Das Fest 2007

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Das Fest 2007

Das Fest 2007 fand vom 20. bis 22. Juli 2007 statt.

Allgemein

Der Stadtjugendausschuss gab am 12. Juni das Programm und die Neuerungen für Das Fest 2007 bekannt. Neben Überfüllungssorgen plagen die Macher von "Das Fest" vor allem Sorgen über die Zukunft desselbigen: Unter der alleinigen Regie des Stadtjugendausschusses wird es nach 2007 kein Fest mehr geben.

Zunächst stand jedoch ein kleines Jubiläum ins Haus: Rolf Fluhrer und Manfred Groß organisierten Das Fest bereits zum zwanzigsten Mal. Das Programm des "Jubiläumsjahres" begann bereits am Samstag vor dem Fest mit dem "Vorfest" auf der Cafébühne, die dieses Jahr um 180° gedreht direkt vor dem See stand. Als Highlight auf der Cafébühne galt neben dem Klassikabend des Badischen Konservatoriums der Auftritt des Durlachers und BAP-Schlagzeugers Jürgen Zöller.

Programm

Das eigentliche Fest-Programm wurde am Freitag um 17 Uhr von "The Vengeance Clan" auf der Hauptbühne eröffnet, gefolgt von "The Killertunes" und der Karlsruher Band "Pink Cream 69", die auf dem Fest ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Den Abend beschloß die finnische Newcomer-Band "Sunrise Avenue".

Am Samstag wurde der Hügel von fünf Bands beschallt, begonnen bei "Honeyweed", der "Tommy H. Price Band" und "shy guy at the show". Die schwedische Band "Sugarplum Fairy" bereitete dann auf den Headliner des Abends vor, die Berliner Punkrockband "Beatsteaks".

Beim traditionellen Klassikfrühstück am Sonntagmorgen spielte bereits zum dritten Mal die Badische Staatskapelle. Sie legte sich im Gegensatz zu den Orchestern der letzten Jahre nicht auf einen bestimmten Komponisten fest, sondern führte Werke verschiedener Schöpfer und Epochen auf. Gegen Mittag traten der Gewinner des Baden-Württembergischen Jazzpreises 2006, Thomas Siffling, gefolgt von der Karlsruher Band "Triband" auf. Den Auftakt zum Abend bildete Wallis Bird von der Popakademie Mannheim. Als Co-Headliner trat die spanische Ska-Band Eskorzo auf, die Erinnerungen an den Auftritt von SKA-P wecken konnte. Bei dem Headliner des Abends, handelte es sich um die Stuttgarter Hiphop-Band "Die Fantastischen Vier". Dies wurde erst kurzfristig bekanntgegeben, da die Band auf dem Southside-Festival spielte und dem Stadtjugendausschuss eine fünfstellige Vertragsstrafe drohte.

Das Programm auf der Zeltbühne bliebt ähnlich wie die Jahre zuvor, hier werden aufsteigende Bands gefördert. Das Programm der DJ-Bühne hat sich bewährt und orientierte sich ebenfalls am Programm der letzten Jahre. Das Zeitfenster der Theaterbühne wurde Sonntags etwas nach hinten verschoben, um den Nachmittag attraktiver zu machen.

Sicherheit

Nachdem 2006 zum ersten Mal in der Fest-Geschichte die Tore am Samstagabend geschlossen werden mussten, gab es im Vorfeld eine Sicherheitskonferenz zwischen dem Stadtjugendausschuss, der Polizei, dem BuS und der Feuerwehr. Nach Ansicht des BuS ist die Sicherheitslage zwar nicht problematisch, aufgrund der Überfüllung im Vorjahr wurde das Sicherheitskonzept jedoch modifiziert: Erstmalig wurde beim Fest der Einsatzleitwagen der Feuerwehr zum Einsatz kommen, er dient als gemeinsame Einsatzzentrale für Polizei, Feuerwehr und private Sicherheitsdienste. An den Eingängen waren zusätzliche Lautsprecher installiert, um die Besucher besser informieren zu können, falls es zur Schließung einzelner Eingänge kommt. Die Einsatzkräfte werden zahlenmäßig aufgestockt, so waren auf dem Fest dieses Jahr 100 Sanitäter und bis zu 180 Sicherheitskräfte. Die Polizei hatte die Zahl ihrer Kräfte ebenfalls erhöht. An einigen Stellen des Geländes wurden Überwachungskameras installiert, deren Bilder direkt in die Einsatzzentrale übertragen werden. Im Publikum wurden zwei 10 m hohe Beobachtungstürme aufgebaut, die den Sicherheitskräften einen besseren Überblick gewähren sollen. Zur Information der Besucher wurden an den Eingängen jeweils 2 x 4 m große Geländepläne aufgehängt, zudem sind spezielle Flucht- und Rettungswege ausgewiesen worden.

Der Leiter des Polizeireviers Weststadt Droll betont, die im Jahre 2006 eingeführten Jugendschutzteams hätten sich bewährt und würden deshalb dieses Jahr in gleicher Zahl zum Einsatz kommen.

Insgesamt rechneten die Veranstalter mit 250.000 bis 300.000 Besuchern am ganzen Wochenende, vor der Hauptbühne hätten gleichzeitig 80.000 Menschen Platz.

Zukunft

Da Das Fest mittlerweile ein Selbstläufer sei, brächte es eine gewisse Dynamik mit sich, die zu Problemen führt, so Christian Klinger. Der Aufwand und die Risiken seien eine Dimension zu groß für einen ehrenamtlich arbeitenden Verein. Der Versuch, Das Fest kleiner zu dimensionieren ist gescheitert, so dass der Vorstand des Stadtjugendausschusses Das Fest in Zukunft nicht mehr selbst veranstalten möchte, da die Vorstandsmitglieder persönlich für das Fest haften. Der Stadtjugendausschuss hat das Problem an die Karlsruher Politik herangetragen, hieraus ergaben sich mehrere Möglichkeiten. So sind laut Bürgermeister Harald Denecken die Übertragung auf andere städtische Gesellschaften, die Gründung einer GmbH oder die Übertragung auf einen privaten Veranstalter möglich. Sollten alle drei Möglichkeiten scheitern, so würde es 2008 kein Fest mehr geben. Der Stadtjugendausschuss möchte sich mit diesem Rückzug seiner eigentlichen Aufgabe, der Kinder- und Jugendarbeit widmen, Das Fest geht mit 150.000 € Personalkosten pro Jahr von der eigentlich Arbeit des Stadtjugendausschusses ab. Diese Summe wäre auch der Betrag, der eine GmbH zur Verfügung haben müsste. Als Kooperationspartner unter den städtischen Gesellschaften wären die KMK oder die Stadtmarketing GmbH denkbar, so Klinger. Die Veränderung in der Organisation stehe allerdings unter zwei Bedingungen: Das Fest muss kostenlos und in der Günther-Klotz-Anlage bleiben.

Finanzen

Das Fest 2007 hatte ein Gesamtbudget von 980.000 €, was in etwa dem Budget des Vorjahrs entspricht. Davon waren 150.000 € Gagen, 250.000 € Lohnkosten und der Rest Kosten für Infrastruktur wie Bühnen, Beschallung und Toiletten. Der Aufwand für die Infrastruktur war deshalb so hoch, weil es in der Günther-Klotz-Anlage quasi nichts gibt. Die Wasserver- und entsorgung sowie die elektrische Infrastruktur mussten komplett aufgebaut werden.

Rahmenprogramm

Im Rahmenprogramm gab es erstmals ein Quietscheenten-Rennen auf der Alb. Der Round Table 46 sammelte damit Geld für SMA Deutschland, einen Verein zur Hilfe an Spinaler Muskelatrophie erkrankter Kinder. Eine Ente kostete 5 €, dem Gewinner wunken 10.000 € an Sachpreisen und die Chance auf 100.000 € in bar.

Die Fakultät für Architektur der Universität Karlsruhe präsentierte erneut einige Projekte, die Hochschule Karlsruhe errichtete hinter der Hauptbühne eine Brücke, die dem Entenrennen als Start diente.

Der Sportpark wurde im Vergleich zum Vorjahr vergrößert. Neben der Half-Pipe, auf der der traditionelle Fest Cup ausgetragen wurde, gab es dieses Jahr auch einen BMX-Parcours.

Umweltschutz

Ein Festival in der Größenordnung von Das Fest geht auch immer mit einer Belastung für Mensch, Tier und Natur einher. Der Stadtjugendausschuss bemüht sich, Das Fest so umweltverträglich wie möglich zu gestalten und wurde dafür mit dem Green'n'clean-Award der Festival-Gesellschaft Yourope ausgezeichnet.

Hierfür wurde für Das Fest ein Umweltmanagementhandbuch erstellt, das die Maßnahmen nach den Richtlinien einer Green’n’Clean-Checkliste dokumentiert. Dieses Handbuch soll auch in Zukunft dazu dienen, die bereits umgesetzten Maßnahmen zu beobachten und gegebenenfalls zu optimieren.

Das Fest konnte von 90 möglichen Punkten 54 Punkte erreichen und darf sich somit 2007 offiziell als Green’n’Clean-Festival auszeichnen.

Neben Maßnahmen wie Mülltrennung, Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmittel, Maßnahmen zum Schutz des Bodens oder auch die Versorgung der Gäste durch Essensanbieter, die auf biologischen Anbau ihrer Produkte wert legen, hat Das Fest alle Stromleitungen auf regenerative Versorgung umgestellt.

Bilder

Programm

Musikbühne

Pink Cream 69
Freitag, 20. Juli
17:00 The Vengeance Clan
18:00 The Killertunes
19:30 Pink Cream 69
21:30 Sunrise Avenue
Tommy H. Price Band
Shy Guy At The Show
Samstag, 21. Juli
14:00 Honeyweed
16:00 Tommy H. Price Band
18:00 Shy Guy At The Show (als Gewinner des new.bands.festivals)
19:30 Sugarplum Fairy
21:30 Beatsteaks
Sonntag, 22. Juli
10:30 Badische Staatskapelle
12:30 Thomas Siffling Trio
14:00 TRIBAND (Sandie Wollasch/Triband)
15:30 Wallis Bird
19:00 Eskorzo
21:30 Die Fantastischen Vier

Zeltbühne

Donnerstag, 19. Juli
21:00 Trash As Trash Can: Kultfilm-Nacht
Freitag, 20. Juli
ab 17:00 HipHop-Jam mit diversen Gruppen
Samstag, 21. Juli
16:00 The Patricks
17:30 For A Day Of Sorrow
19:00 Bumble Bee
20:30 Lampshade
22:30 Ohrbooten
Sonntag, 22. Juli
13:00 Best of „the show“, Street-Dance-Wettbewerb
15:30 Begnadigte Stimmen, Karaoke-Show
17:30 Moorange
19:00 Fotos
21:00 Abuela Coca

Rahmenprogramm

Vorprogramm (Festcafé)

Beginn immer 20:00.

  • Samstag, 14.Juli: Lela
  • Sonntag, 15.Juli: 2-nite mit The Calico Bonnets & Minimalik
  • Montag, 16.Juli: Jazz Session (Jazzclub Karlsruhe)
  • Dienstag, 17.Juli: Zöller
  • Mittwoch, 18.Juli: Klassik mit Musikern des Badischen Konservatoriums Karlsruhe
  • Donnerstag, 19.Juli: 2-nite: Pete Bull and The School Of Hard Knocks meet Pete Jay & The Odd Men Out


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