Wegkreuze in Bruchsal

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

37 Wegkreuze gibt es im Bruchsaler Stadtgebiet, im zur Bruchsaler Gemarkung gehörenden Umfeld sowie in den Bruchsaler Stadtteilen.


Bruchsal

Die Liste ist nicht vollständig

Brückenkreuz

Das Kreuz stand ab 1745 am (nicht mehr existierenden) „Heidelsheimer Tor" und wurde von einem Gastwirt gestiftet, um zu verhindern dass ein bis dahin am selben Ort stehender Galgen, der in der nähe des Lokales stand, wiedererrichtet wird. Das Kreuz wurde 1772 auf die „Große Brücke" zwischen Holzmarkt und Württemberger Straße verlegt. Vermutlich 1886 wurde es auf den Friedhof Bruchsal verlegt und wechslte auch dort noch einmal den Standort. Es steht am Ende des Zugangsweges der an der Aussegnungshalle in den Friedhof hinein führt.

Büchenauer Wegkreuz

Das Kreuz an der Josef-Heid-Straße wurde 1875 von Fabian Reineck aus Büchenau gestiftet. Reineck war im Deutsch-Französischen Krieg knapp einer schweren Verletzung entgangen. Er schor daraufhin ein Kreuz auf seinem Grundstück bei Bruchsal zu errichten, falls er den Krieg überstehe. In einer feierlichen Prozession von Büchenau nach Bruchsal wurde das Kreuz schließlich am 30. Mai 1875 eingeweiht.

1958 wurde es im Zuge des Baus der Antoniuskirche um 100 Meter nach Süden versetzt. Die ursprüngliche Inschrift am Sockel wurde Anfang der 1960er Jahre bei einem Verkehrsunfall beschädigt.

Im Herbst 2010 wurde eine neue Inschrift angebracht, die sich an der ursprünglichen orientiert. Auf Anregung des Arbeitskreises Ortsgeschichte Büchenau ist Ende 2011 neben dem Kreuz zusätzlich eine Informationstafel aufgestellt worden.

Dieser Ort im Stadtplan:

Eichholzkreuz

Steht im gleichnamigen Gewann nahe des Sportplatzes, welcher über den Rotenberg erreichbar ist. Es wurde 1750 errichtet und 1872 und 1989 erneuert.

Friedhofskreuz

Es wurde im Jahre 1755 von Johann Valentin Götz und J.A. Weber geschaffen. Wer es gestiftet hat ist nicht eindeutig geklärt, entweder von Johann Christoph Pfeffer, ein Wirt und Posthalter, oder von dessen erster Frau Maria Barbara Pfeffer. Es befindet sich auf dem Bruchsaler Friedhof, auf dem hinter St. Peter in den Friedhof hineinführenden Weg.

Hagelkreuz

Gestiftet im Jahre 1752 von Mathäus Weinschenk, der es am Anfang der Straße Hagelkreuz in der Nähe seines in der Durlacher Straße befindlichen Gasthauses aufstellte. 1955 wurde es an die Einmündung der Ernst-Blickle-Straße in die Karlsruher Straße versetzt.

Heidelsheimer Kreuz

Es entstand 1751. Der ursprüngliche Standort ist nicht bekannt, mindestens seit 1908 stand es an der Württemberger Straße 103. Mehrere Sanierungen in den Jahren 1805, 1923, 1964 und zuletzt 1981 brachten Änderungen im Aussehen. Im Herbst 2008 wurde es wegen extremer Schäden abmontiert und Ende 2011 in der Aussegnungshalle des Bruchsaler Friedhofes wieder aufgestellt.

Huttenkreuz

1746 aus gelbem Sandstein gefertigt, stand es zunächst auf Höhe der Huttenstraße 22. Später wurde es an der Kreuzung der Huttenstraße mit der Steighohle aufgestelt. 1990 wurde es zwar saniert, die bereits vorhandenen Schäden an der Inschrift und den Wappen konnten nicht mehr behoben werden

Pestkreuz

Es befindet sich an einer Stützmauer des Bruchsaler Friedhofes unmittelbar hinter der Peterskirche. Die Jahreszahl 1414 deutet auf das Entstehungsjahr hin. Es trägt die Inschrift „Bittet Gott für Luft, Geschlecht und für die arme Seel"

Dieser Ort im Stadtplan:

Stadtkirchenkreuz

Ursprünglich stand es an der nördlichen Außenwand der Stiftskirche Unsere Liebe Frau auf dem 1581 dort angelegten Friedhof. Wer es wann erschaffen hat ist nicht bekannt. Die Besonderheit dieses Kreuzes ist, dass die Inschrift über der Jesusfigur nicht nur in Latein und Griechisch, sondern auch in Aramäisch verfasst ist, der Muttersprache Jesu. Das Kreuz befindet sich heute im Chor der Kirche.

Steigerwald-Kreuz

siehe Steigerwald-Kreuz.

Weißes Kreuz

Erschaffen wurde es 1750 und stand ursprünglich vor dem Damianstor. Die Wappen am Fuß des Kreuzes sind jene Speyers, des damals regiernden Fürstbischofs Franz Christoph von Hutten und Weißenburgs. Im Mai 1931 wurde es auf seinen heutigen Standort, an der Schönbornstraße schräg gegenüber der Gutleutstraße, versetzt.


Büchenau

siehe Wegkreuze in Büchenau

Heidelsheim

Helmsheim

Untergrombach

Torkreuz

Standort: Bruchsaler Straße 2 /Ecke Büchenauer Straße. Es befand sich ursprünglich am "Bruchsaler Tor" in der heutigen Bruchsaler Straße und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts aufgestellt. 1897 wurde es versetzt. Restaurierungen wurden 1950 und 1990 durchgeführt. Es ist das einzig verbliebene der ehemals 3 Torkreuze.

Eisenbahnkreuz

Standort: Joß-Fritz-Straße / Ecke Büchenauer Straße. Die Nachkommen von Johannes Müller ließen es 1872 aufstellen. Dieser war im Januar 1871 in der Schlacht bei Montbeliard verwundet worden und starb später in einem Lazarett in Straßburg. Es befindet sich bis heute im Privatbesitz der Nachkommen. Im Zuge des Baus der Bahnunterführung wurde das Kreuz 1993 um einige Meter versetzt und nach einer Renovierung neu aufgestellt. 2011 erfolgte eine weitere Renovierung.

Weiertles-Kreuz

Standort: An der K 3501 zwischen Unter- und Obergrombach. Die Geschichte des Kreuzes ist in der Untergrombacher Pfarrchronik überliefert: Der Stifter Hans Linhard Bender (geboren 1659 in Untergrombach) war lange Zeit schwer erkrankt und verdiente sich seinen Unterhalt durch Betteln. Regelmäßig pendelte er zwischen Ober-und Untergrombach und machte es sich zur Gewohnheit, an einem Gemarkungs-Grenzstein zu rasten. Er legte das Gelübde ab, ein Kreuz zu stiften falls er gesunden sollte. Es ging ihm später tatsächlich besser und er fand Anstellung bei der kaiserlichen Armee. Von seinem ersten Sold stiftete er das Kreuz mit der Maßgabe, es an seinem alten Rastplatz zu erstellen, was im Jahr 1713 auch geschah.

Seinen heutigen Namen hat es von einem späteren Standort: Zwischen 1850 und 1961 stand es am Weiertles-Weg. Dann wurde es im Zuge der Umgestaltung der Straße auf die gegenüberliegende Seite versetzt. Die letzte Renovierung erfolgte 1990.

Wegkreuz an der B3 zwischen Bruchsal und Untergrombach

Standort: Am Radweg an der Bruchsaler Straße (B 3), zwischen Untergrombach und Bruchsal

Die Eheleute Theresa und Sebastian Schneider wanderten am 17. Dezember 1846 mit ihren sechs Kindern nach Amerika aus. Sie hinterließen Geld mit der Maßgabe, ein Wegkreuz zu errichten, was 1847 auch geschah. Bei ihrer Rückkehr im Dezember 1857 hatte die jetzt zehnköpfige Familie ein Vermögen erwirtschaftet, so dass ihr das Untergrombacher Bürgerrecht wieder zugesprochen wurde. Sebastian Schneider wurde Betreiber des Gasthauses "Kanne".

Das Kreuz wurde 1993 renoviert und auf einem gemeindeeigenem Grundstück nahe des alten Standorts neu aufgestellt.

Weingartner Kreuz

Standort: An der Gemarkungsgrenze zischen Weingarten und Untergrombach. Über die Herkunft des Kreuzes ist nichts bekannt. Laut Inschrift wurde es 1832 renoviert. Es wurde 1932 von jungen Männern mutwillig zerstört und wiederhergestellt. Die letzte Renovierung erfolgte 1990. Es steht auf Privatgelände, befindet sich aber im Eigentum der Gemeinde.

Ehemalige

  • Brühlkreuz: Es stand bis 1960 an der Kreuzung Weingartener Straße / Brühlstraße. Es wurde bei Straßenarbeiten zerstört und nicht wieder aufgestellt. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um das ehemalige Torkreuz am Weingartener Tor handelt.

Obergrombach