Carl Kaufmann

Aus dem Stadtwiki Karlsruhe:
Wechseln zu: Navigation, Suche

Carl „Charly“ Kaufmann (* 25. März 1936 in New York, † 1. September 2008 in Karlsruhe) war ein Olympionike, Realschullehrer sowie Opern- und Schlagersänger.

Leben

Nach dem Schulbesuch in Karlsruhe am Bismarck-Gymnasium und einem Abschluss an der Badischen Hochschule für Musik als ausgebildeter Tenor besuchte er das sportliche Institut der Technischen Hochschule Karlsruhe, was er mit einem Sportlehrer-Examen abschloss.

Kaufmann trat zunächst dem Karlsruher TV bei, wechselte aber später zum Karlsruher SC.

1955 gewann er seine erste Deutsche Meisterschaft über 200m. Sechs weitere Titel in verschiedenen Laufdisziplinen folgten. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom holt er beim 400-Meter-Finale der Herren am 6. September mit 44,9 Sekunden (Weltrekord) die Silbermedaille[1]. Eine weitere Silbermedaille gewann er mit der 4x400-Meter-Staffel in damaliger Europarekordzeit. 1964 beendete er seine Sportlaufbahn, als ihm die Qualifikation für die Olympischen Spielen nicht gelang.

Ende der 1960er Jahre arbeitete er als Realschullehrer in Karlsruhe, bis Mitte der 1970er Jahre als Opern- und Operettensänger.

Nach seiner Sportlerkarriere studierte er Sport und Theologie, um danach das Karlsruher Theater Die Käuze zu gründen, was er bis zuletzt leitete. Zudem war er Gründungsmitglied des SSC und KSC-Ehrenmitglied.

Noch bis zu seinem Tod trainierte er seine Tochter Larissa Kaufmann in Leichtathletik.

Wirken

  • 1960 2 Olympische Silbermedaillen (4 x 400m-Staffel, 400m) in Rom.
  • Verschiedene Plattenaufnahmen, z.B. „In einer Nacht in Taormina”
  • 1967 gründete er mit Freunden das Karlsruher Theater „Die Käuze”.

Ehrungen

Literatur

Michael Dittrich, Daniel Merkel: Bel ami der Aschenbahn – Das Leben des Carl Kaufmann. 2010, Die Werkstatt, ISBN 978-3895337246

Weblinks

Fußnoten

  1. Karlsruher Monatsspiegel - Folge 31