Reinhold Frank

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Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof

Reinhold Frank (* 23. Juli 1896 in Bachhaupten/Oberschwaben; † 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee) war ein Rechtsanwalt und Gegner des NS-Regimes.

Leben und Wirken

Der zunächst unpolitische Rechtsanwalt übernimmt vor Gericht wiederholt die Verteidigung von politischen Gegnern des Nationalsozialismus. Im Februar 1943 kommt er mit Carl Goerdeler, einem Widerstandskämpfer in Kontakt. Er lässt sich zusammen mit dem Baurat Albrecht Fischer für den Fall des Gelingens des Attentats auf Adolf Hitler (1944 am 20. Juli) und des Staatsstreichs als Politischer Beauftragter im Wehrkreis V (Stuttgart) gewinnen. Nach dem Scheitern des Attentats wird er in der Nacht zum 21. Juli 1944 in Karlsruhe von der Gestapo verhaftet und später nach Berlin gebracht. Dort wird er am 13. Januar 1945 wegen Hoch- und Landesverrat vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 im Zuchthaus Berlin-Plötzensee durch Erhängen hingerichtet.

Ehrungen

Zu seinen Ehren ist auf dem Karlsruher Hauptfriedhof ein Gedenkstein errichtet. Die Straße, in der die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe ihren Sitz hat, trägt seit 1946 den Namen Reinhold-Frank-Straße.

Auch die Reinhold-Frank-Gedächtnisvorlesung ist seinem Andenken gewidmet.

Im Info-Center am Hauptfriedhof wurde vom 24. Januar bis 17. April 2006 eine Ausstellung über ihn gezeigt, die anschließend in gekürzter Form im Rathaus zu sehen war. Zur Ausstellung ist begleitend ein kleines Faltblatt mit Informationen zu Reinhold Frank erschienen, das im Infocenter kostenlos erhältlich ist. Außerdem kann dort ein 1995 anlässlich des 50. Todestages von der Stadt Karlsruhe herausgegebenes Heft (26 Seiten) erworben werden (2 Euro).

Weblinks