Kaufhaus UNION

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Kaufhaus UNION

Das Kaufhaus UNION (später Hertie als Warenhaus) ist ein ehemaliges Kaufhaus in Karlsruhe.

Geschichte

Neueröffnung des ehemaligen Kaufhauses "Union" als "Hertie" im August 1966

Gegründet 1888 als „Garn-, Knopf-, Posamentier-[1], Weiß- und Wollwarengeschäft“, einer Filiale der Firma Hermann Tietz, in der Kaiserstraße 205 (neben der Hofapotheke). („Union“ hießen die außerhalb Berlins gelegenen Hermann-Tietz-Warenhäuser.) 1901 Umzug in die Kaiser- Ecke Ritterstraße in einen Teil des Hauses „Hotel Erbprinz“, das 1911 ganz gekauft, abgerissen und bis 1913 durch einen Warenhausneubau ersetzt wurde.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 hatte gravierende Auswirkungen auf das Warenhaus und seine Eigentümer. Im Zuge der „Arisierung” wurde die Hertie Kaufhaus-Beteiligungs GmbH von einem aus Gläubigerbanken bestehendem Konsortium gegründet. Durch die Drohung mit Kreditkündigungen wurden am 18. August 1934 alle Gesellschafter aus der jüdischen Familie Tietz dazu gezwungen, ihre Anteile stark unterbewertet an die Hertie GmbH zu verkaufen.

Am 4. Dezember 1944 wurde das Gebäude durch Brandbomben zerstört, bis 1952 wiederaufgebaut.

Ein großer mehrjähriger Umbau Mitte der 1960er Jahre mit erheblicher Erweiterung zur Herrenstraße (wo zuvor das Kino Pali existierte) bis zum Zirkel (wo sich am Eck das frühere Lokal Zum Landsknecht befand), einer Tiefgarage sowie zwei weiteren (per Aufzug erreichbaren) Parkebenen im 4. und 5. Obergeschoss wurde 1966 mit der Wiedereröffnung unter dem Namen Hertie abgeschlossen. 1984 wurde die Fassade (im "Weinbrenner-Stil") an der Kaiserstraße umgestaltet.

1994 wurde Hertie von Karstadt übernommen. Bei der vollständigen Umwandlung der Hertie-Filialen in Karstadt-Filialen stand der Karlsruher Hertie weit hinten, wenngleich an Sortiment und Angeboten eine Zugehörigkeit zu Karstadt erkennbar war. Ein möglicher Grund dafür ist, dass sich die angestammte Karstadt-Filiale schräg gegenüber befindet. Am 1. September 2001 wurde die Filiale schließlich doch umbenannt und trug bis zum Umbau des Gebäudes 2004 den Namen Karstadt am Zirkel.

2002 [2] wurde das Gebäude an den Bauunternehmer Josef Esch verkauft. Für diese Immobilie wurde von der Oppenheim-Esch-Managementgesellschaft ein geschlossener Immobilienfonds aufgelegt. [3].

Nach einem kompletten Umbau beherbergte das Haus 2005 einen Karstadt-Sport, dm und seit 2006 auch eine Breuninger-Filiale. Im Untergeschoss von Karstadt Sport befand sich anfangs ein Karstadt Schnäppchenmarkt. Zugang hatte man hierzu direkt über Karstadt Sport durch eine Rolltreppe. Seit dem Einzug von KiK Textil-Discont im Untergeschoss des Gebäudes im Jahr 2012 gibt es einen separaten Eingang. Im Jahr 2021 löste die SportScheck-Filiale Karstadt Sports ab.

Adresse

letzte Adresse:

Kaiserstraße 92
Karlsruhe

siehe auch

Der Karlsruher Monatsspiegel berichtet regelmäßig über das UNION, beispielsweise in

Weblinks

Fußnoten

  1. Wikipedia über Posamentierer
  2. Bericht bei welt.de vom 8. Oktober 2010 [1]
  3. Bericht bei tagesspiegel.de vom 22. Juni 2009 [2]