Josef Werner

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Josef Werner (* 19. Dezember 1914 in Ettlingen; † 18. März 2016) war ein Autor und Journalist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Josef Werner ist der Sohn des im Ersten Weltkrieg in Frankreich gefallenen Postschaffners Joseph Werner († 15.09.1915) und dessen Frau Anna Werner (1889–1985), geborene Kühn, Gründerin und Leiterin einer Privatkochschule in Ettlingen sowie Verfasserin mehrerer Kochbücher (Hauptwerk "Das Werner-Kochbuch").

Verheiratet mit Irmgard Hengstenberg (1914–2002). Kinder: Sigrid (1944–1946); Ralph (* 1947), Prof. Dr. rer. pol., Wirtschaftsinformatiker; Gudrun (* 1948), Dr. phil., Psychotherapeutin.

Nach Besuch des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums in Rastatt mit Aufenthalt im Erzbischöflichen Gymnasialkonvikt Abitur am Berthold-Gymnasium in Freiburg. In Freiburg begann er ein Studium der Philosophie, der Geschichte, der Germanistik und der Zeitungswissenschaft. Daneben machte er ein Volontariat beim „Alemannen” in Freiburg, anschließend besuchte er die Reichspresseschule in Berlin, danach arbeitete Werner als freier Journalist in Berlin. Von 1937 bis 1945 war er Soldat.

1946 kam Werner als Redakteur zum „Südwestecho“ nach Rastatt, war zeitgleich als Korrespondent der Südena, der deutschen Nachrichtenagentur in der französischen Zone, am Tribunal Général in Rastatt akkreditiert. Von 1948 bis Ende 1949 war er Leiter der Lokalredaktion der „Süddeutschen Allgemeinen Zeitung“ in Karlsruhe, von 1950 bis 1982 Lokalchef der BNN, in den letzten sechs Jahren zugleich stellvertretender Chefredakteur.

Werner war Mitbegründer des Presseclubs Karlsruhe und des Hilfsvereins Karlsruher Journalisten und viele Jahre Vorsitzender beider Vereine. Von 1966 bis 1969 fanden in der Karlsruher Schwarzwaldhalle die von ihm initiierten Bühnen- und Pressebälle statt, die als „Tinte und Schminke“ bezeichnet wurden. Viel beachtet war Werners Sonntagskolumne „Rund um die Pyramide“ unter dem Pseudonym des badischen Wappentiers „Greif“.

Mit 67 Jahren in den Ruhestand getreten, schrieb Werner weiterhin für seine Zeitung und für den „Blick in die Geschichte“, ein Periodikum des Stadtarchivs Karlsruhe. Es entstanden auch Bücher zur Zeitgeschichte wie „1945 – Karlsruhe unter Hakenkreuz, Trikolore und Sternenbanner“ sowie „Hakenkreuz und Judenstern - Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich“. Werner bezeichnete letzteres Werk als die „umfangreichste, schwierigste, aber auch wichtigste Arbeit meines Lebens“.

Werke

  • „Bauen und Wohnen. 75 Jahre Hardtwaldsiedlung Karlsruhe", 120 Seiten, 1994.
  • „1945 – Karlsruhe unter Hakenkreuz, Trikolore und Sternenbanner”, G. Braun Buchverlag, Karlsruhe, 324 Seiten, erschienen 1985 (2. Auflage 1986).
  • „Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich”, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Band 9, 544 Seiten, erschienen 1988 im Badenia Verlag, 2. Auflage 1988.
  • „Kochmutter Anna Werner – eine Familiengeschichte”, 303 Seiten, Info-Verlag, Karlsruhe, 2005, ISBN 3-88190-378-X.

Zudem schrieb Werner die Texte zu den Bildbänden „Die 40er Jahre" (1995, ISBN 3-7650-8134-5), „Die 50er Jahre“ (1993 ISBN 3-7650-8125-6), „Die 60er Jahre“ (1994, ISBN 3-7650-8131-0), „Die 70er Jahre" (1999, ISBN 3-7650-8201-5) mit Fotos von Horst Schlesiger und Erich Bauer, erschienen 1993 - 1999 in Karlsruhe im G. Braun Buchverlag; eine 2. Auflage der Bücher über die 50er und 60er Jahre erschien 2002.

Ehrungen

Weblinks