsbekundungen zum Tode Friedrichs II. von Baden, im Karlsruher Tagblatt vom Sonntag, 19. August 1928
  • Pierre Even: „Hilda Großherzogin von Baden, Prinzessin von Nassau (1864-1952). Zum Gedenken an den 50. Todestag der Schwester Großherzog Wilhelms IV.“, in: „Die Warte“ (Beilage zur Zeitung „Luxemburger Wort“) vom 7. Februar 2002
  • derselbe: „Hilda Großherzogin von Baden, Prinzessin von Nassau (1864-1952). Zum Gedenken an den 50. Todestag der Tochter Herzog Adolphs zu Nassau“, in: „Sonnenberger Echo“ Nr. 64, Wiesbaden-Sonnenberg 2002, Seiten 11–16
  • Annette Borchardt-Wenzel: „Großherzogin Hilda war eine Symbolfigur des alten Baden“ (zum 60. Todestag am 8. Februar 2012), in: Badische Neueste Nachrichten Nr. 30 vom Montag, 6. Februar 2012, Seite 4
  • dieselbe: „Zum Abschluss gibt es Hildabrötchen“, in: DER SONNTAG vom 12. Februar 2012, Seite 3

Archivalien

Im Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Landeskirche in Baden befindet sich Korrespondenz mit Großherzogin Hilda.[7]

Im Generallandesarchiv werden Photogaphien verwahrt.[8]

Weblinks

Fußnoten