Rheintalbahn

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
(Weitergeleitet von Baden-Kurpfalz-Bahn)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick auf die Rheintalbahnstrecke von der L605 im Süden von Karlsruhe mit Blickrichtung Bahnhof Forchheim
Die Strecke entlang der alten Trasse der Badischen Hauptbahn Richtung Ettlingen bei Rüppurr in südliche Blickrichtung
Die gleiche Strecke vom gleichen Standort, jedoch in nördliche Blickrichtung

Die Rheintalbahn ist die Eisenbahnstrecke Mannheim - Basel und verbindet die vier größten badischen Städte. Zwischen Mannheim und Karlsruhe sowie zwischen Karlsruhe und Rastatt existieren je zwei parallel verlaufende zweigleisige Strecken. Die östliche davon, über Heidelberg, weist die im Vergleich zur Westseite stärkere Besiedlung auf und heißt auch Baden-Kurpfalz-Bahn. In der Karlsruher Region sind neben Karlsruhe auch die Orte Graben-Neudorf, Bruchsal, Stutensee, Ettlingen, Rheinstetten, Rastatt, Baden-Baden und Bühl über die Rheintalbahn erreichbar, teilweise allerdings nur mit Umsteigen von/nach lokalen Verkehrsmitteln und erheblichen Zugangs-/Abgangsentfernungen.

Geschichte

Die Rheintalbahn ist Teil der ehemaligen Badischen Hauptbahn. Davon entstand die Baden-Kurpfalz-Bahn zuerst, und zwar 1843 zunächst auf 1600 mm Breitspur, bei Umspurung im Jahr 1854 auf 1435 mm Normalspur. Die vielen Doppelnamen von Haltestellen an dieser Strecke rühren daher, dass man die Bahn nicht im Ort haben wollte; Zugangswege zu Fuß von stellenweise einer Stunde wurden in Kauf genommen. Elektrifizierung war in den 1950er Jahren, dabei 1955 Verlegung des ehemals im Stadtzentrum von Heidelberg gelegenen Kopfbahnhofs an seine heutige Stelle zum Durchgangsbahnhof. 1870 wurde die Strecke Mannheim - Schwetzingen - Graben-Neudorf - Eggenstein - Karlsruhe auf betreiben der Stadt Mannheim als Rheinbahn eröffnet, die heute im Bereich Eggenstein zur Hardtbahn gehört; 1895 kam der Abschnitt Graben-Neudorf - Blankenloch - Karlsruhe hinzu. Der Abschnitt Graben-Neudorf - Leopoldshafen wurde 1967 eingestellt und mittlerweile abgebaut. Als Neubaustrecken kamen hinzu:

  • 1987 der hier relevante Abschnitt der Strecke Mannheim - Stuttgart mit Abzweig Saalbach,
  • 1991 weitere (Stuttgarter) Einfädelungen in diese Strecke nördlich von Bruchsal,
  • 2004 Rastatt Süd - Offenburg, so dass auch hier jetzt vier Gleise liegen.

Für den durchgehenden viergleisigen Ausbau bis Basel wurden die Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Streckensperrungen

2009

Aufgrund der Streckensperrung Karlsruhe–Rastatt 2009 kam es zwischen 29. März und 12. Dezember 2009 zu Einschränkungen. Die meisten Verbindungen der damaligen Linie  S31  entfielen zwischen Karlsruhe und Rastatt. Auf den verbliebenen Verbindungen wurden die Zwischenhalte aufgehoben, als Ersatz wurde die Schienenersatzverkehrlinie S3E eingerichtet.

2011

Um die neue Eisenbahnbrücke über die Murg unmittelbar südlich des Bahnhof Rastatt einzusetzen, wurde der Streckenabschnitt über das Osterwochenende im April 2011 erneut geplant gesperrt.

2017

Aufgrund einer Gleisabsenkung beim Bau des Tunnel Rastatt auf der Höhe von Niederbühl bei Rastatt kommt es zu einer unplanmäßigen Streckensperrung, die dazu führt, dass aus Richtung Karlsruhe alle Nahverkehrszüge der Linie  R4  sowie die Züge der  S7  und  S71  in Rastatt enden, dort in einen SEV mit Bussen umgestiegen werden muss und die Fahrt erst ab dem Bahnhof Baden-Baden entsprechend fortgesetzt werden kann. Die Unterbrechung begann am 12. August 2017.

Betrieb

Die Rheintalbahn erlaubt zwischen Mannheim und Freiburg außerhalb von Bahnhöfen fast überall Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h und ist somit Karlsruhes schnellster Bahnzugang.

Linienführung

Auf der Rheintalbahn verkehren im Landkreis Karlsruhe alle hier aufgeführten Fernlinien sowie folgende weitere Linien:

Wichtigste Querverbindung ist die  S33  auf der Bruhrainbahn Bruchsal - Graben-Neudorf - Germersheim (- Speyer).

Siehe auch

Weblinks