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Abzweig Saalbach
Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Die 1991 auf voller Länge in Betrieb genommene, zweigleisige Neubaustrecke Mannheim - Stuttgart der DB verläuft durch den Landkreis Karlsruhe und weist unterwegs verschiedene Abzweige auf. Der wichtigste davon ist der Abzweig Saalbach (Einfädelung Rheintalbahn) nahe des gleichnamigen Flusses Saalbach und etwa 1 km westlich des Haltepunkts Wiesental der Regionalbahn R2 , der an der Rheintalbahn selbst liegt.
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Eigenschaften
Dieser Abzweig liegt spitz Richtung Mannheim mit folgenden Parametern und Höchstgeschwindigkeiten:
- Durchgehende Zweigleisigkeit.
- Niveaufreier Betrieb (Überwerfungsbauwerk), d. h. ohne gegenseitige Behinderung von Zügen.
- Stammgleise (Richtung Stuttgart) mit Vmax = 250 km/h.
- Zweiggleise (Richtung Karlsruhe) mit Vmax = 200 km/h.
Die hohe Geschwindigkeit auf den Stammgleisen ist nichts Außergewöhnliches, wohl aber dieselbe auf den Zweiggleisen. Dortige 200 km/h markieren im Abzweig Saalbach die schnellsten Weichen Deutschlands. Aus Kosten- und Radius-Gründen sind die Höchstgeschwindigkeiten auf Zweiggleisen nie höher als auf der angrenzenden Zweigstrecke, sondern eher viel niedriger. Vor 1987 galten 130 km/h in Weichen-Abzweigungen bereits als sehr viel. Im Rahmen von Neubaustrecken entstanden bundesweit einige Abzweige, die 160 km/h erlauben, so zum Beispiel die Einfädelung Heidelberg - Stuttgart.
Betrieb
Der entsprechende nördliche Teil der Neubaustrecke ging wegen Trassenbündelung mit Straßen und einfachem Gelände bereits 1987 in Betrieb, kurz darauf folgte der Einbau der Linienzugbeeinflussung auch auf der Altstrecke zwischen dort und Karlsruhe. Somit konnte Mannheim - Karlsruhe bereits (lange vor der Einführung von ICE-Zügen) durchgehend mit 200 km/h gefahren werden, was bereits als Schnellfahrt gilt. Die früher nur knapp zu haltende halbe Stunde zwischen beiden Städten bietet heute die fahrplantechnisch notwendigen Zeitpuffer.
Alle beteiligten Streckenabschnitte erlauben Gleiswechselbetrieb, d. h. auch den Linksverkehr langsamerer Züge. Dies sind nicht nur Güterzüge, sondern auf der Neubaustrecke auch Personenzüge, nämlich abends Richtung Süden, wenn bei entsprechend in Mannheim aufeinander wartenden Zügen Verspätungen vorliegen und Richtung Norden kein Zug mehr kommt. Der Zug Richtung Karlsruhe fährt hierzu ab Mannheim links, um den schnelleren Richtung Stuttgart nicht zu behindern, und muss dann vor Graben-Neudorf zum Übergang auf die Altstrecke deutlich abbremsen.
Magistrale
Für einen im Rahmen der Magistrale überzeugenden Hochgeschwindigkeitsverkehr von mehr als 160 km/h muss im hier dargestellen Gebiet, das ohnehin kaum bewohnt ist, ein Gleisdreieck entstehen. Alle anderen zwischen Karlsruhe und Stuttgart in Frage kommenden Strecken über Durlach Bahnhof sind nämlich bereits durch Stadtbahnen belegt, was derartige Geschwindigkeiten ausschließt.
del.icio.us
Mr.Wong
