KSC-Stadion
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Dieser Artikel behandelt die Planung um die künftige Spielstätte, zum aktuellen Stadion siehe Wildparkstadion.
Da die Diskussion um den Um- oder Neubau eines Stadions für den Karlsruher SC jetzt doch länger dauert, wird hier der Verlauf der Planungen dokumentiert.
Inhaltsverzeichnis |
2007
- 16. Juli 2007
- Die Stadt ruft kurzfristig eine Pressekonferenz ein, um dem KSC Unbeweglichkeit in den Verhandlungen vorzuwerfen. [1]
- 14. November 2007
- Der Umbau des Wildparkstadions wird verkündet, es scheint, als ob sich beide Parteien einig sind und auch die Finanzierung geklärt ist. [2]
2008
Juli/August
- 4. Juli 2008
- Plötzlich macht Ingo Wellenreuther den Vorschlag, doch einen alternativen Standort zu prüfen, die Universität sei am Gelände interessiert, so dass die Nachnutzung gesichert sei. Das Land müsste dazu das Gelände kaufen. Heinz Fenrich gibt am Abend noch eine Pressemeldung raus: „Wer die Standortdiskussion neu eröffnet, kalkuliert sehenden Auges ein, dass sich der Bau einer neuen Spielstätte für den KSC um Jahre verzögert”.
- 5. Juli 2008
- Die Karlsruher Liste plädiert dafür, eine Denkpause bis September einzulegen, und nicht am Dienstag im Gemeinderat über die drei verschiedenen Lösungen abzustimmen. Bis dahin sollen die anderen Standorte geprüft werden.
- 8. Juli 2008
- Alternativstandorte sollen noch mal von einem externen Gutachter genauer untersucht werden. Eine Abstimmung im Gemeinderat ergibt nur, dass die CDU-Fraktion hinter der Idee von Ingo Wellenreuter steht. Heinz Fenrich hat für seine Meinung, den Wildpark umzubauen, keinen Rückhalt mehr in der eigenen Fraktion. Bei der Montagssitzung der CDU im IHK-Haus soll der IHK-Geschäftsführer Mengele gesagt haben: „Eine Eliteuniversität wie die Fridericiana muss eine Entwicklungsmöglichkeit haben“. Die IHK unterstütze die Standortprüfung, so Mengele.
- Der Bruchsaler OB Doll meldet sich über eine dpa-Meldung zu Wort, gemeinsam mit dem KSC ein Stadion an der Autobahnausfahrt Bruchsal bauen zu wollen. Die Idee wäre aber nicht neu.
- 9. Juli 2008
- Die Karlsruher SPD-Fraktion macht sich weiterhin für den Umbau des Wildparkstadions stark, allerdings sollte der KSC dann einen Teil der Investitionssumme selbst stemmen. „Wer jetzt den Standort wechselt, der verschiebt den Anstoß im neuen Stadion auf den St.-Nimmerleins-Tag“, so Baitinger von der SPD. [3]
- Das derzeitige Wildparkstadion erhält auf jeden Fall eine Lizenz für die Saison 2008/09, Auflagen der DFL wurden und werden noch umgesetzt.[4]
- 14. Juli 2008
- Bei Oberbürgermeister Hans Fenrich sind Forderungen von Teilen des Gemeinderates über eine erneute Untersuchung der Standortalternativen "Gleisbauhof/Durlacher Allee" und "Untere Hub" angekommen.
- Nachdem sich in der Vergangenheit sowohl die Wildparkkommission in zwei Sitzungen, als auch der Gemeinderat im Zusammenhang mit der Grundsatzentscheidung vom 23. Mai 2006 für einen Umbau des Wildparkstadions zu einem reinen Fußballstadion ausgesprochen hat, hält der Oberbürgermeister eine nochmalige Untersuchung weiter für überflüssig. Auch das jüngst ins Spiel gebrachte Interesse der Universität am Wildparkstadion kann daran bei ihm nichts ändern.
- Um eine möglichst breite Zustimmungsbasis zu erreichen hat er eine Abänderung der Beschlussgrundlage vorgeschlagen. Diese sieht im Wesentlichen vor
- das Gesamtbudget für einen Umbau des Wildparkstadions alternativ ggf. unter Berücksichtigung einer KSC-Beteiligung festzulegen,
- den „Gleisbauhof/Durlacher Allee“ und die „Untere Hub“ nochmals zu untersuchen,
- das verpflichtende Interesse des Landes am Wildparkstadion abzuklären.[5]
- 15. Juli 2008
- Der Gemeinderat das Thema diskutiert und der Vorlage 1454[6] zugestimmt, daher werden die Areale „Gleisbauhof/Durlacher Allee“ und die „Untere Hub“ auf eine Eignung als Standort für ein neues KSC-Stadion untersucht.
- 22. Juli 2008
- BNN-Bürgerforum zum KSC-Stadion, ab 18 Uhr im Gemeindezentrum St. Stephan, Ständehausstraße 4
- Auf dem Podium saßen Tom Beck, Vorsitzender der Supporters Karlsruhe e.V., Stadtrat Lüppo Cramer (KAL), Sportbürgermeister Harald Denecken (SPD), Stadtrat Heinrich Maul (SPD), KSC-Vizepräsident Rainer Schütterle und Stadtrat Ingo Wellenreuther (CDU). Moderator Günther Kopp (BNN)[7] [8] [9] Etwa 300 Besucher waren anwesend.
- 29. Juli
- In einem Interview mit den BNN sagt Horst Hippler, Rektor der Uni, dass bereits im August ein Nutzungskonzept für das Wildparkgelände vorliegen soll. Das sieht vor, dass die Haupttribübe bestehen bleiben soll und dort Verwaltung und Seminarräume untergebracht werden, die alte Gegengerade soll abgerissen werden. Er geht davon aus, wenn das Nutzungskonzept gut ist, wird sich das Land einem Kauf des Geländes nicht verschließen können.
- 30. Juli
- Nach BNN-Angaben vermeldet der Bezirksverband der Gartenfreunde, dass die Kleingärtner im Gleisdreieck nicht umgesiedelt werden wollen. Die Kosten für die Umsiedlung der 155 Gärten und des Vereinsheims werden auf etwa 5.000.000 Euro geschätzt. Zudem wäre das Erdreich ab ca. 1,5 Meter durch das ehemalige Gaswerk kontaminiert, dessen Entsorgung noch mal einen zweistelligen Millionenbeitrag kosten würde.
- 1. August
- Die Stadt Karlsruhe beauftragt das Büro „Albert Speer & Partner“ aus Frankfurt/Main mit der Untersuchung der beiden Standortalternativen.[10]
- 4. August
- Der Badische Fußballverband spricht sich gegen einen Umbau des Wildparkstadions und für einen Neubau aus. „Ohne einen Neubau wird der KSC sicher mehr und mehr an Boden verlieren”, betonte der BFV-Präsident. [11]
- Der KSC unterstützt die Entscheidung der Stadt, das Architektenbüro Albert Speer & Partner zu beauftragen. [12]
- 5. August
- Der Präsident des KSC teilt auf seiner Jahrespressekonferenz mit, dass es drei Interessenten gäbe, die an einem Namensrecht des Stadionneubaus an der Autobahn interessiert seien. Namen wollte Raase nicht nennen, da er den potentiellen Sponsoren auch noch nichts zeigen könne.
- 15. August
- Die Stadtzeitung berichtet, dass das Planungsbüro Albert Speer & Partner auch mit dem KSC Kontakt aufnehmen werde. [13]
September/Oktober
- 18. September
- Die Stadt Karlsruhe beauftragt das Büro „Albert Speer & Partner“ aus Frankfurt/Main mit der zusätzlichen Untersuchung der dritten Standortalternative „Wildpark“.[14]
- 30. September
- Das KIT legt sein erstes räumlichen Entwicklungskonzept eines Wissenschaftscampus in der Karlsruher Innenstadt vor, eine zentrale Rolle spielt hierbei der Wildpark, wobei die Planer davon ausgehen, dass der KSC bis 2013 ein neues Stadion hat.[15]
- 7. Oktober
- Die IHK Karlsruhe präsentiert ihr in Auftrag gegebenes Stadion-Gutachten des Industrie- und Handelskammer IHK. Danach wird ein Neubau an der Autobahn bevorzugt. Bechtold sagte auch, dass Gespräche mit der Karlsruher Wirtschaft geführt werden, die bei einem Neubau als Mitinvestoren auftreten könnten. Zwischen zehn und 40 Millionen Euro würden so evtl. zusammenkommen.
- 10. Oktober
- Das von der Stadt angeforderte Gutachten wird vorgestellt. Alle drei Standorte sind danach deutlich teurer als die 86 Millionen Euro von denen der Gemeinderat ausging.
- Als beste Variante wird die Untere Hub in dem Gutachten genannt, das soll 165 Millionen Euro kosten, wobei es auch 220 Millionen werden könnten. Ob hier eine Schienenanbindung vorgesehen ist, blieb offen.
- Die teuerste Variante am Gleisbauhof wird mit 216 Millionen Euro angesetzt, wobei es auch 290 Millionen werden könnten.
- Die billigste Lösung ist der Wildparkumbau mit 108 Millionen Euro, wobei es auch 143 Millionen Euro werden können und die Renovierung der Haupttribüne in dem Preis noch nicht enthalten ist.
- Der Oberbürgermeister Fenrich leitet aus dem Gutachten ab, dass das Wildparkstadion umgebaut werden soll und bietet als Alternative dem KSC an, das Stadion selbst an der Autobahn zu bauen und dafür 50 Millionen von der Stadt zu bekommen.
- Der Gemeinderat darf nun am 21. Oktober 2008 darüber entscheiden.
- 21. Oktober
- Der Gemeinderat hat sich mit 40 zu 8 Stimmen für einen Umbau des Wildparkstadions entschieden. Sollte der KSC das nicht wollen, kommt es zu einem investorengestützten Stadion, von der Stadt unterstützt. Der KSC hat angekündigt, den Vertrag zum Stadionumbau nicht zu unterschreiben.
November
- 12. November
- Der IHK-Präsident Bechtold wirft der Stadt Karlsruhe in einem dpa-Interview vor, die wirtschaftliche Bedeutung des KSCs nicht erkannt zu haben.
- 13. November
- OB Fenrich meldet sich in einer Pressemeldung zu Wort: „Die Stadt Karlsruhe benötigt keine Nachhilfe, um die Bedeutung des KSC für Stadt und Region zu erkennen. Von niemandem."
- 14. November
- Die SPD Karlsruhe wundert sich, in welcher Eigenschaft Bechtold ständig größere Forderungen nach einer Unterstützung für den KSC hat und schlägt die Gründung einer ”KSC-Partei” vor.
- 25. November
- Die Freien Wähler - Bürger für Karlsruhe bitten den Investor Newport, das Stadion auf dem Messplatz zu bauen. Dort seien die Eigentumsverhältnisse klarer. [16]
Quellen
- Pressemitteilungen von KSC und Stadt Karlsruhe im Archiv des BvRK e.V.
- Chronologie einer Posse (I) - Der lange Weg zum neuen Stadion, Eine Dokumentation von Denis Elbl und Sebastian Schäfer, ka-news vom Samstag, 12. April 2008
- Chronologie einer Posse (II) - Auf Um- und Irrwegen zum neuen Stadion, Eine Dokumentation von Denis Elbl und Sebastian Schäfer, ka-news vom Sonntag, 13. April 2008
Fußnoten
- ↑ http://www.kicker.de/fussball/bundesliga/startseite/artikel/367737/
- ↑ http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/artikel/371968/
- ↑ http://www1.karlsruhe.de/Gemeinderat/SPD-Fraktion/presse/aktuelles.php?id=161 9.Juli 2008 SPD hält am Standort Wildpark fest
- ↑ BNN vom 10. Juli 2008
- ↑ Pressemeldung der Stadt Karlsruhe vom 14. Juli 2008 zur Beschlussvorlage 1454 zur Gemeinderatssitzung am 15. (geändert wurde damit die Vorlage 1453 (pdf)
- ↑ http://www.karlsruhe.de/rathaus/gemeinderat/sitzungen_gr/dokumente/download?dok=080708-35766-DF-99998:35766 Vorlage 1454
- ↑ BNN Karlsruhe, 19. Juli 2008, „Stadion: KSC-Fans sagen ihre Meinung“, Seite 19
- ↑ BNN Karlsruhe, 23. Juli 2008, „Unser Herz schlägt für den Wildpark, aber …“, Seite 3
- ↑ BNN Karlsruhe, 23. Juli 2008, „Fußballfans im Stephanssaal“, Seite 13
- ↑ Sonderpressedienst 1. August 2008. Standortalternativen Stadion: Stadt beauftragt Büro Albert Speer & Partner
- ↑ http://www.badfv.de/de/aktuelles/news_2008_0804_11.php?navanchor=1500000
- ↑ http://www.bvrk.de/archiv/artikel/102/ksc-unterstuetzt-beauftragung-von-albert-speer-partner
- ↑ http://www1.karlsruhe.de/Aktuell/Stadtzeitung08/sz3303.htm
- ↑ BNN Karlsruhe, 19.9.2008 (Seite 15) mit Quellenangabe Büro des Oberbürgermeisters Fenrich
- ↑ KIT-PM-058: Ein Wissenschaftscampus im Herzen der Stadt
- ↑ http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/Karlsruhe-KSC-Stadion;art86,108311
del.icio.us
Mr.Wong
