Jüdischer Verbandsfriedhof Obergrombach

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Jüdischer Friedhof in Obergrombach
Infotafel

In Bruchsal-Obergrombach gibt es einen geschlossenen Jüdischen Verbandsfriedhof, der auf der Grenze zu Untergrombach am Eichelberg liegt.

Geschichte

Der jüdische Friedhof wurde 1632 gegründet und diente über zwanzig Gemeinden als Begräbnisplatz. Er wurde immer weiter ausgebaut, bis er rund zwei Hektar erreicht hatte. Während der NS-Diktatur wurde er geschändet und seiner Steine beraubt. Weitere Beraubugen fanden zunächst auch nach 1945 statt: Grabsteine wurden zur Befestigung der Obergrombacher Hohle benutzt. Diese wurden 1992 wieder auf den Friedhof gebracht und soweit möglich saniert.

Die letzten beiden Beisetzungen fanden 1964 beziehungsweise 1972 statt. Im November 1982 wurde ein Gedenkstein zur Erinnerung der NS-Opfer aufgestellt, 1995 wurde ein weiteres Denkmal errichtet.

Besichtigung

Anlässlich der Veranstaltung Europäischer Tag der Jüdischen Kultur kann der Friedhof besichtigt werden, zuletzt 2009, und 2010

Anfahrt

Anfahrt über die B 3. Zwischen Bruchsal und Untergrombach auf der abzweigenden Straße zur General-Speidel-Kaserne hochfahren, nach 800 Meter in der Linkskurve gerade weiter, nach 200 Meter führt der nach rechts gehende Waldweg direkt zum Friedhof.

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Weblinks