1723

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Ereignisse

30. Juni
Karl Wilhelm von Baden-Durlach entsendet 350 Soldaten nach Pforzheim, um die größte Stadt der Markgrafschaft zu besetzen. Vorausgegangen waren Abgabenforderungen von Karl Wilhelm, die er 1716 erhoben hatte und nun zu offenen Unruhen führten. Die Soldaten werden bei den Rädelsführern einquartiert und deren Vermögen gepfändet oder versteigert. Da die Pforzheimer den Großteil der Wertsachen zuvor aus der Stadt geschafft hatten, werden keine großen Beträge erzielt. Im Jahr 1726 wird es zu erneuten Unruhen kommen.
Ohne Datum
Der erste jüdische Friedhof wird am Mendelssohnplatz angelegt.
Das Seilerhäuschen wird errichtet.
Arbeiten im Schloss Bruchsal.
Karl Wilhelm von Baden-Durlach erlässt eine neue Forstordnung für seine Markgrafschaft. Sie regelt den nachhaltigen Umgang mit den Wäldern. Damit ist er seiner Zeit etliche Jahrzehnte voraus. Die neue Ordnung verpflichtet die Bürger dazu, jeweils 20 neue Eichenbäume zu pflanzen und in den ersten Jahren zu pflegen. Wenn diese Bäume aufgrund von Nachlässigkeit eingehen würden, ist pro Baum eine Strafe von einem Gulden zu zahlen. Zum Vergleich: Ein Forstknecht erzielt ein ungefähres Jahreseinkommen in Höhe von 40 Gulden. Gemeinden, die mehr Holz schlagen, als nachwachsen kann, müssen 15 Gulden Strafe zahlen.

Geboren

11. Juli 
Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, Prinzessin von Hessen, verheiratet mit Markgraf Karl Friedrich von Baden

Gestorben

soweit nicht anders vermerkt: in Karlsruhe.

2. Mai 
Christoph von Baden-Durlach (* 9. Oktober 1684 auf der Karlsburg in Durlach).