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Schuttsammelplatz

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Die diversen Karlsruher Schuttsammelplätze dienten der Trümmerbeseitigung in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg.

Schuttsammelplätze und Verlauf der Schuttbahn-Trassen 1945-1949
Schuttsammelplätze und Verlauf der Schuttbahn-Trassen 1945-1949

Nachdem als Folge des Zweiten Weltkriegs in Karlsruhe, speziell in der Innenstadt, ein Großteil der Gebäude zerstört bzw. mehr oder weniger beschädigt war, die Schuttberge z.B. in der Kaiserstraße von den zerstörten Gebäuden der beiden Straßenseiten in Straßenmitte zusammentrafen, bestand die Aufgabe, über 2 Mio m³ Schutt aus den Ruinen und auf den Straßen zu sammeln und zu beseitigen. Hierzu wurde in Karlsruhe im Herbst 1945 die Aufräumungs-Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe (AAK) gebildet.

Schmiederplatz mit Schuttbahn
Schmiederplatz mit Schuttbahn

Verteilt über das Stadtgebiet wurden auf großen, freien Plätzen, z.B. am Engländerplatz, Friedrichsplatz, Schloßplatz oder Schmiederplatz Schuttsammelplätze als Zwischendeponien und Umladeplätze eingerichtet. Der Schutt aus der Umgebung wurde mit Förderbändern, Handwagen, Pferdefuhrwerken, Feld-(Loren-)bahnen (von Hand geschoben oder von Dieselloks gezogen), umgerüsteten Straßenbahnwagen oder Lastwagen (natürlich mit Holzvergaser, Benzin oder Diesel war knapp oder garnicht zu bekommen) zu diesen Sammelplätzen transportiert und dort zwischengelagert. Die Schuttberge auf diesen Zwischenlagerplätzen erreichten zeitweise Höhen von fast 10m.

Umladestation von Feldbahnkipploren auf Schuttbahnwagen am Schloßplatz
Umladestation von Feldbahnkipploren auf Schuttbahnwagen am Schloßplatz

Die AAK richtete vom Schloßplatz durch Bismarckstraße, Hoffstraße, Hildapromenade (hier auf der Trasse der früheren Maxaubahn), Händelstraße bis ins Auffüllgelände südlich des Rheinhafens eine schmalspurige (900mm) Schuttbahn ein. Am Schloßplatz war ein richtiger Rangierbahnhof, die kleineren Feldbahnloren wurden auf eine Rampe in ca. 2,5m Höhe neben dem Schuttbahngleis geführt, sodaß die Kipploren der Feldbahnen über Rutschen direkt in die größeren Wagen der Schuttbahn entleert werden konnten. An den anderen Sammelplätzen wurde der abgeladene Schutt von großen Greiferbaggern auf die 2-achsigen Schuttwagen verladen, bis so ein Zug mit ca. 15 Loren vollbeladen von einer Dampflok gezogen abdampfte in Richtung Rheinhafen.

Zu den anderen Plätzen führten hiervon Abzweigungen bzw. vorübergehend gelegte Gleistrassen, so z.B durch die Sophienstraße zwischen Karlstraße und Herderstraße. An diesen Sammelplätzen wurde der Schutt von großen Baggern mit Greifern auf die Schuttloren verladen bis so ein Zug mit ca. 15 Loren vollbeladen von einer Dampflok in Richtung Rheinhafen gezogen wurde.

Literatur

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