Wilhelm I.

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Kaiser Wilhelm I.

Kaiser Wilhelm I., König von Preußen (* 22. März 1797 in Berlin; † 9. März 1888 in Berlin) war von 1871 bis zu seinem Tod 1888 Deutscher Kaiser.

Familie

Großherzog Friedrich II. von Baden (1857–1928) und Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) waren seine Enkel.

Wilhelm I. war der Onkel des Prinzen Friedrich Carl von Preußen (1828–1885), der im Deutsch-Französischen Krieg (1870/’71) ein Heerführer war.

Leben und Wirken

als Prinz

„Der Prinz von Preußen vor Rastatt“

Während der Badischen Revolution war Wilhelm Kommandierender der „Operationsarmee in Baden und in der Pfalz“. Aufgrund seiner rücksichtslosen Vorgehensweise im Kampf gegen die Aufständischen nannte man ihn Kartätschenprinz.

1849 unterwarf er in wenigen Wochen die Truppen der Aufständischen in der Pfalz und in Baden. Mit der Einnahme Rastatts, der letzten Bastion der Revolutionäre, durch Truppen unter seiner Führung, wurde zugleich auch die Märzrevolution in Deutschland endgültig niedergeschlagen. Am 19. August zog er zusammen mit Großherzog Leopold von Baden feierlich in Karlsruhe ein.

als Kaiser

Kaiser Wilhelm I. mit Sohn, Enkel und Urenkel am 4. Juni 1882
18. Januar 1871 
Kaiserproklamation in Versailles: ein Karlsruher (Großherzog Friedrich I. von Baden, Schwiegersohn des Königs von Preußen) bringt das erste „Hoch“ auf Kaiser Wilhelm aus. Anton von Werner hält die Szene in seinem berühmten Bild fest.

Noch während des Deutsch-Französischen Krieges stiftet Kaiser Wilhelm am 22. März 1871 das Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen, mit dem auch mehrere Karlsruherinnen – darunter Seine Tochter, Großherzogin Luise – sowie Frauen in Baden-Baden, Bruchsal und Rastatt ausgezeichnet werden.

1885 war er beim Kaisermanöver im Raum Karlsruhe.


Ehrungen

Zu Ehren von Wilhelm I. gibt es in Karlsruhe:

In der Region gibt es unter anderem das Kaiserdenkmal in Graben, den Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm und weitere Kaiserstraßen. In Baden-Baden steht eine Kaiserbüste.

Literatur

Weblinks