Steinbach

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Disambig-50px.png Dieser Artikel hat einen mehrdeutigen Titel. Weitere Bedeutungen werden unter Steinbach (Begriffsklärung) aufgeführt.

Kirche Steinbach
Ortsverwaltung Steinbach

Steinbach ist seit 1972 ein Stadtteil von Baden-Baden. Er gehört mit Neuweier und Varnhalt zu den Reblandgemeinden. Zu Steinbach gehört das Wohnviertel Umweg. Steinbach ist mit etwa 4.000 Einwohnern die größte Reblandgemeinde.

Geschichte

1258 verlieh König Richard von Cornwall auf Bitten des Markgrafen Rudolf I. von Baden dem kleinen Ort Steinbach das Stadtrecht. Das sorgte dafür, dass Steinbach eine Stadtmauer bauen und jede Woche einen Markt halten durfte. 2008 feierte Steinbach sein 750-jähriges Stadtrecht.

Wappen

Das Steinbacher Wappen zeigt einen roten Mühlstein mit einem schwarzen Zapfen.

Stadtsiegel

Seit der Stadtgründung im Jahre 1258 wird das erste Siegel der Stadt verwendet. Es ist eine Stadtmauer mit zwei Türmen und Zinnen abgebildet. Die lateinische Inschrift lautet auf Deutsch: „Siegel der Stadt Steinbach bei Iberg.“ später auch „Siegel der Bürger in Steinbach“. Seit der Eingemeindung nach Baden-Baden verwendet Steinbach das Siegel von Baden-Baden.[1]

Die Adelshöfe

In Steinbach gab es fünf miteinander verwandte Adelshöfe: von Bach, von Au, von Stein, von Röder und von Tiefenau. Diese waren Lehensleute des Markgrafen. Sie besaßen Eigenleute und hatten ab dem 14. Jahrhundert Steinhäuser.

Sehenswürdigkeiten

  • Senfturm
  • Katholische Pfarrkirche St. Jakobus (neugotisch)
  • Grünanlage alte Tongrube (Abenteuer- und Bambinispielplatz)
  • Heimatmuseum (auch Reblandmuseum genannt)
  • Reste der ca. 1272 erbauten Stadtmauer
  • Weinberge
  • Yburg
  • Freibad Steinbach
  • Meister–Erwin–Denkmal, Werk des Straßburger Bildhauers Andreas Friedrich, enthüllt am 29. August 1844

Die Stadtmauer

Stadtmauer in Steinbach von der Grabenstraße aus gesehen

Die Stadtmauer wurde wahrscheinlich kurz nach der Ernennung des Stadtrechtes erbaut; das ist aber nicht bestätigt. Sie muss schon um 1300 bestanden haben. Sie war einst 450 m lang. Heute sind davon 337 m erhalten. Sie war zwischen 1,30m und 1,50m stark und bis zu 7,20m hoch. Es gab zwei Stadttore: das Bühler Tor und das Badener Tor, auch Vorderes und Hinteres Tor bzw. Frankfurter und Basler Tor genannt. Man vermutet, dass es auch einen dritten Eingang gegeben hat. Es gab auch zwei große Gräben die zugeschüttet wurden. Im Bühler Tor befand sich nach der Aufstockung im Jahr 1765 im 1. Obergeschoss ein Gefängnis. Die damals neugotische Kirche wurde von einer zusätzlichen Mauer umgeben, in der die Bewohner der Stadt Zuflucht suchten wenn die Feinde in die Stadt eingedrungen waren.

Innerhalb der Stadtmauer befand sich

  • die Pfarrkirche
  • die Gernerkapelle
  • das Pfarrhaus
  • die Schaffnei
  • das Rathaus
  • das Amtshaus
  • der Diebesturm
  • das Badhaus und
  • der Crieghof.

Öffentliche, historische Gebäude

  • Das ehemalige Amtshaus
  • Das Rathaus
  • Das Pfarrhaus
  • Das Schaffneihaus
  • Das Zehnthaus [1]
  • Die Badstube und Brunnen

Die St. Jakobus Kirche

Im Jahr 1070 wurde zum ersten Mal eine romanische Kirche mit Langhaus [erwähnt?/erbaut?], die bis ins 15. Jahrhundert bestand.

Um das Jahr 1463 wurde eine neue spätgotische Kirche mit vier Altären gebaut. Sie wurde in den Kriegen 1643 und 1689 zerstört und in den einfachsten Barockformen wieder aufgebaut.

Im Jahr 1900, als die Raumnot in der alten Kirche immer größer wurde, plante man eine Vergrößerung der alten Kirche, die fast zu einen kompletten Neubau wurde. In den Jahren 1906/1907 wurde sie dann im neugotischen Stil gebaut.

Die Gernerkapelle

Die Gernerkapelle lag südlich des Chors. Der Name kommt vom lateinischen Carnium (Beinhaus). Dort wurden in einem Raum die Gebeine der Toten, die im engen Friedhof bei der Kirche ausgegraben worden waren, aufbewahrt. 1643 wurde die Gernerkapelle von den französisch-weimarischen Truppen zerstört. 1973/74 endeckte man Fundamente der Kapelle. Heute sieht man im Pflaster anhand dunkelbraune Pflastersteine wo die Gernerkapelle gestanden hat. Man hat auch eine Ecke wieder aufgemauert und ein Modell der Gernerkapelle im Maßstab 1:25 darauf platziert.

Grund- und Hauptschule Steinbach

Als das Steinbacher Schulhaus in der Steinbacher Straße aus allen Nähten platzte, suchte die Gemeinde einen neuen Platz für das Schulviertel. Man fand einen einen geeigneten Ort am Kanzlerbühn, bei der Meister-Erwin-Straße. Man baute 1972 dort erst die Hauptschule, 1975 dann die Schulsporthalle. Es sollte auch noch die Grundschule folgen. Was bis heute aber noch nicht passiert ist. Sie liegt noch im Gebäude in der Steinbacher Straße.

Der Steinbacher Friedhof

Bis Mitte des 16. Jahrhunderts lag der Steinbacher Friedhof um die Kirche herum. Als dann 700 Menschen an der Pest starben, baute man einen neuen Friedhof außerhalb der Stadtmauer mit einer später errichteten Friehofsmauer. 1794, 1813, 1976 wurde der Friedhof vergrößert. 1978/79 wurde dann auch die Einsegnungs- und Leichenhalle gebaut.

Verwaltung

Ortsvorsteher

Der Ortsvorsteher der drei Reblandgemeinden (Steinbach, Neuweier und Varnhalt) ist Ulrich Hildner.

Die erste Frau wurde 1968 in den Gemeinderat der damals noch selbständigen Stadt Steinbach gewählt: Grethel Herrmann (* 1. Oktober 1919). Erst zwei Jahre später trat sie der CDU bei. Nach der Eingemeindung war sie bis 1988 als Ortschaftsrätin tätig.

Feuerwehr

Persönlichkeiten

Vereine

Vereine in Steinbach[1]:

Verkehr

ÖPNV

Im Industriegebiet von Steinbach liegt der Haltepunkt Baden-Baden Rebland. Dort halten die Stadtbahnlinien  S7  und  S71 .

Innerhalb des Ortes gibt es Busverbindungen der Buslinien  216   261 .

Adresse

Ortsverwaltung Rebland
Verwaltungsstelle Steinbach
Steinbacher Straße 55
76534 Baden-Baden
Telefon: (0 72 23) 9 40 79 - 60
Telefax: (0 72 23) 9 40 79 - 70

Luftbilder von Steinbach

Weblinks

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 "Das Baden-Badener Rebland"