Obergrombach

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Lage von Obergrombach in Bruchsal
Rathaus

Obergrombach ist seit 1971 Stadtteil von Bruchsal, blickt aber auf eine Jahrtausende lange Geschichte zurück und wurde 1337 erstmals als Stadt erwähnt.

Obergrombach liegt oberhalb und westlich der ehemaligen Gemeinde Untergrombach, die heute ebenfalls Bruchsaler Stadtteil ist, und hat 2.472 Einwohner (Stand: 30.12.2016).

Geschichte

Burg

Die „Rössener Kultur” hinterließ erste Siedlungsspuren in Obergrombach zwischen 4.000 und 3.000 vor unserer Zeitrechnung.

Etwa 130 nach Christus gab es einen römischen Gutshof im Gewann Steinhaufen bei Obergrombach.

Um 260 übernehmen die Alemannen das Land und werden im 6. Jahrhundert durch die Franken verdrängt.

Der Lorscher Codex erwähnte Grombach erstmals am 10. Juli 789.

1265 wurde die Urmark Grombach getrennt und am 15. Februar 1337 wurde die Stadt Obergrombach erstmals erwähnt.

Das Rathaus Obergrombach wird 1735 erbaut. 1771 wird das Amt Obergrombach aufgehoben und fällt 1803 an Baden.

Das Freibad Obergrombach besteht seit 1954 südöstlich unterhalb der Marienburg.

Die eigenständige Geschichte endete 1971 mit der Eingemeindung nach Bruchsal.

Die Obergrombacher Marienburg

Burg

Die Obergrombacher Burganlage wurde um 1200 gebaut. Sie ging aus einem grundherrlichen Hof aus fränkischer Zeit hervor.

Seit dem Jahr 1311 befand sich die Burg im Besitz der Fürstbischöfe von Speyer.

1502 missglückte der Bauernaufstand der Bundschuh-Bewegung durch den Untergrombacher Joß Fritz. Der Versuch, die Burg zu erobern, scheiterte.

1689 wurde die Burg aufgrund des Pfälzischer Erbfolgekriegs teilweise zerstört. 1723 ließ Fürstbischof Hugo Damian von Schönborn das untere Schloss als Sommerresidenz ausbauen.

Die Burg befindet sich seit 1885 im Besitz der Familie von Bohlen und Halbach.

Burgfest

Seit 1981 feiert Obergrombach alle zwei Jahre sein „Obergrombacher Burgfest“[1] im Wechsel mit dem Heidelsheimer Reichstadtfest. Das lnächste Burgfest ist für 23. Juli 2016 bis 25. Juli 2016 geplant.

Judentum in Obergrombach

alte Synagoge

Synagogen

Die alte Synagoge war alter jüdischer Besitz und befindet sich gegenüber dem Rathaus. Sie wurde von 1820 bis 1844 als Synagoge der jüdischen Gemeinde in Obergrombach genutzt. Um 1850 waren hier eine koschere Metzgerei und ein Frauenbad untergebracht.

Ihr folgte die Martinskapelle von etwa 1845 bis 1888. Dann erlosch die selbstständige jüdische Gemeinde.

Friedhof

Nördlich des Dorfes ist im Gewann Judenschlag ein jüdischer Friedhof.

Führung

Anlässlich des Europäischen Tages der Jüdischen Kultur gab es am 2. September 2010 eine Führung.

Kirchengemeinden

Katholisches Pfarramt St. Martin
Pfarrer Manfred Helfrich
Helmsheimer Straße 1
76646 Bruchsal
Telefon: (0 72 57) 93 03 27
Telefax: (0 72 57) 93 03 28
Evangelische Christusgemeinden Unter- und Obergrombach
Pfarrerin Andrea Knauber
Joß-Fritz-Straße 30a
76646 Bruchsal
Telefon: (0 72 57) 9 24 - 2 89
Telefax: (0 72 57) 9 24 - 3 30
E-Mail: cg-grombach(at)t-online.de
Offizielle Webpräsenz „Evangelische Christusgemeinden“

Vereine

Weblinks

Fußnoten

  1. http://burgfest.obergrombach.de/
Bruchsaler Stadtteile
Bruchsal, Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Obergrombach und Untergrombach sind die Stadtteile Bruchsals.