Karl Peter Muller

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Karl Peter Muller („KPM“) oder auch „Charlie“ Müller (* 28. November 1935 in Mannheim; † 5. August 2000 in Kandel/Pfalz) war ein Kunstschaffender, Maler, Galerist, Autor, Musiker und Gastronom, der auch in Karlsruhe lebte und wirkte.

Leben und Werk

  • 1954 Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München, Malerei und Grafik, bei Prof. Franz Xaver Fuhr.
  • 1955 bis 1958 Ausbildung in Glasmalerei, Glasschliff, Glasmosaik bei Prof. Aloys Ferdinand Gangkofner.
  • 1956 Tätigkeit als freier Maler.
  • 1961 Gründung des Theaters „Tangente“ mit Erich Kaub im Haus Buhl, Heidelberg. Ein neues Kulturkonzept entsteht: Vereinigung von Theater, Malerei, Musik und Kneipe. Weitere Tangenten folgten in circa 20 Studentenstädten (Berlin, Freiburg, Göttingen, Karlsruhe, Mannheim, Marburg, München, Tübingen etc.) und das „POP“ in Heidelberg, in Zusammenarbeit mit Prof. David D.Lauer siehe Denkmalskulptur für den Rangierbahnhof.
  • Tätigkeit als Galerist für die Tangenten Deutschlands u.a. Ausstellungen mit Oskar Kokoschka, Georges Braque, Ferdinand Kriwet und Wolf Vostell.
  • 1962 Eröffnung Tangente Karlsruhe: Adlerstraße, mit Esther & Abi Ofarim und Vernissage von Oskar Kokoschka.
  • 1965 Teilnahme an der Int. Sommerakademie in Salzburg bei Prof. Emilio Vedova.
  • 1968 Gründung des ubu in Karlsruhe als ein Kommunikationszentrum für Musik, Literatur, Malerei. Architekten: Hans-Georg Böhler und Prof. Gernot Kramer, Karlsruhe. Musikalische Eröffnung mit der Blueslegende B.B. King.
  • 1972 Gründung der Galerie ubu. Eröffnungsausstellung mit Max Bill, siehe Familie von fünf halben Kugeln.
  • Ausstellungen von: Antonio Calderara, Dadamaino, Salvador Dalí Grafiken, Y. Fongi, Michael Rickelt, Otto Piene, Lothar Quinte,Hans Vaupel (Bildhauer), Rupprecht Geiger, Victor Vasarely, Manfred Woitischek.
  • 1978 Veröffentlichung Buch „Entremoses – Postres“.
  • 1979 Veröffentlichung Buch „Einmal war ich in New York", musikalisch begleitet von Hans Reffert.
  • 1979 Gründung des Szenetreffs Krokodil in der Waldstraße am Ludwigsplatz als Treffpunkt und Erlebniszentrum für Musik, Kunst und Kultur, mit Café, Restaurant, Bar und Jazzkeller. Architekt: Gernot Bayne.
  • Konzertveranstaltungen u.a. mit: Charly Antolini, Benny Waters, Ron Wilson Trio, Marianne Faithfull, GAP Band, Peter Herbolzheimer, Alexis Korner, Helen Schneider, Tony Sheridan, Supercharge, Andreas Vollenweider, Haens'che Weiss und Gunter Hampel.
  • 1980 Veröffentlichung Buch „Altea y yo“, Veröffentlichung Gedichtband „5 Sonette“, Veröffentlichung Buch „Camarque”.
  • 1982 Gründung der Academia Bellas Artes de Altea, Spanien. Veröffentlichung Buch „Wie man einen Hasen schlachtet“.
  • Schallplattenaufnahmen mit Produzent Vilko Zanki im Kangaroo Studio Karlsdorf: „Briefe an meinen Bademantel”, „Brief an meinen Haß“, "Stronzo", „Einmal war ich in New York”.
  • 1985 Neues Atelier in Wörth, in der Kantine des ehemaligen Linoleumwerkes.
  • 1986 Gründung der „Akademischen Werkstätten Maximiliansau“ für freie Malerei.
  • 1990 Veröffentlichung Buch „Ungeschriebene Zeit”.
  • 1994 Gründung der Akademischen Werkstätten Kandel e.V.

Ausstellungen

  • Kunsthalle Mannheim „Spanische Landschaften“, Galerie Benno Walldorf Frankfurt. La Garde-Freinet Frankreich. Tangente Karlsruhe. Centre Culturel Franco-Allemand de Karlsruhe in Baden-Baden.
  • Ausstellung der Eberbacher Blätter „Vier Jahreszeiten“ im Badischen Kunstverein Karlsruhe. Ausstellung im Kunstverein Baden-Baden.
  • Ausstellung „Abajo Altea – Spanische Aquarelle 1981“ Galerie Tandem Karlsruhe. Galerie von Witzleben Karlsruhe
  • Geburtstagsausstellung „55 Jahre KPM“ CEK Galerie Karlsruhe.
  • Arbeiten in der Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe. „Engel lachen – fauchen Drachen“. Keramikskulpturen Serie Malta – Serie Altea Ausstellung Kunstförderverein Weinheim.
  • Ausstellung „Aquarelle und Keramik“ in der Galerie Kaleidoskop Mannheim. Keramik-Ausstellung „Ton, Steine, Scherben – Metamorphosen“ in der Karlsruher Majolika Manufaktur.
  • Rauminstallation „Taras Zimmer“ zu den 150 Jahrfeiern der Badischen Revolution im Friedrich Hecker Haus in Eichtersheim, Gemeinde Angelbachtal.
  • Ausstellung „Das kleine Format“ Erdfarben-Erdtöne mit Musik von Laszlo und Florian Wolpert im Ettlinger Schloss. „Yo soy“ – Bilder und Skulpturen, Galerie Espace Suisse Strasbourg, France.
  • 2001 Veröffentlichung CD „Ein Brief an mich“ (posthum). Musik: Vilko Zanki, Tonstudio Kangaroo.
  • 2002 Retrospektive 1994-2000, Rauminstallation „Taras Zimmer“, Orgelfabrik Karlsruhe-Durlach

Ehrungen

Literatur

  • Josefine Müller, Dr. Karola Schulz: KPM – Karl Peter Muller, Heel Verlag GmbH, Königswinter 2017, 400 Seiten, ISBN 978-3-95843-584-1

Weblinks