Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

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Die Orangerie

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe gehört zu den bedeutendsten und ältesten Museen der Bundesrepublik. 1846 eröffnet, ist sie eines der wenigen in großen Teilen ihrer alten Substanz und Ausstattung original erhaltenen Kunstmuseen Deutschlands. Die Sammlung umfasst Kunst aus acht Jahrhunderten, vor allem Werke deutscher, französischer und niederländischer Meister. Rund 800 Gemälde und Skulpturen sind im Hauptgebäude und in der Orangerie ständig zu sehen.

Das Kupferstichkabinett mit seinen mehr als 80.000 Blättern ist eine der ältesten Graphiksammlungen Europas. Die Bibliothek gehört mit ihren 140.000 Bänden zu den vier größten öffentlich zugänglichen Museumsbibliotheken in Deutschland. Die Sonderausstellungen widmen sich mit der Sammlung inhaltlich verknüpften Themen: Kunst von der Gotik bis zur Gegenwart. Ende Februar 2009 wurde die Junge Kunsthalle eröffnet, ein Kindermuseum.

Inhaltsverzeichnis

Leitung

Die Kunsthistorikerin Pia Müller-Tamm, bisherige kommissarische Leiterin der Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen (K20/K21), übernahm zum Mai 2009 die Leitung. Sie ist die Nachfolgerin von Klaus Schrenk, die rund 14 Jahre die Kunsthalle als Direktor geführt hatte. Zum 1. März 2009 hat er die Generaldirektion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen übernommen.

Ehemalige Direktoren der Kunsthalle

Geschichte

Die Großherzogliche Gemäldegalerie 1860
Anbau von Heinz Mohl

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe mit dem Hauptgebäude und der benachbarten Orangerie bildet heute ein architekturhistorisch einmaliges Ensemble. In ihm manifestiert sich die Karlsruher Stadtentwicklung des 19. Jahrhunderts. 1837 erteilte Großherzog Leopold von Baden dem Baudirektor Heinrich Hübsch den Auftrag eines Neubaus der Großherzoglichen Gemäldegalerie. Dieser wurde 1846 fertiggestellt. Nach Hübschs Tod verging mehr als ein Vierteljahrhundert bis der Raumbedarf der Galerie es nahe legte, ihre Erweiterung fortzuführen. 1891 legte Baudirektor Josef Durm eine beschlussfähige Planung vor, die eine Fortsetzung des Baukörpers im Osten vorsah. 1908 bis 1909 wurde der Nordflügel, ein Entwurf des Oberbaurates Heinrich Amersbach angebaut, dem 1982 bis 1990 der Westflügel von Heinz Mohl folgte. So verwirklichten insgesamt 4 Architekten über 150 Jahre hinweg die Gesamtplanung, die – bei allen historischen Umbrüchen und Verschiebungen – Hübschs projektierter Grundidee eines Gesamtkunstwerks aus Architektur, Malerei und Skulptur, zumindest in wesentlichen Zügen folgt. Das Hauptgebäude verfügt seitdem über eine Gesamtfläche von 7474 Quadratmetern, von denen etwa 4775 Quadratmeter für die Galerie genutzt werden.

Ehemalige Direktoren der Galerie

Zu Ehren Hans Thomas wurde 1909 die Hans-Thoma-Kapelle errichtet.

Landtagsbeschluss zur Gründung der Kunsthalle Karlsruhe 1837

Ausstellungen

  • bis 29. Juni 2008: "Kräftespiel. Zeichnung und Grafik Thomas Meier-Castel"
  • bis 2. August 2008: "KAtharina Hinsberg - binnen"
  • 12. Juli bis 5. Oktober 2008: "Gotthard Graubner - Radierungen"
  • ab 18. Oktober 2008: "Edouard Vuillard"

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag bis Freitag: 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10:00 bis 18:00 Uhr
Rückseite am Botanischen Garten

Eintrittspreise

Hauptgebäude: 4,- Euro/ermäßigt 2,50 Euro
Schüler: Eintritt frei (mit Ausnahme der Sonderausstellungen)
Familienkarte: 6,- Euro
Für Inhaber des Landesfamilienpasses einmal jährlich frei

Adresse

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Hans-Thoma-Straße 2-6
76133 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 9 26 33 59
Telefax: (07 21) 9 26 67 88
E-Mail: info(at)kunsthalle-karlsruhe.de
Haltestellen-H klein.png  nächste Haltestelle: Europaplatz oder Herrenstraße    

Literatur

  • "Staatliche Kunsthalle Karlsruhe" von Kirsten Claudia Voigt, München / Berlin 2005. ISBN 3422064958, 12,90 Euro.

Weblinks

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