Tag des offenen Denkmals 2005

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Der Tag des offenen Denkmals findet jeden zweiten Sonntag im September statt und ist eine bundesweite Veranstaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. An diesem Tag öffnen Städte, Gemeinden, Kirchen und viele private Eigentümer ihre denkmalgeschützten Gebäude.


Tag des offenen Denkmals 2005

Am 11. September 2005, dem Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center New York vor vier Jahren, fand ein Tag des offenen Denkmals statt. Das Thema ist "Krieg und Frieden". Einige Impressionen:

Historische Straßenbahn

Der Betriebshof der VBK lud zur Besichtigung historischer Straßenbahnen ein. Von 10:00 bis 16:00 Uhr bot der Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe e.V. (TSNV) Führungen an. Das teilweise regnerische Wetter hielt die Besucher nicht davon ab, die Ausstellung zu besuchen, und so war der 75 Jahre alte Spiegeltriebwagen bei den Führungen immer wieder gut besetzt. Auch nahmen viele die Gelegenheit wahr, mit den historischen Sonderwagen durch die Stadt mitzufahren.

Historische Straßenbahnen auf dem Gelände der VBK

Lutherkirche, Oststadt

Evangelische Kirchen sind bekanntermaßen gewöhnlich geschlossen. So bot es sich an, den Tag des offenen Denkmals zu nutzen, das Gebäude außerhalb der Gottesdienstzeiten gründlich zu besichtigen. Die Architekten Robert Curjel und Karl Moser hatten ursprünglich den Auftrag, eine neuromanische Kirche zu entwerfen, am Ende kam dabei eine Jugendstilkirche heraus. 1907 eingeweiht, wurde die Lutherkirche im 2. Weltkrieg 1944 bereits wieder zerstört. 1982 restaurierte man den Innenraum des Gebäudes original. 2001 erhielt die Lutherkirche eine neue Konzertorgel. Auf Stelltafeln konnten sich die Besucher über die Kriegsschäden der Lutherkirche und über die Geschichte der Orgeln in der Kirche informieren.

Lutherkirche in der Oststadt
Lutherkirche, Fassade mit Lutherfigur an der Durlacher Allee, Blickrichtung zum Durlacher Tor, Beflaggung am Tag des Offenen Denkmals, 11.09.2005

Großherzogliche Grabkapelle

Dass es am Tag des offenen Denkmals zum Teil heftig regnete, hatte ein Gutes: Man konnte die Wasserspeier an der Grabkapelle im Fasanengarten am Klosterweg in Aktion sehen.

Großherzogliche Grabkapelle in der Oststadt, Wasserspeier

Entgegen der sakralen Bauform ist das Gebäude keine Kirche: Von 10:00 bis 17:00 Uhr hatte das Mausoleum des Zähringergeschlechts ausnahmsweise die Türen geöffnet. In aller Ruhe konnten die Besucher durch die Grabkapelle wandeln, und sobald sich eine kleine Gruppe zusammengefunden hatte, gab es die Möglichkeit sich einer Führung anzuschließen, um kunsthistorische Details zu erfahren. Auch die Krypta war ausnahmsweise zugänglich.

Krypta der Großherzoglichen Grabkapelle

Daxlanden Luftschutzbunker

In Daxlanden konnte der oberirdische Luftschutzbunker Appenmühle in der Rheinstraße 47 besichtigt werden. Zeitzeugen von damals machten das Denkmal verständlich. Im Inneren des Luftschutzbunkers wurde kein Raum aus der 1940er Jahren erhalten, lediglich die äußerste Schleusentür ist noch von damals. 1980 wurde die innere Schleuse mit neuen Türen versehen, um gegen einen Atomkrieg gerüstet zu sein.

Bunker Appenmühle 2005

Weblinks