Der Stahlhelm

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Der Stahlhelm (vollständige Bezeichnung Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten) war eine Vereinigung in der Weimarer Republik. Im „Stahlhelm“ hatten sich Frontkämpfer des Ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) zusammengeschlossen. Namensgebend war die während jenes Krieges in den deutschen Armeen eingeführte militärische Kopfbedeckung, der Stahlhelm, der bald zu einem Symbol deutschen Soldatentums geworden war.

Weibliches Pendant war der 1923 gegründete Bund Königin Luise (kurz Luisenbund), dessen publizistisches Zentrum Karlsruhes heutige Partnerstadt Halle (Saale) war.

Die Jugend war im Jungstahlhelm und im Scharnhorstbund organisiert.

Ein prominentes Mitglied im „Stahlhelm“ war Prinz Wilhelm von Preußen (1906–1940, in Frankreich im Zweiten Weltkrieg als Offizier der Wehrmacht gefallen), ältester Enkel Kaiser Wilhelms II. (1859–1941); aufgrund seiner Teilnahme an einem Manöver der Reichswehr wurde 1926 der Chef der Heeresleitung, Generaloberst v. Seeckt (1866–1936) – ein ehemaliger Karlsruher „109er“ –, entlassen.

Baden

In den 1920er Jahren wurden in der Region Karlsruhe und dem Umland mehrere Ortgruppen des Stahlhelm gegründet: Die Ortsgruppe Karlsruhe wurde im Oktober 1924 von 14 ehemaligen Frontsoldaten gegründet; weitere Ortsgruppen in Baden-Baden und Heidelberg folgten.[1]

Für Baden bestand ein Landesverband Baden; Landesverbandsführer Baden des „Stahlhelm“ war der gebürtige Frankfurter Georg v. Neufville (18831941).[2]

Literatur (Auswahl)

In der Badischen Landesbibliothek (BLB) zu Karlsruhe vorhandene Literatur zum „Stahlhelm“ [mit Standortnummer]:

  • Wilhelm Kleinau: Franz Seldte – Ein Lebensbericht, Berlin, Stahlhelm-Verlag, 1933 [63 A 3855]
  • Volker R. Berghahn: Der Stahlhelm – Bund der Frontsoldaten 1918–1935 (= „Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien“, 33), Düsseldorf 1966 [ZB 778,33]
  • Wieland Vogel: Katholische Kirche und nationale Kampfverbände in der Weimarer Republik („Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte“; 48), Mainz 1989 ISBN 3-7867-1397-9 [89 B 1378]
  • Seiten 7, 12, 20, 34, 35 48 und 83 in „Baden-Baden unter dem Hakenkreuz: die Jahre 1933 bis 1945 – eine Chronik und Quellensammlung“ von Rolf Rößler, Norderstedt 2000, ISBN 3-8311-0288-0 [101 A 2792]

Liederbücher des „Stahlhelm“ befinden sich in Freiburg (Breisgau) im Deutschen Volksliedarchiv.

Weblinks

Fußnoten

  1. Franz Seldte: Der Stahlhelm: Erinnerungen und Bilder, Band 1 (1932), Seite 322
  2. Edelleute.de (Institut Deutsche Adelsforschung Claus Heinrich Bill): Adel in der Zeitung "Der Stahlhelm" 1925 bis 1935, L–Z. – Zur Person siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Georg von Neufville“