Nordstadtbahn

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Erste Testfahrt am 14. Mai. Wagen 555 in der Grashofstraße.
Erste Testfahrt am 14. Mai. Wagen 555 in der Grashofstraße.
Regelbetrieb mit Niederflurwagen
Regelbetrieb mit Niederflurwagen

Die Nordstadtbahn (Straßenbahn Nordstadt/Heide) ist das jüngste innerstädtische Straßenbahnprojekt. Die Einweihung fand am 27. Mai 2006 an der Endhaltestelle Neureut-Heide statt. Die Nordstadtbahn wird irrtümlicherweise oft als "Nordbahn" bezeichnet. Selbst die Presse, zum Beispiel die BNN, benutzt teilweise beide Bezeichnungen in einem Artikel.

Der erste Stadtbahnwagen befuhr am 14. Mai 2006 um 9:40 Uhr die Gleise der Neubaustrecke. Selbst die normalerweise dort nicht verkehrenden Stadtbahnwagen haben im Zuge der Linienumstellung neue Zielfilme erhalten. Im Hintergrund ist der Schleifwagen 489 zu erkennen, der gerade seine Arbeit beendet hat.

Die 3,1 km lange, zweigleisige Straßenbahntrasse folgt in großen Teilen der ehemaligen Hardtbahn, unter anderem dem heutigen Mittelstreifen der Erzbergerstraße. Sie beginnt am Mühlburger Tor, biegt in die Grashofstraße ab, schneidet die Hildapromenade und verläuft dann über die Riefstahlstraße und die Erzbergerstraße weiter durch den Weißdornweg bis zur vorläufigen Endhaltestelle Neureut-Heide im Bereich der Eislaufhalle in Heide. Dort befindet sich eine Wendeschleife, in dessen innerem Zirkel der Parkplatz der Eislaufhalle neu angelegt wurde. Eine spätere Verlängerung der Straßenbahn bis nach Kirchfeld über die alte Bahnlinie oder die Freihaltetrasse zur Hardtbahn an den Blankenlocher Weg und weiter durch Kirchfeld-Nord ist im aktuellen Bebauungsplan sowie im Nahverkehrsentwicklungsplan vorgesehen.

Insgesamt befinden sich entlang der Trasse sechs Haltestellen:

  1. Kunstakademie / Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft (der wohl längste Haltestellenname im Straßenbahnnetz)
  2. Synagoge
  3. Lilienthalstraße
  4. Berufsakademie
  5. Heidehof
  6. Neureut-Heide

Die etwa 570 Bäume (Zählung 1999) auf dem Mittelstreifen der Erzbergerstraße waren während der Planungsphase oft ein "Stein des Anstoßes" gewesen. Mit einer Trassenführung am westlichen Rand des Grünstreifens und der Verwendung einer speziellen Bauform für Haltestellen konnte der Eingriff in diesen Baumbestand auf ein Mindestmaß reduziert werden. Erstmalig im Straßenbahnnetz der VBK kamen deswegen Fertigteilbahnsteige auf Einzelfundamenten zum Einsatz.

Die Gestaltung der Haltestellen und der begleitenden Landschaftsplanung sind das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs. Gewonnen wurde dieser Wettbewerb 2001 von dem elsässischen Architekten Alfred Peter aus Straßburg.

Die Straßenbahnlinie 3 bedient die Nordstadt und die Heide im Zehnminutentakt. Die Buslinien 70 und 71 von Norden kommend enden an der Haltestelle Heidehof. Die dortige Haltestelle ist so ausgeführt, dass ein barrierefreier Umstieg von Bus zu Bahn auf dem gleichen Bahnsteig möglich ist.

Am 06.12.2007 verlieh die Architektenkammer Baden-Württemberg den Verkehrsbetrieben Karlsruhe für die Gestaltung der Straßenbahn Nordstadt/Heide den Preis für Beispielhaftes barrierefreies Bauen 2007. Das harmonische Zusammenspiel aus Funktion und Gestaltung überzeugte am Ende die Jury. Die Nordstadtbahn setzte sich damit unter anderem gegenüber dem neuen Mercedes-Benz Museum in Stuttgart durch.

Bilder

Durchstich zwischen der südlichen Hildapromenade und der Hoffstraße (eine Wand musste stehen bleiben).
Durchstich zwischen der südlichen Hildapromenade und der Hoffstraße (eine Wand musste stehen bleiben).
Durchstich zwischen der südlichen Hildapromenade und der Hoffstraße.
Durchstich zwischen der südlichen Hildapromenade und der Hoffstraße.
Riefstahlstraße
Riefstahlstraße
Das erste verlegte Gleisstück in Heide
Das erste verlegte Gleisstück in Heide
Baustelle an der Wendeschleife Eislaufhalle
Baustelle an der Wendeschleife Eislaufhalle
Persönliche Werkzeuge