Maschinenfabrik Gritzner

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Gritzner-Firmenzeichen
Gritzner-Firmenzeichen

Die Maschinenfabrik Gritzner in Durlach wurde im Jahre 1872 von Max Carl Gritzner (1825-1892) gegründet.

Nach seinem Tod 1887 wurde sie von seinen Söhnen Rudolf und Julius Gritzner weitergeführt und stieg gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur größten Nähmaschinenfabrik Europas auf. Bis 1902 überstieg die gefertigte Stückzahl die Millionengrenze. Gritzner wurde zum größten Arbeitgeber in Durlach und Umgebung und beschäftigte Mitte der 1920er Jahren über 3500 Mitarbeiter. Über einen eigenen Gleisanschluß wurden zeitweise über 3000 Nähmaschinen pro Tag versandt. Es wurden aber auch Pumpen und Zweiräder produziert, ab 1897 Fahrräder und ab 1903 Motorräder.

1931 fusionierte Gritzner mit der pfälzischen Nähmaschinen- und Fahrradfabrik Kayser in Kaiserslautern und firmierte fortan unter dem Namen Gritzner-Kayser AG. Ab 1939 wurden Zünder und Granatenhüllen für die Rüstung produziert. Durch Kriegsbomben wurde 1944 die Fabrik stark zerstört. Nach dem Krieg wurde der Produktionsschwerpunkt auf Nähmaschinen gelegt, Mopeds und Motorräder weden nicht mehr produziert. Am 1. März 1955 vernichtete ein Brand den größten Teil der Nähmaschinenproduktion, 1600 Arbeiter wurden entlassen. Der Neubau von Backhaus & Brosinsky wurde genau ein Jahr später eingeweiht. 1957 wurde Gritzner von der Kaiserslauterner Pfaff AG übernommen wurde und der Name Gritzner verschwand.

Zur Geschichte und heutigen Nutzung des Firmengeländes siehe Pfaff.

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