Wolfgang Reiß

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Wolfgang Reiß (* 17.7.1944) ist Judaist[1] (jemand der sich wissenschaftlich mit dem Judentum beschäftigt)[2] und der ehemalige Stadtarchivar von Rastatt.

Wirken

Reiß veröffentlichte in den 1980er und 90er Jahren mehrere Beiträge im Heimatbuch Landkreis Rastatt (–> siehe unten), beispielsweise über das „Barockjahr 1981 in Rastatt“ oder die neue Synagoge, und verfasste die Einführung zu Franz Simon Meyers (1799–1871) Tagebuchaufzeichnungen, die im Heimatbuch des Landkreises Rastatt veröffentlicht wurden (Seiten 87–111 im Heimatbuch Landkreis Rastatt 1991 sowie Seiten 93–120 im Heimatbuch Landkreis Rastatt 1992).

Wolfgang Reiß ging Anfang Juli 2009 in den Ruhestand; seit 1. Oktober 2009 ist Oliver Fieg als sein Nachfolger am Stadtarchiv Rastatt tätig.

Auch im Ruhestand blieb Wolfgang Reiß als gefragter Kenner der Rastatter Stadtgeschichte bei Veranstaltungen in Rastatt präsent: 2010 sprach er auf der Rastatter „Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Deportation jüdischer Mitbürger zum Thema „Melanie Billigheimer – 22.10.1940 nach Gurs deportiert. Beispiel einer jüdischen Familiengeschichte“[3] – und begleitend zur Ausstellung „Aus langem Festungsschlaf erwacht – die moderne Entwicklung Rastatts nach der Entfestigung zwischen 1890 und 1914“, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Oberrhein um 1900“ stattfand, machte Wolfgang Reiß eine Stadtführung zum Thema „Veränderungen und Bauaktivitäten hinter den Festungswällen nach der Entfestigung in der Zeit 1890–1914“.[4]

Publikationen

(Auswahl)

  • Barockjahr 1981 in Rastatt, in: Heimatbuch Landkreis Rastatt, 1982, Seiten 35–38
  • Die "neue" Synagoge in Rastatt: 1906–1938, in: Heimatbuch Landkreis Rastatt, 1983, Seiten 107–114
  • Zur Geschichte des Kindergartens in Rastatt, in: Heimatbuch Landkreis Rastatt, 1984, Seiten 137–144
  • Vom Pulverhaus zur Musikschule für Behinderte, in: Heimatbuch Landkreis Rastatt, 1985, Seite 55–64
  • Überlegungen zu Hofmaler Heinrich Lihl und zum Lihlschen Familienbild, in: Heimatbuch Landkreis Rastatt, 1993, Seiten 199–213
  • Beiträge in "Aus langem Festungsschlaf erwacht" (Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Stadtmuseum Rastatt), herausgegeben von der Stadt Rastatt (Rastatt 2009, ISBN 978-3-923082-63-6):
    • Ein gegenüber dem Bahnhof gelegenes Hotel: Details 1895 bis 1910 (Seiten 98–101)
    • "Wirtschaftliche" Entwicklung im neuen Industriegebiet: worüber Akten nebenbei informieren (Seiten 136–143)

Weblinks

Fußnoten

  1. „130 Jahre jüdischer Friedhof in Rastatt – Stadtarchiv und Stadtmuseum erarbeiten neues Führungskonzept“
  2. Für eine bessere / genauere Definition siehe: Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Judaist“
  3. Michaelsgemeinde-Rastatt.de: „Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag Deportation jüdischer Mitbürger (2010)“
  4. „Stadtführung durch Rastatt mit Wolfgang Reiß“, ka-news.de vom 22.10.2009