Staustufe Iffezheim

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Staustufe, Schleusenkammer
Staustufe, Schleusenkammer

Die Staustufe Iffezheim ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt am Rhein bei Iffezheim, das aus Wehr, Schleuse, Kraftwerk und Fischpass besteht. Die Staustufe Iffezheim ist gleichzeitig Rheinbrücke, die B500 führt hier über den Fluss.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

  • Errichtung auf der Basis des deutsch-französischen Staatsvertrages von 1969
  • Vorbereitende Maßnahmen: 1970 Planfeststellungsverfahren, Grunderwerb auf beiden Rheinufern (etwa 400 ha), Baufeldräumung und Tiefenbohrungen
  • Beginn der eigentlichen Arbeiten für das Kraftwerk im Oktober 1974, für die Wehranlage im Dezember 1974 und für die Schleusenanlage im Januar 1975
  • Ende 1976 vorläufiger Abschluss der gesamten Bauarbeiten
  • Umleitung der Schifffahrt durch die Schleusenanlage am 14. März 1977
  • Absperrung des alten Rheinbetts am 26. März 1977
  • Fertigstellung der Staustufe Iffezheim Ende 1978

Die Schleuse

Die Schiffe werden in zwei Doppelkammerschleusen gehoben. Die Stauhöhe beträgt durchschnittlich 10,80 Meter. Die Größe der Schleusenkammer beträgt 270 x 24 m. Je nach Größe können bis zu sechs Schiffe gleichzeitig durch die Schleuse befördert werden. Der Wasserspiegel wird durch Füllen oder Leeren der Kammer ausgeglichen. Jährlich passieren etwa 40.000 Schiffe die Staustufe. Dieser Vorgang wird von einem Turm aus gesteuert und überwacht.

Fischtreppe

Nachdem der Rhein über einen Zeitraum von mehreren hunderttausend Jahren Lebensraum für den Lachs gewesen war, verschwand er Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Fluss. Mit dem "Programm Lachs 2000" hat die Internationale Kommission zum Schutz des Rheines (IKSR) 1987 Vorschläge formuliert, wie das Ökosystem des Rheins verbessert werden könne. Ziel war, den großen Wanderfischen wie Lachs, Meerforelle, Alse, Meerneunauge und Stör einen stabilen Lebensraum zu bieten und damit die Rückkehr in den Rhein bis zu den angestammten Laichplätzen zu ermöglichen.

Die Fischtreppe, auch Fischpass genannt, ist seit Juni 2000 in Betrieb. Es handelt sich um eine offene Betonrinne mit Neigung von etwas weniger als 4°. Der oberwasserseitige Abschnitt besteht aus 37 hintereinander angeordneten Becken, die miteinander durch senkrechte Schlitze verbunden sind. Während des anstrengenden Aufstiegs über die Labyrinth-Treppe können sich die Fische in den einzelnen Becken ausruhen. Der Fischpass ist 300 Meter lang und die Fische werden durch Fenster und über Kameras beobachtet und gezählt.

Das Kraftwerk

Das Kraftwerk wurde 1978 in Betrieb genommen. Es gehört der EnBW und der Electricité de France (EDF). Vier Turbinen mit einem Durchmesser von 5,8 Metern erzeugen mit bis zu 104 Megawatt Leistung rund 740 GWh Strom jährlich.

Das Wehr

Das Wehr besteht aus sechs Wehrfeldern von je 20 Metern Breite. Das Wehr ist ein Bauwerk zum Aufstauen des fließenden Wassers und garantiert die Schiffbarkeit des flussaufwärts des Wehrs gelegenen Flussabschnittes (Oberwasser). Es schützt zudem vor Hochwasser im flussabwärts gelegenen Bereich (Unterwasser), indem es das Wasser geregelt abfließen lässt.

Siehe auch

Weblinks

www.iffezheim.de/servlet/PB/menu/1305579_l1/index.html

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