Krokodil

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Die in diesem Artikel beschriebene Gaststätte, Örtlichkeit, das Unternehmen oder die Einrichtung besteht nicht mehr in der beschriebenen Form.
Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.

Fassade an der Blumenstraße

Das Krokodil war eine Kneipe am Ludwigsplatz in der Karlsruher Innenstadt-West.

Geschichte

  • Das Gebäude wurde 1914 bis 1915 vom Architekturbüro Pfeifer & Grossmann für den Bauherrn Jakob Möloth im Münchner Jugendstil erbaut und als Speisegaststätte mit „Münchner Bierstube“ am Ludwigsplatz eröffnet. Das bayerische Bier wurde im Eisenbahnwaggon von München nach Karlsruhe transportiert.
  • 1935 wurde Bier der Brauerei Fels ausgeschenkt.
  • 1942 diente es auch als Luftschutzkeller.
  • 1979 gründete Charlie Müller den Szenetreff „Krokodil“ als Treffpunkt der Kulturszene mit: einem Café, einem Restaurant, einer Bar (neben dem „kleinen Krokodil“) und einem Jazzkeller. Innen-Architekt war Gernot Bayne.
  • Der Künstler Charlie Müller lebte von 1977 bis 1984 im Penthouse. Er veranstaltete Konzerte z. B. mit Charly Antolini, Benny Waters, Ron Wilson Trio, All Stars, Marianne Faithfull, GAP-Band, Peter Herbolzheimer, Alexis Korner, Helen Schneider, Tony Sheridan, Supercharge, Andreas Vollenweider, Haens'che Weiss und Gunter Hampel und vielen Bands aus Karlsruhe und prägte das Image des heutigen Ludwigsplatzes entscheidend mit.
  • In den 1980er Jahren veranstaltete das Krokodil legendäre Faschingspartys (z.B. alle Räume mit blauem UV-Licht beleuchtet) und viel Live-Musik.
  • Letzter Betreiber des „Krokodil“ war die DAYnight GmbH.
  • Im ersten Quartal 2008 wurde es geschlossen, nach einer Renovierung öffnete hier im September 2008 das Enchilada.

Bilder

Adresse

Krokodil
Waldstraße 63
76133 Karlsruhe

Literatur

  • Dirk Neubauer: „Mexikaner ziehen ins Krokodil ein” und „Diplomatie mit Schnupftabak”, zwei Berichte in den BNN vom 17. Mai 2008 (Ausgabe Karlsruhe, Seite 29).

Weblinks