Roman Herzog

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Roman Herzog (rechts) verleiht dem Richter Ernst Träger bei dessen Verabschiedung das Bundesverdienstkreuz im Jahr 1989
I. Senat des Bundesverfassungsgerichts in alter Zusammensetzung im Dezember 1989. Vierter von links Roman Herzog

Roman Herzog (* 5. April 1934 in Landshut; † 10. Januar 2017 in Bad Mergentheim) war ein deutscher Jurist und Politiker der CDU, der ab 1983 zuerst Vizepräsident und von 1987 bis 1994 Präsident des Bundesverfassungsgerichts war. Danach wurde er zum Bundespräsidenten gewählt.

Leopoldshafen

Seinen Wohnsitz während seiner Zeit als Präsident des Bundesverfassungsgerichts hatte er in Leopoldshafen. Hier wohnte er bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten in einem Hochhaus in der Mannheimer Straße ganz oben in einer Penthousewohnung. 1994 wurde ihm vom Leopoldshafener Carnevals Club der LCC Orden "Schröcker-Leopold" verliehen.

Lebenslauf

  • 1958 Promotion zum Dr. jur., danach Assistent bei dem Staatsrechtler Theodor Maunz.
  • 1964 Habilitation
  • danach lehrte er in München, ab 1965 auf einem eigenen Lehrstuhl an der Freien Universität in Berlin und ab 1969 in Speyer.
  • 1970 trat Herzog der CDU bei.
  • 1973 wurde er ordentliches Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche.
  • ab 1973 leitete er fünf Jahre lang die rheinland-pfälzische Landesvertretung in Bonn.
  • 1978 trat er als Kultusminister in die Stuttgarter Landesregierung ein.
  • 1980 übernahm er das Amt des Innenministers.
  • 1983 ging er als Vizepräsident ans Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe.
  • 1987 übernahm er das Amt des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.
  • 1994 wurde er zum Bundespräsidenten gewählt, wobei er sich im dritten Wahlgang gegen Johannes Rau durchsetze. Er war der erste Bundespräsident, der von Anfang an seinen ersten Amtssitz in Schloss Bellevue in Berlin hatte. Dieses Amt führte er bis 1999 aus.

Weblinks