Kolpingplatz

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Der Kolpingplatz mit der fast fertig zur „Kaphaltestelle“ umgebauten Haltestelle im Oktober 2012
Die Haltestelle Kolpingplatz im Jahr 2011 vor ihrem Umbau mit einer Straßenbahn der Linie  2 
Der älteste Kiosk Karlsruhes, ...
... der in den 1980er Jahren erneuert wurde

Der Kolpingplatz ist ein Platz in der Südweststadt, der von der Karlstraße in Nord/Süd-Richtung durchquert wird. Mitten auf dem Platz befindet sich die Straßenbahnhaltestelle Kolpingplatz.

Geschichte

Der Kolpingplatz entstand 1911 als Karlsplatz, aufgrund seiner Lage in der Karlstraße. Hier befand sich davor der ehemaliger Beiertheimer Viehtriebweg. Zuerst war eine Kirche geplant, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs durchkreuzte diesen Plan.

1936 wurde er von den Nationalsozialisten in Langemarck-Platz umbenannt. Der Name geht auf den Ort Langemarc(k)[1] in Belgien zurück, den zu Beginn des Ersten Weltkriegs junge Soldaten stürmten und dabei ihr Leben ließen.[2]

1948 wurde der Platz dann auf Wunsch des Kolpingvereins in Kolpingplatz unbenannt, schließlich befindet sich das Kolpinghaus direkt daneben.

Von 1929 bis 1973 befand sich auf dem westlichen Teil eine von Hecken umgebene Aral-Tankstelle[3]. Als diese geschlossen wurde entstand auf beiden Seiten ein Brunnen mit Wasserspielen. Einer davon ist Adolph Kolping (1813–1865)[4] gewidmet, der andere seinem evangelischen Kollegen Johann Hinrich Wichern (1808–1881).[5] Beide Brunnen wurden von dem Karlsruher Bildhauer Gerhard Karl Huber gestaltet. 1978 war die Umgestaltung abgeschlossen, OB Otto Dullenkopf eröffnete den Platz als „schöne Anlage zum Verweilen”.

An der Ecke Gebhardstraße und Karlstraße, vor dem Haus Karlstraße 128 befindet sich der älteste Kiosk Karlsruhes.

Im Jahr 2012 wurde die Haltestelle zur sogenannten Kaphaltestelle umgebaut, was die gemeinsame Nutzung des Gleisbereichs für Straßenbahnen, Busse und Autos umfasst.

Bilder

Lage

Dieser Ort im Stadtplan:

(H)  nächste Haltestelle: Kolpingplatz   

Fußnoten

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Langemark“
  2. siehe dazu Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Mythos von Langemarck“
  3. Auf dem Bild vom Stadtarchiv ist ein ARAL-Zeichen zu erkennen
  4. zur Person siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Adolph Kolping“
  5. zur Person siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Johann Hinrich Wichern“